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eLearning: Dir wird vermittelt wie man auf verschiedene Arten einen Imagefilm für die eigene Feuerwehr realisieren kann und worauf es in der Planung, Durchführung und Nachbereitung ankommt.
Feuer & Flamme: Infos und Episodenkritik

Feuer und Flamme: Der mutige Einsatz eines Gabelstaplerfahrers

Bochum/Köln (NW) – Seit dem 3. Mai läuft die vierte Staffel “Feuer und Flamme” immer montags um 20.15 Uhr im WDR. Die aktuelle Folge fokussiert sich auf einen Reifenlager-Brand, den sich die Feuerwehr Bochum in der Vergangenheit stets mit Schrecken vorgestellt hat – zurecht, wie sich zeigt. Achtung Spoiler!

Text: Ann-Christin Westphal und Leona Klepka 

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Episodenkritik: Folge 6 (Staffel 4)

In dieser Folge erlebt Marcel seinen ersten Großbrand als Zugführer. Als der Notruf alarmiert wird, schwant ihm bereits böses. Ein Reifenlager an der Autobahn brennt. „Immer, wenn ich daran vorbeifahre, denke ich ‚oh Gott, wenn das mal brennt, hoffentlich hast du dann frei‘“. An diesem Tag hat Marcel nicht frei. „Das könnte eine lange Nacht werden“, sagt sein Kollege trocken.

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Schnell wird klar: Hier werden weitere Einheiten benötigt. Vor Ort ist ein Gabelstaplerfahrer, dem das Reifenlager offensichtlich auch gehört – ein Retter in der Not, wie sich zeigt. In Windeseile fährt er Paletten voller Reifen aus dem Gefahrenbereich – doch nicht alle kann er rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit bringen. Die Reifen sind eine optimale Brandquelle, weshalb sich das Feuer auch immer weiter ausbreitet. „Das bringt einen an den Rand der Verzweiflung“, gibt Marcel zu. Auch für den fleißigen Gabelstaplerfahrer wird die Situation allmählich zu brenzlig, weshalb ihn Marcel zurückruft. „Ich bin chillig, nur lass mich arbeiten“, bittet der mutige Mann ihn dennoch.

„Alter, wat’n Flammenbild“, ruft ein Feuerwehrmann. Die Drohnenbilder, die dem Publikum geboten werden, sind nicht nur spektakulär, sie werden auch mit der passenden Musik untermalt, sodass man denken könnte, man sei selbst Teil des Szenarios.

In einer der letzten Szenen wird ein weiterer Gabelstaplerfahrer gebeten, einen Turm aus Paletten mitsamt brennenden Reifen umzustoßen. Das geht beinahe schief. Der Turm wackelt nicht nur bedenklich in die entgegengesetzte Richtung, der Gabelstapler kippt durch die hohe Last auch kurz nach vorne. Eine Szene, die durchaus kritisch bewertet werden darf. Schließlich kann das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. „Manche Zugführer warten auf so ein Feuer Jahre, wenn nicht Jahrzehnte“, resümiert Marcel. Abschließend lobt er seine Truppe: „Ey, sehr geil malocht, ja?!!

Am Ende der Folge ist die Ausbildungseinheit TOJ unterwegs. Eine Anwohnerin hat einen Fuchs am Kellereingang entdeckt. Bei genauerer Betrachtung bemerkt Sebastian, dass das Tier unter Lähmungen an den Hinterläufen leidet. Dennoch ist es nicht einfach, den Fuchs in eine Transportbox zu bewegen. Mit Geduld gelingt es den angehenden Feuerwehrleuten, den Fuchs zu fangen und zu einem Tierarzt zu bringen.

Der Fuchs kann sich nicht selbst aus seiner Lage befreien – seine Hinterläufe scheinen gelähmt zu sein. Foto: WDR

Episodenkritik: Folge 5 (Staffel 4)

Im ersten Einsatz fahren die Einsatzkräfte zu einem Autounfall – ein Pkw ist gegen einen Lkw gefahren. „Natürlich schrillen da die Alarmglocken“, sagt Marcel. Er verbindet damit schlimme Einsätze, mit Bildern, die ihn teilweise nicht mehr loslassen. Es wird erneut verdeutlicht: Die Tätigkeit bei der Feuerwehr (ob beruflich oder ehrenamtlich) ist nicht nur körperlich anstrengend und herausfordernd, sondern auch mental. Die verletzte Fahrerin ist eingeklemmt. Das Lenkrad drückt auf ihren Brustkorb, weshalb ihr das Atmen schwerfällt. Mit seiner ruhigen und einfühlsamen Art beruhigt Marcel die Frau. Um sie zu befreien, wird schließlich das Dach abgenommen.

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In einer anderen Sequenz ist Katrin mit ihrem Kollegen unterwegs zu einem Notfall. „Schlaganfall“ lautet das Stichwort. „Da zählt jede Minute“, betont Katrin. Die 93-jährige Patientin kann sich nicht mehr artikulieren. Man sieht in ihrem Blick, wie ängstlich und verunsichert sie ist – verständlich, beim Verlust der Sprechfähigkeit. Im Krankenhaus bestätigt sich der Schlaganfall-Verdacht. Inzwischen sollen in der Leitstelle schon Notrufe ankommen, die sich wünschen, dass Katrin geschickt wird. Ihr verständnisvolle Art kommt einfach an.

Im nächsten „Einsatz“ wird es sentimental: Die Kollegen von Wache 2 verabschieden ihren Zugführer Dominic, der innerhalb der Feuerwehr Bochum die Wache wechselt. Zum Abschied gibt es Burger – das freut Sven ganz besonders. Als kleines Abschiedsgeschenk erhält Dominic eine besondere Tasse: Darauf abgebildet ist ein Best-of seiner Gesichtsausdrücke aus der 3. Staffel von „Feuer und Flamme“. Vielleicht kann diese auch offiziell verkauft werden? Die Fans der Serie würden sich sicher freuen! Bei der abschließenden Rede kommen Dominic schließlich die Tränen: „War ne‘ geile Zeit mit euch!“ bedankt er sich.

Das Abschiedsgeschenk für Dominic sorgt für einige Lacher auf der Wache. Foto: WDR

Im letzten Teil der Folge dürfen sich die Bochumer Feuerwehrleute über Kuchen freuen. Ein Pkw-Brand – für den neuen Kollegen Max der erste Brandeinsatz. Jeder Frischling muss nach seinem ersten Brandeinsatz einen Kuchen ausgeben – das hat Tradition bei der Bochumer Feuerwehr. „Ja, es gibt einen Kuchen!“, sagt Max sofort nach dem erfolgreichen Ende des Einsatzes. Peter möchte es genau wissen: „Kannst du backen? Oder macht dat die Mutti?“ fragt er lachend. So habe er das nämlich immer gemacht. Max betont aber, dass er den Kuchen allein backt – ohne Mutti.

Episodenkritik: Folge 4 (Staffel 4)

„Ich habe ein Problem: Ich habe mein Baby im Auto eingesperrt.“ Der erste Einsatz der Folge lässt direkt den Puls aller Mütter und Väter in die Höhe schnellen. Bei einem Einsatz mit Kindern sind auch direkt „Vatergefühle mit dabei“, bekräftigt Sven. Angekommen treffen die Einsatzkräfte auf die aufgelöste Mutter und den Vater des sechsmonatigen Babys. „Das kleine Baby hat nicht geheult. Da kann man entspannter an das Ganze rangehen“, erklärt José. Da sich die Schlüssel im verschlossenen Fahrzeug befinden, muss die Scheibe beseitigt werden. Dazu nutzt José einen Federkörner, damit das Baby nicht von Scherben oder Splittern getroffen wird. Anschließend kann der Vater das unversehrte Kind aus dem Auto holen und der schluchzenden Mutter übergeben.

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In der nächsten Sequenz ist Katrin mit einer Kollegin zu einem Parkinsonpatienten unterwegs, der mehrfach gestürzt sein soll. Das Besondere: Der Mann ist bei seinem Bruder untergebracht – der an Corona erkrankt ist. Somit sind besondere Sicherheitsmaßnahmen nötig. „So wenig wie möglich und so viel wie nötig“, erklärt Katrin in Bezug auf Einsatzkräfte und Equipment. Der Mann zeigt das typische Bild einer Parkinsonerkrankung – steife Körperbewegungen, zittern und kleine Trippelschritte. Bei weiteren Untersuchungen bemerkt Katrin, dass der ältere Herr gar keine Parkinsonmedikation hat. „Das hat mich ein bisschen überrascht“, gibt sie zu. Letztendlich wird der Mann nicht ins Krankenhaus gebracht, da es keine Notfallsituation gibt. Stattdessen soll er Kontakt zu seinem Neurologen aufnehmen. Die Therapie, die er benötigt, müsse eher langfristig erfolgen. Zudem sei es zu riskant den Mann ohne direkte Beschwerden in ein Akutkrankenhaus zu bringen, da er die erste Kontaktperson eines Corona-Patienten ist.

Im nächsten Einsatz soll in einem Wohnhaus Gas ausströmen. „Da gibt es auf der Anfahrt schon viele Dinge zu beachten“, erklärt Johannes. Beispielsweise muss man mit Windrichtung an den Einsatzort anfahren. Die Rede sei von einem „beißenden Gestank“ im Hausflur, der in eine der Wohnungen von einem Zeugen als besonders stark beschrieben wurde. Nachdem die Feuerwehrleute das Haus evakuiert haben, kontrollieren sie alle Wohnungen. Die Messungen ergeben kein Ergebnis. Auch die Mitarbeiter der Stadtwerke können keine besonderen Messwerte feststellen.

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Die nächste Sequenz dreht sich nur um ein Thema: Corona. Die Zuschauer erhalten einen Einblick in den Corona-Alltag der Bochumer Feuerwehr. „Corona ist natürlich maximal präsent auf der Wache“, betont Johannes. Nach 8 Monaten gibt es den ersten positiven Corona-Abstrich innerhalb der Wache, weshalb die Maskenpflicht ausgeweitet wird. „Eigentlich tragen wir die Dinger jetzt permanent“, sagt ein Feuerwehrmann, während er die neuen Verfahrensanweisungen verkündet. „Es hat sich vieles geändert“, sagt Marcel. Viele Treffen würden jetzt nur noch rein virtuell und online stattfinden, sagt auch Simon, der die Bochumer Wache leitet. „Dieses Gemeinschaftsgefühl, was es vor Corona gab, haben wir im Moment nicht“, erklärt Marcel. Alle seien zurückhaltender und ruhiger geworden. Fabian ist dennoch demütig und froh, dass er keine Existenzängste hat, so wie viele andere in der Krise: „Ich brauche mir keine Sorgen machen, ob ich morgen zur Arbeit gehen darf. Die Feuerwehr wird sicherlich nicht geschlossen.“

Online Meetings sind mittlerweile Alltag bei der Bochumer Feuerwehr.

Beim letzten Einsatz der Folge werden die Feuerwehrleute zu einem Wohnungsbrand gerufen, bei dem auch ein Menschenleben in Gefahr sein soll. „Das ist so ein Stichwort: Dafür wird man Feuerwehrmann“, sagt Peter. Eine Zeugin erklärt, dass ein Ethanol-Kamin den Brand ausgelöst habe. Außerdem würde ein Mann im Flur vor der brennenden Wohnung sitzen, der nicht laufen kann. „Unser wichtigstes Ziel ist das Retten von Personen. Sachwerte können ersetzt werden. Menschenleben niemals“, bringt es Peter auf den Punkt. Sie können den Mann retten, der tatsächlich direkt vor der Wohnung sitzt. Peter betont, was er für ein Glück gehabt hätte und spricht sogar von einem „6er im Lotto“, dass er gerettet wurde. Mittlerweile brennt die Wohnung in voller Ausdehnung. Auch als die Gefahr beseitigt ist, dauern die Nachlöscharbeiten an. „Das hat da rausgefeuert. Das habe ich lange nicht mehr gesehen“, sagt Peter. „Und das noch vorm Frühstück, weißte“, bekräftigt sein Kollege. Zu Ethanol-Kaminen hat Peter eine klare Meinung: „Solche Dinge sollte man nicht haben!“

 

Episodenkritik: Folge 3 (Staffel 4)

Die Folge beginnt morgens um halb 3. “Wenn der Gong geht ist es eben so, dass man aus dem Tiefschlaf rausgerissen wird”, erklärt Björn. Es brennt in einem Anbau einer Lagerhalle. Bei Ankunft sind auf den ersten Blick keine Flammen sichtbar. “Ich dachte, wir setzen hier den Verteiler, es geht ein Trupp rein, macht das Feuer aus und dann ist die Sache erledigt”, erzählt Björn. Auch als Kollege Ingo das Feuer sieht sagt er: “Ich dachte das wäre mehr”. Kein außergewöhnlicher Einsatz also – bis sich das Bild der Einsatzstelle schlagartig verändert.

Plötzlich schießen meterhohe Flammen in den Himmel. “Wenn da jetzt was hochgeht, dann haben wir halt ein Problem”, schreit Björn, während er seine Leute zurückruft. Durch eine Durchzündung muss augenblicklich eine massive Brandbekämpfung vorgenommen werden. “Von klein auf groß in einer Sekunde”, erklärt Björn. „Vielleicht haben wir Glück und wir finden doch noch mal den Weg ins Bett”, sagt einer der Kollegen scherzhaft, als das Feuer unter Kontrolle ist “Irgendwann ist jedes Feuer mal aus!”, bringt es Björn auf den Punkt.

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In der nächsten Sequenz stehen ein gefülltes Wasserglas und ein Klapptisch im Mittelpunkt. Jasmin hat für die Männer eine Teambuildingübung organisiert. “Die Intention war etwas Spaß zu haben und Gerätschaften zu benutzen, die man nicht so häufig nutzt”, erklärt sie. Dabei steht ein volles Wasserglas auf einem zusammengeklappten Tisch. Diesen gilt es aufzustellen, ohne dabei einen Tropfen Wasser zu verschütten. Außerdem dürfen dafür ausschließlich Gerätschaften genutzt werden und nicht die eigene Muskelkraft. Hebekissen, Unterklotzmaterial, hydraulische Hebel und Winden – “Wir haben unser HLF schon geplündert”, sagt Jörg. “Ein Feuerwehrauto ist eine große Spielkiste für Männer”, erklärt Richard. Nach 39 Minuten gelingt es den Männern, den Tisch aufzurichten, auch wenn ein wenig Wasser überschwappt. Laut den Männern passierte dies durch einen “Windstoß”. Dies nahm Jasmin mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis.

Im folgenden Einsatz ist der Spaß vorbei – es geht um Leben und Tod. Verkehrsunfall mit bewusstloser Person lauten die Informationen. Bei Ankunft wird die verletzte Person schon von einer Augenzeugin reanimiert. Einige “Schaulustige” haben sich bereits versammelt. “Da kämpft eine Person um ihr Leben und andere kommen dahin und holen ihr Handy raus und filmen das”, ärgert sich Richard. Sogar direkte Anwohner an den Fenstern filmen ungehemmt das Geschehen. Erst ein Sichtschutz kann die schwerverletzte Person abschirmen. Leider kann die Frau nicht wiederbelebt werden. Sie stirbt noch am Unfallort.

Der nächste Einsatz beginnt ungewöhnlich: Zu einem Fahrradunfall wird nachträglich eine Tragehilfe benötigt. Mit dem HLF geht es in ländliche Gebiete – die Wege sind schmal. Mit einem 18 Tonner sei das Ganze nicht ganz ungefährlich, erklärt Harry. Sie kommen vor einer steilen Böschung zum Stehen – 60 bis 70 Meter geht es in die Höhe. Ein Fahrradfahrer verunfallte oben und die bereits anwesenden Rettungskräfte können den Verletzten nicht alleine durch das steile Waldstück tragen. “Es war glatt, rutschig und verwurzelt”, sagt Harry.

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Mit Hilfe der anderen Radfahrer geht es langsam durch das steile Gebiet. Der Verletzte wird auf ein Spineboard verzurrt. Der Einsatz erfordert volle Konzentration. Die Fahrradkollegen des Verletzten beeindrucken Harry. “Die waren nicht so schockig. Die haben super mitgearbeitet.” Besonders das letzte Stück ist schwierig. “Geht nicht, gibt’s bei uns nicht!” betont Harry aber. Durch das konzentrierte Miteinander wird der Mann sicher in den RTW gebracht. “Ohne Teamwork bei der Feuerwehr, würde eine Feuerwehr nicht funktionieren!” sagt Harry abschließend.

Vorsichtig wird der Verunfallte die steile Böschung hinunter getragen. Foto: WDR

Episodenkritik: Folge 2 (Staffel 4)

Die Folge beginnt mit einem TH-Einsatz – schwerer Pkw-Unfall mit eingeklemmter Person. „Da geht der Adrenalin-Spiegel auch schon mal hoch“, sagt Holger. Das Kuriose: Auf dem Weg zur Einsatzstelle kommen die Feuerwehrleute an zwei weiteren Unfällen vorbei, sodass erstmal unklar ist, wo genau der schwere Unfall erfolgte. „Es geht alles drunter und drüber“, sagt der Zugführer. „Sowas habe ich noch nicht erlebt!“. Als die Kräfte endlich den gemeldeten Unglücksort erreichen, bietet sich ihnen ein schreckliches Bild. Ein Pkw ist frontal gegen eine Betonsäule gefahren.

Der Fahrer ist massiv eingeklemmt, die Feuerwehr leitet eine Sofortrettung ein. Auch wenn kein Puls mehr spürbar ist – „Wir machen das so, als wenn er noch lebt“, erklärt Fabian. Die Bochumer entscheiden sich dafür, den Vorderwagen mittels Hydraulikzylinders wegzudrücken. Schließlich können sie den Mann rausziehen. Seine Verletzungen sind so schwerwiegend, dass er im Rettungswagen (RTW) für tot erklärt wird.

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Bei dem Einsatz sind auch einige Praktikanten vor Ort. Der Zugführer erkundigt sich, ob es ihnen nach dieser Erfahrung gut geht. „Da hat sich die Zeit schon gewandelt. Man redet viel darüber“, sagt Holger. Fabian zeigt sich ebenfalls froh über die Entwicklung. „Das gehört zu einem modernen Verständnis von Feuerwehr dazu. Wir sind letztendlich Menschen und keine Maschinen.“

Das nächste Einsatzszenario ist „laut, unruhig und sehr aufgeregt“, erklärt Katrin im Vorfeld. Der RTW wird zu einer älteren Dame gerufen, die über Luftnot klagt. „Muss ich sterben?“ fragt sie aufgelöst. „Nein, heute nicht“, sagt Katrin und hält ihre Hand. Das die Seniorin nun ins Krankenhaus gebracht werden soll, löst bei ihr ganz andere Ängste aus. „Und dann kriege ich nachher Corona“, äußert sie sich besorgt. „Das erleben wir immer wieder – dass Patienten nicht ins Krankenhaus wollen, weil sie Angst haben, sich mit dem Corona-Virus anzustecken“, erklärt Katrin. Mit viel Empathie wird die Dame schließlich ins Krankenhaus gebracht.

Die kleine Echse sorgt für Entzückung… Foto: WDR

 

…und das bei allen Bochumer Feuerwehrmännern! Foto: WDR

In der nächsten Sequenz befinden sich die Männer der Feuerwehr Bochum im Tierpark und Fossilium Bochum. Jörg erklärt, dass sie im Umgang mit Schlangen, Spinnen und Co. noch nicht geschult seien und unsicher wären. Im Theorieunterricht dürfen deshalb lebendige Exemplare nicht fehlen. Eine Zwergbartagame – eine kleine Eidechse – sorgt für Entzückung bei den Männern. „Man hat da die Augen leuchten gesehen“, berichtet Johannes. Bei der Schlange sieht die Gemütslage schon anders aus. „Die sucht einen Kehlkopf!“, sagt Jörg lachend mit der Natter auf dem Arm. Abschließend geht es zum Spinnen-Terrarium – besonders Johannes ist alles andere als begeistert: „Alter, ich hasse Spinnen, Junge!“ Auch einige andere Kollegen machen sich aus dem Staub. Doch trotz der vorherigen Abneigung darf die Spinne auch über Johannes Hand krabbeln. Und somit hat sich der Tag gelohnt, denn Berührungsängste wurden überwunden und Hintergrundwissen gesammelt.

Beim letzten Einsatz rückt die ToJ-Ausbildungseinheit aus. Dabei sind die angehenden Feuerwehrleute im eigenen Fahrzeug (mit Ausbilder) unterwegs und absolvieren ihren berufspraktischen Teil. „Ein richtiger Einsatz ist schwer zu simulieren“, sagt Sebastian, „Vom Feeling her ist es eine andere Nummer, wenn es tatsächlich kachelt.“ Sie werden zu einem Pkw-Brand in voller Ausdehnung gerufen. Für die Auszubildenden ein optimaler Einsatz zum Üben. „Dat is’n Feuer und dat kriegen wir aus!“ bringt es Florian trocken auf den Punkt.

Episodenkritik: Folge 1 (Staffel 4)

“Das war ein Einsatz, der kommt vielleicht alle zehn Jahre vor”, sagt Zugführer Fabian bereits in der ersten Minute der neuen Staffel. Welche Einblicke wir Zuschauer in dieser Folge erhalten, können wir noch nicht erahnen Die Feuerwehr Bochum wird in ein Industriegebiet gerufen – Feuer auf einem Schrottplatz. Erstmal nichts außergewöhnliches. Die Bilder, die uns gleich erwarten, beweisen uns das Gegenteil.

Eine dunkle Rauchwolke erstreckt sich in den Himmel, die man sogar noch am andere Ende der Stadt sehen kann. Foto: WDR Fernsehen

Zirka 50 Autos auf einem Haufen brennen. “Mir war auf keinen Fall bewusst, dass es so eine große Nummer ist”, sagt der zweite Zugführer Marcel. Gasflaschen explodieren, das Feuer droht auf die Lagerhalle überzugehen und das Wasser wird knapp. Eine schwarze Rauchsäule erstreckt sich in den Himmel. Auch das neue HLF ist durch die enorme Hitzeeinwirkung in Gefahr.

Die größte Problematik liegt aber woanders: Keine 10 Meter vom Großbrand entfernt steht eine Chemiefabrik, die Farbe und Lacke lagert. Und das Feuer breitet sich rasant aus. Das die Einsatzkräfte mittlerweile mit dem Wasser haushalten müssen, verschlimmert die Situation zusätzlich. Marcel bekommt langsam Zweifel und denkt über einen Rückzug nach. Auch Simon, Leiter der Feuerwehr Bochum, sorgt sich um seine Leute. “Halten wir die Stellung oder ziehen wir uns zurück? Und im schlimmsten Fall haben wir hier die Megaexplosion.”

Das Feuer breitet sich rasant aus – immer weiter Richtung Chemiebetrieb. Foto: Feuerwehr Bochum

Ein Mitarbeiter der Chemiefabrik, dessen Name Aladin ist, (Marcel: “Diesen Namen werde ich niemals vergessen”) kommt mit der rettenden Nachricht: In den Silos auf dem Gelände befinden sich 2 Millionen Liter Wasser. Von Erleichterung kann dennoch keine Rede sein – die Pumpen funktionieren nicht, es fehlt der Druck auf den Schläuchen. Sven, der auf der Drehleiter steht, bekommt dies besonders zu spüren. “Dreh mich mal ein bisschen weg, Totto. Ich krieg’ langsam ‘nen heißen Arsch!” befiehlt er seinem Kollegen. Von oben wird ihm das Ausmaß besonders bewusst. “Es kam eine Riesenfeuerwand auf uns zu.” Und damit auch auf die Chemiefabrik.

Letztlich können die Pumpen in Gang gebracht werden. Damit wird verhindert, dass sich das Feuer weiter ausbreitet und auf den Chemiebetrieb übergeht. “Im Umkreis von 500 Metern hätte nichts mehr gestanden”, ist sich Marcel sicher, falls es zur Explosion gekommen wäre. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen den Freiwilligen und Berufsfeuerwehren konnte die Katastrophe verhindert werden. “Am besten geht es gemeinsam”, sagt Simon, “dann sind wir im Ruhrgebiet unschlagbar!”

Was für uns 45 spektakuläre Minuten dauerte, waren für die Einsatzkräfte teilweise 21 Stunden. Marcel und Fabian waren zu dem Zeitpunkt erst seit Kurzem Zugführer. Für Sven war es erst die zweite Schicht. “Ich bin jetzt keine weiße Wolke mehr”, sagt er abschließend.

Mit diesen eindrucksvollen Bildern hätte die 4. Staffel nicht imposanter starten können. Wir sind gespannt, ob man diese Folge noch toppen kann…

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Episodenkritik: Folgen 8 und 9 (Staffel 3)

Besonders gut hat mir diesmal die Dramaturgie, also der Aufbau der Folgen, gefallen. Der technische Hilfeleistungseinsatz zu Beginn von Episode 8 wirkt dramatischer als manch ein Hollywood-Blockbuster. Werner ist bereits über 80 Jahre alt. Er ist in eine Werkstattgrube in seiner Garage gestürzt. Dabei hat er sich eine schwere Knieverletzung zugezogen. Am Einsatzort angekommen, haben die Einsatzkräfte nicht nur mit der Rettung des Patienten aus der schmalen Grube zu tun, sondern auch mit der Betreuung einer aufgeregten Angehörigen: “Hört der mich noch? – Ist das ein gutes Krankenhaus?“

Die Feuerwehrleute entscheiden sich im Laufe des Einsatzes dazu, die Rettungstaktik zu verändern: Sie nutzen das Spineboard nicht, wie anfangs überlegt, als Hauptrettungsmittel, sondern nur noch als Rutsche. Gerettet wird der Patient schonend mit Rettungskorsett und Rettungs-Boa. „Viele Wege führen ja immer zum Erfolg. Und alle Fahrzeuge zusammen, kombiniert quasi, haben dann die Lösung erbracht“, erläutert Tim das Vorgehen im Interview.

Der zweite Einsatz in Folge 8 ist mal wieder eine Tierrettung: Passanten hatten einen Notruf abgesetzt, weil sie am Ümminger See eine verletzte Gans gesehen hätten. Diese ‘Gänsejagd‘ strapaziert die Lachmuskeln aller Beteiligten: der Feuerwehrleute, der Passanten und der Zuschauer. Jeff lässt einen lustigen Spruch nach dem anderen ab: “Rein optisch hatte die Gans Entenfüße. – Wir können zwar gut rennen, aber die (Gans) hat auch gute Haken geschlagen. – Patient, verweigert Mitfahrt, ne?“

Neben zwei Einsätzen für den Rettungsdienst bekommen wir in der achten Folge noch die Feuerwehr-Olympiade der Bochumer Kollegen zu sehen. Bei diesem jährlichen Wettbewerb müssen die Feuerwehrleute eine Reihe kniffliger Aufgaben lösen und sich im Team beweisen. Dabei treten drei Gruppen gegeneinander an (LF, HLF und TOJ). Die Verlierer-Mannschaft muss den Küchenreinigungsdienst übernehmen.

Einige von euch kennen die Aufgaben, die hier gezeigt werden, vielleicht schon aus der Jugendfeuerwehr oder Einsatzabteilung der freiwilligen Feuerwehr? Zu den Aufgaben gehören: einen Pulverlöscher aus einer Mülltonne holen, ohne den abgesteckten Kreis zu betreten, einen Drehleiter-Parcours sowie ein spezieller Eierlauf mit Spreizer. Übrigens: Liebes Produktionsteam, zeigt uns gerne mehr Szenen mit Jörg – der kommt nämlich ultra witzig und sympathisch rüber!

Die achte Folge endet so dramatisch, wie sie angefangen hat: mit einem vermeintlich harmlosen Heckenbrand, der sich mit zwei brennenden Pkw größer erweist, als angenommen. Die Einsatzkräfte müssen mit Riegelstellung zunächst verhindern, dass das Feuer auf ein angrenzendes Wohnhaus überspringt. Erschwerend hinzu kommt, dass es sich bei dem einen brennenden Fahrzeug um einen Pkw mit Hybridantrieb handelt. Diese Brandbekämpfung ist “Neuland für die Feuerwehr“, wie Mattes erklärt. Die Bochumer Feuerwehrleute versenken das Hybridfahrzeug in einen mit wassergefüllten Container, den sie von den Kollegen aus Dortmund zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Folge 9 schafft es, den hohen Unterhaltungswert der achten Episode zu halten. Besonders emotional und herzlich wird es, als die Feuerwehrleute die Pensionierung von Norbert mit einem Grillfest feiern. “Die Feuerwehr ist hier wie ‘ne zweite Familie“, sagt Jörg. So sollte es sein.

Traurig und nachdenklich stimmt einen das Schicksal des Patienten mit der Hirnblutung, der trotz der schnellen Hilfe des Rettungsdienstes 10 Tage nach dem operativen Eingriff verstarb.

Highlight der Folge ist für mich der letzte Einsatz gewesen: Auf einer städtischen Kompostieranlage ist ein 6.000 Kubikmeter großer Haufen mit Grünabfällen in Brand geraten. Etwa ein Drittel davon steht in Flammen. Die Einsatzkräfte haben große Probleme mit der Löschwasserversorgung, weil die Hydranten im Umkreis der Einsatzstelle wegen Bauarbeiten abgestellt worden sind. Das kennen wir ja bereits aus der vierten Folgen und dem Großbrand der Sporthalle.

Großes Finale der 3. Staffel von Feuer & Flamme: Großbrand eines Haufen Schnittguts. Foto: Feuerwehr Bochum

Dementsprechend legen die Führungskräfte den Fokus zunächst darauf, die Wasserversorgung herzustellen: “Mir egal, wo Wasser herkommt – Hauptsache es kommt.“ Auch Ulrike, die 25-jährige Zugführerin, ist wieder mit dabei. Die Kollegen schätzen an ihr, dass sie trotz ihres jungen Alters im Einsatz immer die Ruhe behält. Später berichtet sie im Interview, dass sie mit 10 Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten, mit 16 Jahren in die Einsatzabteilung gewechselt ist und vor fünf Jahren ihre Ausbildung bei der Feuerwehr Bochum begonnen hat. “Das erste, was ich wirklich durchgezogen habe und bis heute durchziehe ist die Feuerwehr.“

Die Folge endet schließlich damit, dass die Berufsfeuerwehr den Einsatz an die freiwillige Feuerwehr übergibt, um schnell wieder einsatzbereit zu sein. Schade, dass die Arbeit der freiwilligen Kameradinnen und Kameraden nicht weiter thematisiert wird.

Episode 8 und 9 können hier nachgesehen werden.

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Episodenkritik: Folge 7 (Staffel 3)

“Huch, etwa schon wieder vorbei? Kann nicht sein, ist doch gerade erst losgegangen”, denke ich regelmäßig, nachdem die aktuelle Folge von “Feuer & Flamme” im Fernsehen lief. Wahrscheinlich geht es vielen von euch ähnlich, oder reichen euch die 45 Minuten aus?

Die gestrige Episode empfand ich sogar als besonders kurzweilig. Vielleicht, weil Katrin wieder mit dabei war und ich ihre empathische, ruhige und humorvolle Art im Einsatz absolut schätze.Ich glaube jeder würde sich so eine souveräne Notfallsanitäterin wünschen, wenn sie oder er einmal selbst auf Hilfe des Rettungsdienstes angewiesen wäre.

“Es ist nochmal essentieller, weil es nicht nur um den Patienten geht, sondern um den Patienten im Patienten”, erläutert die 38-Jährige, warum ihr der Einsatz “Schonender Transport einer Patientin in der 19. Schwangerschaftswoche” besonders nah ging.

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Aber auch abseits der Rettungsdiensteinsätze spielt der ‘menschelnde Faktor’ in dieser Folge eine zentrale Rolle. “Feuer in einem leeren Bahngebäude” heißt das Einsatzstichwort direkt nach der Alarmierung zu Beginn der Episode. Daraus wird urplötzlich “Menschenleben in Gefahr”, als der Zugführer bei der Lageerkundung einen obdachlosen Mann entdeckt, der sich in dem Gebäude offensichtlich ein kleines Zuhause eingerichtet hat. “Es gibt nichts, was es nicht gibt”, sagt Tim passenderweise im Interview. Als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann muss man immer wieder mit Überraschungen rechnen.

Generell finde ich, dass in Folge 7 die menschlichen und emotionalen Eigenschaften der Einsatzkräfte besonders im Fokus standen – sei es durch die Sprüche am Einsatzort, den Umgang mit den Patienten oder durch das, was sie in den Interviewsequenzen gesagt haben. Das liegt selbstverständlich auch daran, dass die Beteiligten hinter der Kamera gezielt nachgefragt haben, um eine emotionale Brücke zwischen Zuschauern und Feuerwehrleuten zu schaffen.

Falls es auf den sozialen Plattformen immer noch Stimmen geben sollte, dass die Bochumer Feuerwehrleute kühl und unnahbar wirken würden, sollten diese nach der aktuellen Folge eigentlich verstummen.

Übrigens: Nächsten Montag zeigt der WDR die beiden letzten Episoden (8 & 9) der dritten Staffel direkt hintereinander. Und danach heißt es: warten auf die neue Staffel mit den Kolleginnen und Kollegen aus Bochum.

Episode 7 kann hier nachgesehen werden.

Episodenkritik: Folge 6 (Staffel 3)

Spektakulärer Einsatz für die Höhenretter, Strömungsretter-Übung und Wohnungsbrand mit Rettung eines Bewohners, der – sagen wir mal – unerwartet ruhig mit der Situation umgegangen ist: Das waren für mich die Highlights der sechsten Folge “Feuer & Flamme“ aus Bochum.

Ich halte Episode 6 sogar für die bislang beste der aktuellen Staffel. Warum? Diese Folge vermittelt den Zuschauern, vor allem den Nicht-Feuerwehrangehörigen, unmissverständlich, wie vielfältig der Beruf ‘Feuerwehr‘ ist.

Auch die Ausbildung der Strömungsretter wurde in der sechsten Folge aus Bochum behandelt. Foto: Feuerwehr Bochum

Bei aller Beliebtheit der WDR-Doku innerhalb der Feuerwehr-Community: Die Macher von “Feuer & Flamme“ wollen mit ihrem Format auch Menschen erreichen, die wenig oder überhaupt keine Ahnung vom Feuerwehr- und Rettungswesen haben. Und das gelingt den Produzenten in Folge 6 mit einem breiten Spektrum an gezeigten Einsatzlagen und Übungsszenarien besonders gut.

An dieser Stelle ist mir auch wieder klar geworden, wie sehr die Serie hinsichtlich ihrer Qualität davon profitiert, gänzlich auf einen Kommentator zu verzichten – und stattdessen die Einsatzkräfte in nachgedrehten Interviewsequenzen sprechen zu lassen. Apropos: Die Bochumer Kolleginnen und Kollegen haben diesmal mit vielen guten und witzigen Sprüchen punkten können:

Was ist euer Lieblingsspruch aus der aktuellen Folge gewesen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

Ich kann mich glücklich schätzen, nicht unter Höhenangst zu leiden, aber bei dem Tiefbauunfall gleich zu Beginn der Folge, ist mir schon ein wenig mulmig geworden, als die Höhenretter den Verunfallten mit Schleifkorb und Baukran aus der 10 Meter tiefen Baugrube nach oben transportiert haben.

Feuerwehr Bochum – Verletztenversorgung in Tiefbaustelle

Am Beispiel dieses TH-Einsatzes wurde, wie in vergangenen Folgen auch schon, die Arbeit des Führungsdienstes näher beleuchtet – ein Thema, das in den ersten zwei Staffeln kaum angesprochen worden ist. Spannend war aber auch die Ausbildung der Strömungsretter. Solche Sondereinheiten gibt es bisher ja noch nicht so viele bei deutschen Feuerwehren.

Kennt ihr eigentlich auch die Tradition, für die Kameraden einen selbst gemachten Kuchen backen zu müssen, wenn ihr eine Einsatzlage das erste Mal bewältigt habt? 😉

Episode 6 gibt es hier zum Nachsehen.

Episodenkritik: Folge 5 (Staffel 3)

Die Feuerwehr Bochum hat parallel zur Veröffentlichung der neuen Folge in der WDR-Mediathek am vergangenen Donnerstag bekannt gegeben, dass es eine vierte Staffel von “Feuer & Flamme“ geben wird. In Zeiten von Corona war das für mich die beste Neuigkeit des Tages. Ich bin gespannt, wann die Dreharbeiten angesichts der Pandemie überhaupt starten können.

Ich will nicht jede Woche schreiben, dass mir die Gelsenkirchener mit ihrer herzlichen, humorvollen, direkten und ehrlichen Art fehlen, aber noch ist das so. Da können die Bochumer Kolleginnen und Kollegen nicht viel machen – und es wäre mit jeder anderen neuen Stadt genauso gewesen. Mehr neue Folgen bedeuten auch, dass mir die Umstellung irgendwann leichter fällt. Mich interessiert, wie es euch geht. Seid ihr schon warm geworden mit den Bochumer Feuerwehrleuten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Folge 5 ist für mich bislang die schwächste Episode der dritten Staffel. Der Einsatz “Verbranntes Ofenbrot“ wird mir aus dieser Folge wahrscheinlich am ehesten im Gedächtnis bleiben. Ich finde es wirklich positiv, dass sich Hilal und Peppi nicht über die Frau lustig gemacht, sondern Verständnis aufgebracht haben. Mal ehrlich, wie scheiße ist das, wenn man vom Feiern nach Hause kommt, das Ofenbrot in den Ofen schiebt, einschläft, den Rauchwarnmelder nicht hört und dann von der Feuerwehr geweckt wird, die gegen das Fenster schlägt. Hilal trifft es in der Interview-Sequenz mit “So‘n Rauchmelder rettet auf jeden Fall Leben” auf den Punkt.

Übrigens: Ich hätte gerne in die Gesichter des Produktionsteams geblickt, als sie sich für den Song “Pumped Up Kicks“ bei der Personenrettung aus dem Bahnhofsaufzug entschlossen haben. Die Musik aus den ersten zwei Staffel gib es hier zum Nachhören.

Folge 5 kann hier nachgesehen werden.

Episodenkritik : Folge 4 (Staffel 3)

“Feuer & Flamme“ kehrt mit dem Großbrand einer Sporthalle zurück aus der Osterpause. Um ehrlich zu sein, habe ich die neue Folge bereits am Ostermontag in der WDR-Mediathek gesehen: Das was ein nettes Ostergeschenk vom Sender, die Folge bereits am Montag und nicht wie sonst erst am Donnerstag online zum Abruf bereitzustellen. Aber zurück zum Brand des Sporthallendaches: Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle bemerken die Bochumer Feuerwehrleute eine Rauchentwicklung, die sie in ihrem Einsatzalltag nicht alle Tage zu sehen bekommen.

Mit dem Großbrand einer Turnhalle startete die vierte Folge von “Feuer & Flamme” aus Bochum. Besonders problematisch: Wegen defekter Hydranten gab es in der Anfangsphase des Einsatzes große Probleme mit der Löschwasserversorgung. Foto: Feuerwehr Bochum

In der Spitze sind bei diesem Einsatz rund 100 Kräfte vor Ort. Neben den Einsatzkräften aller drei Berufsfeuerwehrwachen sind auch mehrere Löscheinheiten der freiwilligen Feuerwehr sowie Kräfte des THW dabei. Auch fordert die Einsatzleitung einen Teleskopmast der Feuerwehr Dortmund nach, um die Glutnester in der Dachkonstruktion kontrolliert zu löschen.

Aber was um Himmels willen ist mit der Löschwasserversorgung? Zwei Hydranten sind defekt (ein Gruß geht raus an die Bochumer Stadtwerke, die für das Hydrantennetz zuständig sind), daher geraten die Jungs zu Recht ins Schwitzen. Glücklicherweise befinden sich keine Personen im Brandobjekt. Draußen gibt es allerdings neugierige Passanten, die den Einsatzkräften im Weg stehen – und sich im gefährdeten Bereich aufhalten. “Einfach weggehen. Wenn die Feuerwehr kommt, Abstand halten!“, ermahnt Jonas, Maschinist des HLF, die Schaulustigen.

Nur aus der Deckung heraus finden die Löscharbeiten in der Turnhalle statt. Foto: Feuerwehr Bochum

Die Zuschauer erfahren von Nick, dem Einsatzleiter, was es mit der Riegelstellung und einem kontrollierten Abbrennen auf sich hat. Der Eigenschutz der Einsatzkräfte steht für ihn an erster Stelle: “Ich will, dass wir gemeinsam rausfahren und gemeinsam zurückkehren“, erläutert er. Nick ist übrigens als B-Dienst tätig, das heißt, der 35-Jährige koordiniert als Einsatzleiter das Geschehen bei größeren Einsätzen mit zwei Löschzügen oder wenn Menschenleben in Gefahr sind. Der Einsatz zieht sich mit den Nachlöscharbeiten auf über 6 Stunden.

Bevor ein RTW ausrücken muss, weil eine Frau über starke Beinschmerzen klagt, bekommen wir kurze Sequenzen von der Wache zu sehen, die mit Musik unterlegt sind. Sie dienen als visueller Übergang zwischen den Einsätzen. Wenn es nach mir geht, könnten die Zwischenszenen auf der Wache deutlich länger sein. Gebt uns noch mehr Einblicke vom Wachalltag!

Im Umgang mit der Patientin hat Katrin schnell die richtigen Worte zur Hand und gewinnt so im Nu das Vertrauen der Frau. Dass die Patientin nicht ins Krankenhaus möchte, weil sie das Wohl ihres im Heim lebenden Mannes über ihr eigenes stellt, rührt mich. Wie Katrin schon anmerkt, bestätigt dieser Einsatz zum wiederholten Mal, wie wichtig der “emotionale Part“ bei der Arbeit im Rettungsdienst ist. Die vierte Episode geht mit zwei kleineren TH-Einsätzen zu Ende. Dabei gelingt der Versuch, ein Fenster von außen mit einer Mullbinde zu öffnen. Sehenswert!

Hier könnt Ihr Folge 4 in der Mediathek der WDR nachsehen.

Episodenkritik : Folge 3 (Staffel 3)

“Garnelen-Samstag“ auf der Wache in Bochum-Werne: Mir persönlich gefällt es, wenn wir Zuschauer bei den alltäglichen Momenten des Wachalltags dabei sein dürfen. Jasmin und Co. haben es sich zum Ritual gemacht, jeden dritten Samstag, wenn sie Schicht haben, gemeinsam Garnelen zu kochen. Dabei darf der Spaß natürlich nicht fehlen. Sinnvoll finde ich, dass jeder Neuling im Team einen Paten gestellt bekommt, um die Eingewöhnung leichter zu machen.

In der dritten Folge der 3. Staffel von “Feuer & Flamme” ging es um einen Bauernhofbrand, eine Türöffnung, einen RTW-Einsatz sowie um die Zubereitung von Garnelen. Foto: WDR/Lutz Leitmann

Die Szene mit der Zubereitung der Garnelen erinnert mich ein wenig an den Wurstcontest der Gelsenkirchener Kollegen – dabei fällt mir auf, dass mir Hacki, Thorsten, Philip und der Rest fehlen. Feuerwehr ist eben wie eine große Familie: Kameradschaft, Zusammenhalt und Teamwork sind wichtige Säulen sowohl bei den freiwilligen Wehren als auch der Berufsfeuerwehr.

Und jetzt zum Einsatz, den ich in dieser Episodenkritik näher besprechen möchte. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb brennt es im Bereich der Trockenanlage in einer Halle. Der zweite Brandabschnitt befindet sich auf einer freien Fläche: Dort steht ein Anhänger voll Heu in Flammen, dieser war ursprünglich auch in der Halle abgestellt. Doch der Landwirt hatte den Anhänger noch vor Eintreffen der Feuerwehr herausgezogen. Die TOJ-Einheit übernimmt die Löscharbeiten am Anhänger. Die Heuballen müssen alle einzeln auseinandergerissen werden, damit die Glutnester vollständig abgelöscht werden können. Der Bauer versucht auch zu helfen, indem er mit seinem Traktor das brennende Heu vom Anhänger nimmt. Allerdings lädt er das Heu nicht an der mit dem Einsatzleiter abgesprochenen Stelle ab. Der Mann hat seinen eigenen Kopf – wie übrigens auch weitere Familienmitglieder.

Insgesamt sind 44 Einsatzkräfte vor Ort, darunter auch die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr. Die freiwilligen Feuerwehrleute unterstützen die Kollegen dabei, die Heuballen auseinanderzuziehen. Die TOJ-Einheit erhält zwischendurch das Kommando, eine Trinkpause einzulegen, während die FF übernehmen soll. Den Spruch, “wir [die Berufsfeuerwehrleute] haben noch die ganze Nacht vor uns – die [Freiwilligen] gehen nachher schlafen“, finde ich ehrlichweise unnötig und unüberlegt. Die Feuerwehr Bochum hat auf den Facebook-Kommentar eines anderen Users dazu übrigens geantwortet, dass dieser Spruch alles andere als abschätzig gemeint gewesen sei. Er komme daher, dass die TOJ-Einheit in dieser Zeit pro Schicht rund 10 Mal ausgerückt wäre.

Ein Lob gibt es in dieser Episode erneut für die Musikauswahl: Ich habe mindestens zwei Songs des britischen Singer-Songwriters Banners herausgehört. Die vierte Folge “Feuer & Flamme“ wird aufgrund der Osterfeiertage erst am 20. April ausgestrahlt. Wir müssen also eine Woche pausieren.

Falls ihr die Folge verpasst habt, könnt ihr sie hier nachsehen.

Ähnliche Themen:

Episodenkritik: Folge 2 (Staffel 3)

Nach Folge 2 stellt sich bei mir schon fast das gewohnte “Feuer & Flamme”-Feeling ein: Wir sehen spannende bis teils dramatische Einsätze, Rettungskräfte mit Herz und Verstand sowie der nötigen Portion Witz. Klar ist auch: Wir befinden uns mit den Bochumer Feuerwehrleuten zurzeit noch in der “Kennenlernphase”.

In der zweiten Folge ist nicht nur eine Feuerwehrfrau dabei, sondern gleich zwei: Katrin, Notfallsanitäterin, und Ulrike, die mit ihren 25 Jahren eine der jüngsten Zugführerinnen Deutschlands ist. Wir dürfen Katrin bei einem Rettungsdienst-Einsatz begleiten: Eine ältere Dame hat einen Kreislaufkollaps erlitten. Katrin zeigt sich begeistert davon, dass die Patientin eine Notfalldose mit allen wichtigen Notfallinformationen besitzt. Denn das spart den Rettungskräften wertvolle Minuten bei der Suche. Ein guter Anlass, sich an der älteren Dame ein Beispiel zu nehmen, und sich selbst so eine Notfalldose für Zuhause anzuschaffen. Im Shop des Feuerwehr-Magazins gehört diese Dose übrigens schon seit Jahren zu den Verkaufsschlagern.

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Die Einsatzkräfte transportieren die Patientin ins Krankenhaus. Auf dem Beifahrersitz des RTW hat der Ehemann der erkrankten Frau Platz genommen und scherzt mit Katrin: “Haben Sie einen Führerschein?” Diese kontert mit: “Habe ich gestern gemacht.” Sehr sympathisch!

Ich finde, die Rettungsdienst-Einsätze in „Feuer & Flamme“ so wichtig, weil sie zeigen, wie viel Witz, Geduld, Verständnis und vor allem Einfühlungsvermögen die Einsatzkräfte in ihrem Berufsalltag aufbringen. Dass Menschlichkeit und Mitgefühl für den Job als Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zentral sind, daraus aber keine schlaflosen Nächte entstehen dürfen, vermittelt der Wasserrettungs-Einsatz zu Beginn der Episode. Entsprechend nimmt dieser auch knapp die Hälfte der Sendezeit in Anspruch.

Bei einem Wasserrettungseinsatz suchen zwei Strömungsretter der Feuerwehr Bochum die Ruhr nach einem Vermissten ab. Taucher können den Mann später nur noch tot aus dem Fluss bergen. Foto: Feuerwehr Bochum

Bei einem Badeunfall stürzen zwei Männer in die Ruhr und drohen zu ertrinken. Ein Mann kann von DLRG-Kräften aus dem Wasser gerettet werden, der andere wird noch vermisst, als die Feuerwehr eintrifft. Für die Einsatzkräfte beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – und am Ende wird aus dem Rettungseinsatz ein Bergungseinsatz. Ich finde es hilfreich, dass bei diesem tragischen Unglück zudem die Arbeit eines Feuerwehr-Pressesprechers gezeigt wird. Darüber hinaus weisen die interviewten Einsatzkräfte auf die Notfallseelsorge hin. Großes Lob auch an die Produktion für den gefühlvollen Song am Ende der Personenbergung: You Mean the World to Me von Freya Ridings.

Mit “der Vogel hat die Einsatzstelle selbstständig verlassen” endet eine Tierrettung der TOJ-Einheit und bringt mich zum Schmunzeln. TOJ steht für Training on the job. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form des sechsmonatigen Wachpraktikums der Brandmeister-Ausbildung in Bochum. Die angehenden Feuerwehrleute besetzen zusammen ein eigenes Löschfahrzeug, als Führungskraft ist ein erfahrener Gruppenführer dabei. Kleine Einsätze, wie die Vogelrettung aus einem Drogeriemarkt, erledigen sie eigenständig. Bei größeren Lagen kommen sie im gesamten Stadtgebiet als Unterstützungseinheit hinzu.

Hier kann die zweite Folge nachgesehen werden.

Wer sind die Protagonisten der dritten Staffel “Feuer & Flamme”?

Wache Werne:

– Nick, Führungsdienst / B-Dienst
– Jasmin, Feuerwehrfrau
– Ulrike, Zugführerin
– Fabian, Gruppenführer
– Peter, Gruppenführer
– Jeff, Gruppenführer und Notfallsanitäter
– Katrin, Notfallsanitäterin

TOJ-Einheit:

– Steffen, Azubi
– Tim, Azubi

Wache Innenstadt:

– Hilal, Zugführer
– Peppi, Gruppenführer
– Mattes, stellvertretender Zugführer
– Jörg, Gruppenführer und stellvertretender Zugführer
– Richard, Gruppenführer und Notfallsanitäter
– Addy, Gruppenführer und stellvertretender Zugführer
– Tim, Feuerwehrmann und Notfallsanitäter
– Jonas, Feuerwehrmann

Episodenkritik: Folge 1 (Staffel 3)

Knapp ein Jahr ist es her, dass die letzte Folge von “Feuer & Flamme” im Fernsehen lief – noch dazu war es die Abschlussepisode mit Freddy, Philip, Hacki & Co. Als ich damals erfahren habe, dass die Feuerwehr Gelsenkirchen für keine weitere Staffel zur Verfügung stehen würde, war meine Enttäuschung groß. Denn ich hatte die Gelsenkirchener Jungs mit ihrem typischen Ruhrpott-Charme bereits so ins Herz geschlossen, dass ich mir eine Fortsetzung von “Feuer & Flamme” ohne sie überhaupt nicht vorstellen hätte können.

Dies ist das offizielle Foto des WDR für die 3. Staffel der beliebten Doku-Serie “Feuer & Flamme”. Die neuen Folgen strahlt der WDR jeweils montags um 20.15 Uhr aus. Los ging es am 23. März. Foto: WDR

Nach der Premieren-Folge der dritten Staffel kann ich guten Gewissens sagen: Zum Glück gelang es dem WDR und der Produktionsfirma SEO Entertainment, die Feuerwehr Bochum als Nachfolger zu gewinnen. Übrigens: Der Kontakt nach Bochum dürfte schnell geknüpft worden sein, schließlich war Simon Heußen, jetziger Leiter der dortigen Feuerwehr, bis Juni 2017 noch stellvertretender Leiter in Gelsenkirchen.

Achtung: Der folgende Abschnitt verrät den Inhalt der ersten Folge von “Feuer & Flamme“.

Aber jetzt zur neuen Episode: “Feuer & Flamme” setzt glücklicherweise auch in der dritten Staffel auf sein altbewährtes Konzept: Es wurden bis zu 60 Körper- und Helmkameras eingesetzt und es gibt weiterhin keinen Kommentar aus dem Off. Auch ist die Musikauswahl erneut gelungen.

In der ersten Folge “Feuer & Flamme” aus Bochum ist erfreulicherweise auch eine Feuerwehrfrau dabei. Wünschenswert wäre es, wenn in den kommenden acht Folgen noch weitere Feuerwehrfrauen mitwirken würden.

Die 28-jährige Jasmin steht ihren männlichen Kollegen jedenfalls in Nichts nach – und erst recht nicht in Sachen Schlagfertigkeit oder kessen Sprüchen. So macht Jasmin bei der Übung einer Technischen Hilfeleistung ihre ersten Erfahrungen mit dem Aufpumpen eines Hebekissens. Im Kurzinterview bringt sie es auf den Punkt: “Feuerwehr ist nicht in allen Dingen sehr schwierig, aber es ist unheimlich viel.”

Jasmin hat übrigens auch keine Probleme damit, dass ihre Kollegen sie als Feuerwehrmann bezeichnen. Schließlich gebe es kein “gendern” in der Feuerwehr. “Weißt du, was das Schöne war, bei diesem Einsatz? Wir mussten nichts sauber machen”, sagt die 28-Jährige nach dem Ende eines Rettungsdienst-Einsatzes und bringt mich damit einmal mehr zum Schmunzeln.

In der Auftaktfolge wurden neben der Übung und dem Rettungsdienst-Einsatz noch zwei weitere Einsätze gezeigt: ein Gebäudebrand sowie eine Tierrettung wegen einer Schlange im Garten. Gefühlt waren es damit weniger Einsätze als wir es aus Staffel 1 und 2 gewohnt sind. Allerdings ging es auch erstmal darum, die neuen Feuerwehrleute kennenzulernen. Neben Jasmin kamen Addy, Nick, Peter und Fabian vor, die alle einen sympathischen Eindruck machen.

Hier könnt Ihr die Folge sehen.

Alles zur dritten Staffel “Feuer & Flamme”

In den neuen Folgen mit der Feuerwehr Bochum kommen erstmals auch Feuerwehrfrauen und Kräfte des Führungsdienstes zu Wort. Die drei Frauen der Feuerwehr Bochum arbeiten als Notfallsanitäterin, als Brandmeisterin in einem Löschzug, also “im Feuer”, und als Zugführerin. Auch die Auszubildenden der Feuerwehr Bochum werden bei ihren ersten Einsätzen gezeigt. Die Bochumer Azubis bleiben sechs Monate an der Wache und bilden schon eine richtige Einheit, die kleinere Einsätze alleine fahren kann. Darüber hinaus geht es in der neuen Staffel um die Herausforderungen, die sich für die Einsatzleitung bei größeren Bränden stellen und die Perspektive des Führungsdienstes.

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Durch den Einsatz sogenannter Bodycams und Helmkameras, die extra für die Serie entwickelt wurden, sind die Zuschauer hautnah dabei, wenn die Einsatzkräfte Brände löschen, Menschen retten und ihren Alltag auf der Wache leben. Insgesamt sind bis zu 60 Kameras gleichzeitig im Einsatz. “Feuer & Flamme” zeigt ein authentisches und realistisches Bild des Berufsalltags und möchte Respekt für Feuerwehrleute und Rettungskräfte wecken. Alle Protagonisten sind “echt”. Es sind keine Schauspieler zu sehen! Es wurde auch nichts nachgestellt!

Die neuen Folgen von “Feuer & Flamme” wurden von Juni bis Mitte August 2019 auf der Bochumer Innenstadtwache und der Hauptfeuer- und Rettungswache in Bochum-Werne gedreht. Das Produktionsteam hat die Feuerwehrleute 70 Tage rund um die Uhr begleitet. Dafür musste die 25-köpfige TV-Crew in das Ruhrgebiet ziehen und in Schichtsystemen arbeiten. Der Prozess der Postproduktion dauerte insgesamt zehn Monate.

70 Tage begleiteten Filmteams die Bochumer Kollegen rund um die Uhr bei allen Einsätzen. Foto: BF Bochum

Die neuen Folgen von “Feuer & Flamme“ laufen ab dem 23. März 2020, immer montags, von 20.15 bis 21.00 Uhr im WDR Fernsehen. In der WDR-Mediathek gibt es die neue Folge jeweils schon donnerstags vorab zu sehen. Es wird insgesamt wieder neun Folgen geben.

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