Feuerwehr bringt 88 Personen in Sicherheit

Außer Kontrolle: Sauerstoff bläst unter Hochdruck aus Transporter ab

Leinfelden-Echterdingen (BW) – Donnerstagabend wurde die Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) zu einem unkontrollierten Gasaustritt aus einem Transporter alarmiert. Feuerwehr und Rettungskräfte brachten insgesamt 88 Personen einer drohenden Explosion in Sicherheit.

Aus dem Behälter eines Transporters bläst unter hohem Druck unkontrolliert Sauerstoff ab. Mit einem Lüfter verwirbelt die Feuerwehr das Gas, damit es sich schneller verflüchtigt. Foto: 7aktuell.de/Hald (Bild: 7aktuell.de)

Am Einsatzort stellte die Feuerwehr fest, dass es sich bei dem Gas um flüssigem Sauerstoff handelt. Die Einsatzkräfte sperrten den Gefahrenbereich weiträumig ab und forderten einen Fachberater Chemie des Landkreises Esslingen an. Nach Rücksprache mit mehreren Fachunternehmen und der Beratung durch Spezialisten des Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystems (TUIS) konnte keine eindeutige Vorgehensweise zur Verminderung des Druckes im Sauerstoffbehälter bestimmt werden.

Nach Angaben des Fahrers befand sich eine Menge von rund 800 Liter Flüssigsauerstoff in dem Behälter. Dieser Stoff trat über ein Überdruckventil unkontrolliert aus. Trotzdem stieg der Druck innerhalb des Behälters  weiter an. Aufgrund dieser brisanten Lage entschied sich Einsatzleiter Timo Balbach, die angrenzenden Gebäude zu evakuieren. Die Polizei, die DRK Bereitschaft Leinfelden-Echterdingen sowie die Feuerwehr führten die Evakuierung gemeinsam durch. Insgesamt wurden 88 Anwohner (davon acht Kinder) wurden etwa 2,5 Stunden lang im Feuerwehrhaus Echterdingen betreut.

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Nach Eintreffen eines Firmenmitarbeiters wurde die weitere Vorgehensweise unter den beteiligten Organisationen abgestimmt. Ein Atemschutztrupp sicherte mit einem C-Rohr die Einsatzstelle. Des weiteren setzte die Feuerwehr zur schnelleren Verteilung des austretenden Sauerstoffes einen Wasserlüfter ein. Der Firmenmitarbeiter öffnete kontrolliert ein weiteres Überdruckventil. Somit konnte der erhöhte Druck innerhalb des Behälters schnell reduziert werden.

Als der Sauerstoff weitgehend abgeblasen war, kein erhöhter Druck und somit keine Gefahr mehr bestand, wurde das Fahrzeug in einen gesicherten Bereich außerhalb des Ortes gefahren und dem Betreiber zum Abtransport übergeben. Im Einsatz waren zehn Fahrzeuge der Feuerwehr Leinfelden-Echterdingen sowie Ostfildern. Das DRK war zur Betreuung und Evakuierung mit über 20 Einsatzkräften vor Ort.

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