Die Werkfeuerwehr Ziegler

Brandschutz beim Feuerwehrausrüster

Giengen an der Brenz (BW) – Braucht auch ein Feuerwehrgerätehersteller eine Werkfeuerwehr? Und ob! 25 Betriebsangehörige der Albert Ziegler GmbH stehen am Stammsitz Giengen (BW) nebenberuflich parat. Wir haben über deren Ausrüstung gestaunt.

25 nebenberufliche Feuerwehrleute gehören der Werkfeuerwehr bei Ziegler an. Foto: Ziegler

Die größte Überraschung ist der sehr überschaubare Fuhrpark der WF. Im Vorfeld des Besuches hatten wir uns schon gefragt, mit welchen Fahrzeugen die WF wohl ausgestattet ist. Denn sie arbeiten doch sozusagen direkt an der Quelle. Tatsächlich aber begnügt sich das Team um Kommandant Josef Szaszur und seinem Stellvertreter Florian Sing mit einem inzwischen schon 30 Jahre alten LF 10/6 und einem TSF-W von 2006.

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Der Feuerwehrchef von Ziegler schmunzelt beim Anblick unserer enttäuschten Gesichter und verweist auf die Zuverlässigkeit des LF 10/6 mit Allradantrieb. Und das TSF-W sei multifunktional mit allem ausgestattet, was für Technische Hilfeleistungen auf dem Werkgelände notwendig ist. „Ein echter Allrounder, ‚Made by Ziegler‘ und nahezu optimal dimensioniert für das Werkgelände und die Hallen“, sagt Szaszur.

Dieses LF 10/6 von 1992 auf einem Mercedes 917 AF mit Ziegler-Aufbau ist das bewährte “Arbeitstier” der WF des Feuerwehrgeräteherstellers in Giengen. Foto: Schütte

Und dann kommt natürlich der Riesenvorteil einer WF bei einem Feuerwehrgerätehersteller zum Ausdruck: „Sollten wir zusätzlich noch Material oder ein Gerät benötigen, dann holen wir es uns ganz einfach aus dem Lager“, so der Kommandant. Ähnlich eindeutig sind auch die Beschaffungswege für die PSA. „Wir beschaffen bei Ziegler“, erklärt Szaszur.

Es gibt noch zwei auffallende Besonderheiten bei der Bestückung des Fahrzeug-Duos der WF Ziegler:

  • Die Atemschutz-Ausrüstung ist auf das Vorgehen von dreiköpfigen Angriffs- und Sicherungstrupps ausgelegt. Kommandant Szaszur erklärt das Dreier-Prinzip mit den teils sehr langen Anmarschwegen in den großen Hallen.
  • Aus einem großen Schubfach am Heck kann die Besatzung des TSF-W 240 Meter B-Schlauch verlegen.

Zieglers Blaulicht-Taxi

Ein großer Teil der WF-Angehörigen ist auch in ihren jeweiligen Ortswehren aktiv, viele in der Stadt Giengen selbst. Die Wertschätzung seitens der Geschäftsleitung für die Tätigkeit der Feuerwehren hat zu einer besonderen Vereinbarung geführt: Um die Tagesverfügbarkeit der FF Giengen sicherzustellen, steht das TSF-W für einen schnellen Transfer mit Sondersignal von sechs Kameraden zum etwa 2 Kilometer entfernten Gerätehaus der Feuerwehr Giengen bereit. Dort wechseln sie dann in die städtischen Einsatzfahrzeuge. Und im Katastrophen- oder Krisenfall dürfen auch externe Einsatzkräfte die Werkstankstelle nutzen. 

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