Feuerwehrmann kollabierte im Innennangriff

Brand in ehemaliger Diskothek kaum zu löschen

Lichtenstein (SN) – Gegen 18.20 Uhr brach am Sonntag im Erdgeschoss einer leerstehenden Diskothek in Lichtenstein (Kreis Zwickau) ein Brand aus. Über 130 Kräfte mit 24 Fahrzeugen waren im Einsatz. Im Innenangriff kollabierte ein Feuerwehrmann. Später kam es zu einer Durchzündung im Dachbereich.

Von allen Seiten bekämpften Feuerwehrleute in der Nacht zu Montag den Großbrand in einer leestehenden Diskothek in Lichtenstein. (Bild: André März)

Bereits auf der Anfahrt der Kameraden schlugen erste Flammen aus den Fenstern des Gebäudes. Umgehend wurde das Alarmstichwort erhöht, um weitere Kräfte und Mittel an die Einsatzstelle zu beordern. Beim Vorgehen im Innenangriff kam es dann zu einem medizinischen Notfall. Aufgrund der Hitze am Sonntag kollabierte der Kamerad im Brandobjekt. Durch die Unterstützung des zweiten Truppmitglieds schaffte es der Feuerwehrmann aber gerade noch bis zum Ausgang. Vorm Gebäude musste er vom Rettungsdienst behandelt werden. Er kam vorsorglich in ein Krankenhaus. Laut der Einsatzleitung geht es dem Kameraden aber schon wieder gut.

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Gegen 22.20 Uhr schien der Einsatz bereits fast beendet. Die ersten Kräfte waren bereits herausgelöst und auf der Rückfahrt, als aus dem Dachbereich starker, schwarzer Qualm quoll. Der Brand hatte sich zuvor unbemerkt durch die Zwischendecke und Schächte in den Dachbereich vorgefressen und den Dachstuhl entzündet. Gegen 22.30 Uhr kam es dann zu einer unerwarteten Durchzündung  des Daches.

Wie die Einsatzleitung der Feuerwehr berichtet, war der Dachbereich zuvor mehrmals mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern abgesucht worden. Jeweils ohne Befund. Durch die hohe Brandlast im Dach des Gebäudes breitete sich der Brand rasant aus. Umgehend ließ die Einsatzleitung die bereits abgelösten Kameraden erneut alarmieren. Außerdem wurde die Feuerwehr aus Glauchau hinzugezogen.

Die ganze Nacht dauerten die Löscharbeiten an. Mit Schwerschaum und durch den Einsatz von drei Drehleitern gelang es, den Brand am frühen Morgen einzudämmen. Das Dach stürzte ein. Große Teile des Gebäude wurden zerstört. Zeitweise waren 130 Einsatzkräfte mit 24 Fahrzeugen vor Ort, um den Großbrand zu löschen.

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Lichtenstein Wehren aus Bernsdorf, Glauchau, St. Egidien, Hohenstein-Ernsttal und Heinrichsort. Zur Brandursache ermittelt die Polizei. 

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