Feuerwehr unterstützt Wasser-Recycling

760.000 Liter Wasser umgepumpt

Bruchköbel (HE) – Keine Wasserverschwendung nach der Freibad-Saison: In der Stadt Bruchköbel (Main-Kinzig-Kreis) machten sich die Verantwortlichen Gedanken, wie sie das Wasser des Freibads, welches eigentlich im Winter zum großen Teil abgelassen wird, ressourcenschonend weiterverwenden könnten. Die Idee: Es wird im Hallenbad weiter verwendet. Aber wie bekommt man solche Wassermengen von einem Becken ins andere? Ein Job für die Feuerwehr.

760.000 Liter Wasser förderten Feuerwehrleute der FF Bruchköbel vom Freibad- ins Hallenbadbecken. Damit möchte die Stadt einen Beitrag zum Trinkwassersparen leisten. (Bild: 5vision.media)

Betriebsleiter Daniel Weber, selbst Mitglied in der FF Bruchköbel, Abteilung Innenstadt: „Die Idee kam uns bei den Überlegungen, wie wir als Hallenbäder einen Beitrag zum Energiesparen leisten könnten. Auch Wasser sollte als kostbares Gut geschützt werden. So kamen wir darauf, das Wasser, was nicht zur Winterfestigkeit im Freibad verbleibt, sinnvoll weiter zu nutzen.“ Weber fragte im Vorfeld bei seinen Kollegen der umliegenden Bäder an, ob diese Erfahrungen mit solchen Aktionen hatten. Doch diese konnten ihm wenig dazu sagen. „Es ist wohl eine einzigartige Aktion, die wir hier gemacht haben – zumindest in den letzten Jahren”, so Weber.

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Eine Herausforderung: Das Hallenbadbecken liegt höher als das Freibadbecken, wenngleich auch auf demselben Gelände. Um 9 Uhr begann der Pumpenbetrieb. Matthias Schmitz, Stadtbrandinspektor FF Bruchköbel: „Wir sind mit sieben Kräfte und zwei Tragkraftspritzen im Einsatz gewesen. Über vier je 120 Meter lange B-Leitungen haben wir mit einer Leistung von 4.000 l/min rund 5 Stunden lang gepumpt.“ Insgesamt wurden 760.000 Liter Wasser gefördert. „Dieser Dauerbetrieb ist gut für unsere Pumpen, die wir auch im Katastrophenschutz einsetzen“, sagt Schmidt. „Wir müssen die Tragkraftspritzen im Jahr ohnehin Probelaufen lassen. Da kommt uns so ein Einsatz sehr gelegen.“ Das Wasser im Schwimmbad wird jetzt aufbereitet.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. das steht wohl außer Frage, aber ich kenne mindestens 10 frei h und hallenbäder bei denen das auch gemacht werden könnte wenn es denn nötig wäre.

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  2. Egal, wo das bereits gemacht wurde…..es ist eine super Sache und zur unbedingten Nachahmung empfohlen. Wasser ist zu wertvoll, um es in den Gulli laufen zu lassen. und das Equipment der Feuerwehr wird auch noch geprüft. Daumen hoch.

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  3. Super Beitrag zur Energieeinsparung , Daumen hoch und zur Nachahmung empfohlen.
    Das ganze runden die Kameraden der Feuerwehr mit ihrer Unterstützung ab, dein Freund und Helfer!
    Klasse!

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  4. Das hat natürlich gepasst, weil das Hallenbad in der Nähe war, wenn es aber kilometerweit entfernt gewesen wäre, dann hätte man sich die Arbeit nicht gemacht.

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  5. Sowas machen wir in Iserlohn – teils zusammen mit dem THW OV Iserlohn seit Jahren.

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