Nächtlicher Großbrand in Kierspe

Historisches Herrenhaus in Flammen

Kierspe-Rönsahl (NW) – Ein 1838 in Kierspe (Märkischer Kreis) erbautes Herrenhauses wird gerade saniert. In der Nacht zu Sonntag stand plötzlich der Dachstuhl in Flammen. Die zuständige Architektin war als freiwillige Feuerwehrfrau mit im Einsatz. 

Großbrand
In Kierspe-Rönsahl steht ein historisches Gebäude in Brand. Mit mehreren Rohren bekämpft die Feuerwehr den Brand. Foto: 7aktuell / Markus Klümper

In dem “Haus Buchholz” sollten mehrere Wohnungen und eine Arztpraxis entstehen. Der Rönsahler Löschzug 3 wurde gegen 23 Uhr zu einem “Entstehungsbrand im Dachstuhl” gerufen. Beim Eintreffen wurde den ersten Kräfte schnell klar, welche Dimensionen der Einsatz annehmen würde. Daher ließen sie auf “Feuer 2” erhöhen. Der Löschzug Stadtmitte rückte aus. Dessen Einsatzgruppe 2 hatte eben erst einen Einsatz abgearbeitet, einen Kaminbrand in der Humecke.

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Außerdem rückte aus Wipperfürth die Löschgruppe Klaswipper an. Aus dem benachbarten Marienheide kam der Teleskopgelenkmast. Die neue Drohnen-Einheit der Meinerzhagener Löschgruppe Lengelscheid lieferte Wärmebilder aus der Luft. Damit konnten Glutnester in dem Dachstuhl aufgespürt werden. “Diese sind dann gezielt mit sehr viel Wasser abgelöscht worden” berichtet Feuerwehr-Pressesprecher Christian Schwanke. 

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Mehrere Angriffstrupps bekämpften das Feuer von außen. Nach eindringlicher Warnung durch die Feuerwehrfrau und Architektin mussten die Kräfte mit herabfallenden Gebäudeteilen rechnen. Ohnehin stürzten ständig Ziegel aus dem erst unlängst komplett modernisierten Dach herunter.

Rund 70 Kräfte – darunter auch neun Helferinnen und Helfer des DRK Kierspe – waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz: “Um etwa 4 Uhr war das Feuer aus und wir konnten allmählich abrücken”, so Schwanke. Die letzten Einsatzkräfte rückten gegen 5 Uhr ab. Brandermittler der Polizei untersuchen nun die Ursache des Feuers. 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hallo Silvia, wir kennen uns aus Jugendjahren.Wsr eng mit Peter bis zu seinem Tod befreundet.

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  2. In Ergänzung zum Artikel möchte folgendes anmerken: Die größte Gefahr für die Kameraden bestand einerseits darin, bei einem Innenangriff durch die in Teilbereichen für eine Begutachtung von der Deckschalung freigelegte Holzbalkendecke abzustürzen. Wenn sie in den Bereich eines offenen Gefachs getreten wären, hätten sie ca. 4 m tief fallen können. Daher war es notwenig, die Einsatzleitung direkt darüber zu informieren.
    Andererseits bestand die Gefahr, dass die Außenwände durch ihre Bauweise und die enorme Löschwasserbeaufschlagung in Teilbereichen hätten instabil werden und kippen können. Das ist zum Glück nicht passiert.

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  3. Bei Ihrem Artikel handelt es sich um mein Elternhaus. Ich bin dort aufgewachsen. Das ist für mich eine sehr traurige Nachricht und schreckliche Bilder, die ich kaum glauben kann. Es war von aussen doch wieder so schön hergerichtet und es hat mich gefreut, dass auch endlich wieder das komplette Haus mit Leben erfüllt werden sollte. Sollte es sich um Brandstiftung handeln, kann ich nur hoffen, dass man den Täter schnell findet!
    Lieber Hr. Klümper, wenn es möglich ist, bitte ich um weitere Informationen per mail. Ich wäre Ihnen dafür sehr dankbar.

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