Geldstrafe auf Bewährung

Feuerwehrmann überfahren: Urteil gegen Autofahrer

Bad Kreuznach (RP) – Im Februar 2022 ist ein 28-jähriger Feuerwehrmann bei einem Einsatz auf der B 41 bei Bad Sobernheim von einem Auto erfasst und getötet worden. Jetzt hat das Amtsgericht Bad Kreuznach das Urteil gegen den Unfallfahrer verkündet.

Feuerwehrmann überfahren: Das Amtsgericht Bad Kreuznach hat nun das Urteil gegen einen 61-Jährigen gesprochen.

Wie der SWR berichtet, verhängte das Amtsgericht gegen den 61-Jährigen eine Geldstrafe von 8.000 Euro auf Bewährung. Dies habe dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen.

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Der Feuerwehrmann war nach einem Unfall auf der Bundesstraße hinter zwei Einsatzfahrzeugen mit Absperrmaßnahmen beschäftigt gewesen, als es zur Kollision kam. Eine extreme Sonneneinstrahlung, wechselhaftes Wetter und eine nasse Straße sollen dazu geführt haben, dass der Angeklagte den 28-Jährigen zu spät gesehen und erfasst hat. Allerdings sei seine Fahrweise nicht den Verhältnissen angepasst gewesen, so das Amtsgericht. Das Urteil ist rechtskräftig.

Hier geht‘s zum Originalbeitrag: „Feuerwehrmann bei Bad Sobernheim überfahren – Geldstrafe für Autofahrer“ (SWR, 16. Mai 2023)

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. @all\Beobachter:
    Ihre Kommentare zeigen mir, dass Sie weder diesen Staat noch sein Rechtssystem verstanden haben. Ihr Rechts-Verständnis spricht für sich. Sie sind in meinen Augen eine Schande für diesen Rechtsstaat und auch für die Feuerwehr.

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  2. Mein Beileid für die Angehörigen und Kameraden.
    Warum kann man den Raser nicht Zivilrechtlich
    belangen?Unsere Rechtsprechung ist Täterschutz
    und vielen Fällen Rechtsbeugung.

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  3. Einfach nur Traurig für Deutschland, aber auch Typisch. Was hat der Autofahrer überhaupt da zu suchen und fährt da durch und dann ist der Feuerwehrmann auch noch so schuld weil er dort Absperrungen vornimmt. Ein Armutszeugnis mal wieder für den Deutschen Staat. R. I. P

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  4. Ihre – absolut berechtigten ! – Fragen sind ganz klar zu beantworten: Sowohl die Richterin als auch die Staatsanwaltschaft haben sich an geltendes Recht gehalten. Ich gestehe, dass auch über dieses Strafmaß entsetzt bin (wohl im Bewusstsein, dass keine Strafe der Welt den Tod des Kameraden ungeschehen machen kann und Frau, Kindern und seinen Eltern den Familienvater bzw. Sohn zurückgibt). Aber die anzuwendenden Paragraphen ließen hier (soweit ich das Geschehen recherchieren konnte) keine andere Entscheidung zu. JA – es bleibt Kopfschütteln … und ich vermisse Hinweise zu Schadensersatz und Schmerzensgeld. Aber dazu ist die Berichterstattung zu mager.
    Mein tiefes Mitgefühl den Hinterbliebenen !

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  5. Wie kann ein Richter solch ein Urteil sprechen? Aber wie kann sowas Antrag der Staatsanwaltschaft sein? Sind Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner nicht mehr wert?!
    Es ist erschütternd- mein Beileid an die Familie und meine Entschuldigung im Namen des Staates für diese Ohrfeige – am Ende bekommt der Feuerwehrmann noch Schuld, was macht er da auf der Straße…… armes Deutschland ….. wo gehst Du mit denen hin die Dich tragen?!

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  6. Dieser Staat ist eine Schande und Lächerlich zu gleich. Nicht im Stande seine billigsten Arbeiter, die Freiwilligen, zu schützen. Bei jeder falschen Äußerung wird man in fiesem Land härter bestraft. Man schämt sich fremd und überdenkt sein ehrenamtliches Engagement täglich auf’s Neue.

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  7. Soviel ist ein Menschenleben unserem Staat wert. Deshalb habe ich mir 64 Jahren und 41 Dienstjahren den Aktiven dienst beendet. Leider bin ich heute soweit die Jugend zu warnen sich für so etwas herausgeben. Lieber werden Helfer weggesperrt wie Raser Gaffer usw.

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