Notbremsung verhindert Schlimmeres

Meerbusch: 47 Verletzte bei Zugunglück

Meerbusch (NW) – 47 Personen sind am Dienstagabend bei einem Zugunglück nahe Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) verletzt worden. Ein Personenzug mit über 170 Fahrgästen war gegen einen Güterzug geprallt. Die schnelle Reaktion des Zugführers hat wahrscheinlich Schlimmeres verhindern können.

Durch die Kollision wurde eine Oberleitung abgerissen. Bis diese stromlos geschaltet war, konnten die Einsatzkräfte nicht zu den Zuginsassen vordringen. Foto: Feuerwehr Meerbusch.

Der Regionalexpress 7 der National Express Rail war gegen 19.30 Uhr mit 173 Fahrgästen besetzt zwischen Meerbusch-Osterath und Neuss unterwegs. Plötzlich bemerkte der Zugführer ein Hindernis auf dem Gleis vor sich. Er informierte kurz die Fahrgäste und leitete eine Notbremsung ein. Wenige Sekunden später rammte der Regionalexpress einen stehenden Güterzug.

Als die Feuerwehr an der Unfallstelle eintraf, klemmte der vordere Zugteil unter einem Güterwaggon. Mehrere Waggons waren entgleist. Doch zunächst konnten die Einsatzkräfte auf Grund einer abgerissenen und unter Spannung stehenden Oberleitung nicht in den Zug gelangen. Deshalb befragten sie die Passagiere von außen nach ihrem Zustand und konnten mehrere leicht Verletzte feststellen. Gegen 21.15 Uhr erfolgte die Freigabe durch Mitarbeiter der Bahn, die die Leitung geerdet hatten.

Daraufhin betraten die Kräfte den Zug und sichteten die verletzten Personen. Dabei stellte sich heraus, dass acht Personen schwere Verletzungen erlitten hatten und eine davon in einem kritischen Zustand war. Die Kräfte retteten die Personen aus den Waggons und RTW-Besatzungen brachten sie in Krankenhäuser. Weitere 39 Passagiere hatten leichte Verletzungen davongetragen. Für Angehörige, die zur Unglücksstelle gekommen waren, wurde ein Sammelpunkt eingerichtet.

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Als alle Personen aus dem Zug gerettet waren, begann die Feuerwehr mit der Bergung des Zuges. Die Arbeiten dauerten bis nach Mitternacht an. Bis zu 400 Einsatzkräfte waren vor Ort.

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