Freiwillige Feuerwehr Straubenhardt (BW)

Aus Sechs mach Eins

Straubenhardt (BW) – Die FF Straubenhardt (BW) hat ihre Struktur in einem Mammutprojekt radikal verändert. Sechs Abteilungen mit eigenen Feuerwehrhäusern verschmolzen gleichzeitig zu einer gemeinsamen Wehr an einem zentralen Standort. In einem ungewöhnlichen Neubau findet nun das gesamte Feuerwehrleben statt. Das Gebäude ist nicht nur umweltbewusst gebaut, sondern hat auch die Kameradschaft positiv beeinflusst.

Fusionieren Freiwillige Feuerwehren, ist das für deren Mitglieder vor allem eines: ein hochemotionales Thema. Wer Jahre, vielleicht schon Jahrzehnte in seiner Wehr Dienst geleistet hat, muss von den vertrauten, lieb gewonnenen Abläufen und Strukturen Abschied nehmen – und sich meist obendrein in neuen Räumen zurechtfinden.

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Vor allem für ältere Kameraden ist das oft eine Herausforderung. Das in der Gemeinde Straubenhardt (Enzkreis) die Verschmelzung von gleich sechs Abteilungen zu einer gemeinsamen Feuerwehr ein Erfolg geworden ist, lässt sich an den lobenden Rückmeldungen aus allen Fachbereichen raushören. Von der Jugendfeuerwehr bis zum Fanfarenzug, das Feedback klingt überall erfreut.

Das wohl gewichtigste Kompliment ist allerdings aus der Altersabteilung zu hören. „Natürlich, da gab es ein lachendes und ein weinendes Auge, anfangs fiel das schwer“, erzählt Seniormitglied Theo Bäzner. „Aber wenn man jetzt sieht, wie sich alles zusammengefunden hat, ist alles positiv. Wir fühlen uns sehr wohl!“ Und sein Kamerad Klaus Bachteler ergänzt: „Wir haben inzwischen viel mehr Kontakt zur aktiven Mannschaft, die führen uns durch alle Aktivitäten mit. Früher hat so etwas kaum stattgefunden.“

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Doch der Weg, bis eine solche Zufriedenheit im gemeinsamen neuen Feuerwehrhaus herrschte, war lang. Und wer die Geschichte der FF verstehen will, muss einen kurzen Blick auf die Historie der Kommune werfen. Straubenhardt, am Rande des Nordschwarzwaldes gelegen, entstand 1973 im Zuge einer landesweiten Gebietsreform. Die vormals eigenständigen Ortschaften Conweiler, Feldrennach mit Pfinzweiler, Schwann, Ottenhausen sowie Langenalb sind seitdem Teile einer Gemeinde mit heute fast 12.000 Einwohnern.

Gruppenfoto mit der FF Straubenhardt für das Feuerwehr-Magazin.

Kuriosum am Rande: Der Ortsteil Langenalb war einst badisch, die übrigen Bereiche jedoch württembergisch. Das merkt die Feuerwehr bis heute, denn sie muss zwei unterschiedliche Standrohre für die Wasserentnahme aus Unterflurhydranten mitführen – das übliche Modell und das deutlich längere Württemberger Standrohr.

Im Laufe der Jahre wuchsen die einstigen Nachbargemeinden in den Köpfen der Einwohner nach und nach zusammen. Die FF Straubenhardt mit ihren sechs Abteilungen entstand offiziell 1975, 2 Jahre nach der Kommunalfusion. Doch durch den Verwaltungsakt allein stellte sich noch kein grundsätzliches Zusammengehörigkeitsgefühl ein, das wuchs gleichfalls erst im
Laufe der Zeit…

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Das wurde im Vorfeld durch Testfahrten überprüft. Zu den Ortsteilen dauert die Anfahrt jetzt insgesamt etwas länger, dafür sind die Autos immer voll, gegenüber vorher, wo 2-3 halb volle LF rausfuhren. Das Feuerwehrhaus steht in einem großen Industriegebiet in dem 3 große Firmen und der Bauhof stehen, so hat man auch tagsüber sehr schnell 2 LF voll.

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  2. Wie wirkte sich der Umbruch auf die Anfahrtzeiten einzelner Ortswehren aus?

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