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DMAX begleitet Feuerwehrleute mit Körperkameras

“112: Feuerwehr im Einsatz”: Staffel 3 auf DMAX

TV-Fans aufgepasst: Heute Abend (24. September 2019) läuft bereits die zweite Folge der dritten Staffel “112: Feuerwehr im Einsatz” um 22.15 auf DMAX. Die Feuerwehr Doku setzt auf ein ähnliches Prinzip wie “Feuer & Flamme” und begleitet Einsatzkräfte mit Körperkameras. Neue Staffel, neue Feuerwehren: In der dritten Staffel stehen die Berufsfeuerwehren aus Flensburg (SH), Gießen (HE), Hagen (NRW), Kaiserslautern (RP) und Saarbrücken (SL) im Mittelpunkt.

Text: Ann-Christin Westphal, Feuerwehr-Magazin-Autorin

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Neu dabei in Staffel 3 von “112: Feuerwehr im Einsatz”: die BF Flensburg (SH).

Dritte Staffel mit neuen Feuerwehren

Während die DMAX-Doku “112: Feuerwehr im Einsatz” in den ersten beiden Staffeln noch die Berufsfeuerwehren Delmenhorst (NI), Dortmund (NW) und Krefeld (NW) begleitete, tauschten die Produzenten in der neuen, dritten Staffel die Hauptdarsteller und die Handlungsorte. Neu dabei: die BF aus Flensburg (SH), Gießen (HE), Hagen (NRW), Kaiserslautern (RP) und Saarbrücken (SL).

Ende 2018 erhielt Carsten Herzog, Chef der Flensburger BF, die Anfrage, Teil der neuen Staffel “112: Feuerwehr im Einsatz” zu sein. Lange überlegen mussten er und seine Kameraden nicht, ehe sie zusagten. Kurze Zeit späte, im Februar 2019, starteten dann bereits die Dreharbeiten, die noch bis September andauerten.

Das Drehteam verbaute kleine Kameras in den Einsatzfahrzeugen und stattete die Kollegen mit speziellen Körperkameras (Bodycams) aus. Etwa einmal die Woche begleitete ein zusätzliches Kamerateam die Einsatzkräfte. “Nahezu alle Kollegen bei uns haben einer Veröffentlichung zugestimmt”, berichtete Herzog. “Ich sehe die Dreharbeiten auch als eine Art Motivationsfaktor für die Mitarbeiter, wenn sie Familie, Kindern und Freunden jetzt im Fernsehen zeigen können, was tagtäglich geleistet wird”, führte er weiter aus.

Letzte Woche Dienstag war es dann soweit: DMAX strahlte um 22.15 Uhr die erste Folge der neuen Staffel aus. Während auf der Wache zu dieser Uhrzeit normalerweise Ruhe einkehrt und sich die Einsatzkräfte auf ihre Stuben zurückziehen, war es diesmal anders. Die Kollegen versammelten sich mit Popcorn im Fernsehraum, um sich gemeinsam im Fernehen zu sehen. Sie wussten nicht, was genau gezeigt werden würde. „Einfluss auf den Schnitt und die Einsätze, die im Fernsehen gezeigt werden, hatten wir nicht“, erläuterte Herzog.

Ähnliches Konzept wie bei Feuer & Flamme

Das Konzept von “112: Feuerwehr im Einsatz” ähnelt der – von SEO Entertainment produzierten – WDR-Reihe “Feuer & Flamme“, bei der ebenfalls Feuerwehrleute mit Bodycams begleitet werden. Es handelt sich dabei um die deutsche Adaption des Formats “Local Heroes”. Im Unterschied zur Feuerwehr Doku vom WDR werden die Einsätze bei “112: Feuerwehr im Einsatz” durch einen Erzähler aus dem Off und nicht von den Einsatzkräften selbst kommentiert.

Unsere freie Autorin Ann-Christin Westphal findet: “Das Format kommt leider nicht an ‘Feuer & Flamme’ heran und wirkt im Vergleich dazu wie eine billige Kopie. Bei ‘112: Feuerwehr im Einsatz’ setzen die Produzenten auf einen Off-Sprecher, wohingegen das WDR-Pendant völlig ohne Sprecher auskommt. Dadurch wirkt ‘Feuer & Flamme’ um Längen authentischer. Auch die charismatische Ruhrpottschnauze der Gelsenkirchener Kollegen ist einfach nicht zu ersetzen. Von der überragenden Musikauswahl der WDR-Doku-Reihe und der qualitativ hochwertigen Umsetzung möchte ich gar nicht sprechen. Ich freue mich schon auf die dritte Staffel mit der BF Bochum – bis dahin muss ich wohl mit ‘112: Feuerwehr im Einsatz’ vorlieb nehmen.” 

Wie alles begann: Staffel 1 und 2

Nachdem DMAX Ende 2017/Anfang 2018 mit der Feuerwehr Doku “112: Feuerwehr im Einsatz” auf den Erfolg von “Feuer & Flamme” aufgesprungen war, startete im Oktober 2018 schon die zweite Staffel der Serie. Dabei waren, wie auch in Staffel 1, Feuerwehrleute aus Krefeld (NW), Delmenhorst (NI) sowie der Feuerwehr Dortmund (NW).

Das Fazit zur ersten Staffel der Feuerwehr Doku fiel laut Aussagen der Feuerwehren gut aus. “Als vor einigen Monaten angefragt wurde, waren wir zunächst skeptisch. DMAX und Filmreif TV hatten sich aber mit dem Hamburger Ableger ‘112 – Einsatz in Hamburg’ einen Namen gemacht”, erzählte Christoph Manten, Pressesprecher der Krefelder Feuerwehr. “Uns war es wichtig, dass es sich um eine niveauvolle Berichterstattung handelt”, führte er aus.

Die Feuerwehr Doku “112: Feuerwehr im Einsatz” zeigt den Alltag der Feuerwehren in Delmenhorst (NI), Krefeld (NW) und Dortmund (NW). Foto: Feuerwehr Delmenhorst/DMAX

Großes Vertrauen in das Filmteam

Wie die Krefelder Feuerwehr mitteilte, wussten die Protagonisten zum Beginn der ersten Staffel noch nicht, was ausgestrahlt wird. “Wir haben allerdings großes Vertrauen in das Filmteam. Im Vorfeld haben wir lange Gespräche geführt, da in einem solch sensiblen Umfeld nicht alles gezeigt werden kann, was passiert, gerade wenn es um Verletzte oder Tote geht”, berichtete Feuerwehrmann Andreas Nilges.

Die Filmemacher agierten bei allen Einsätzen im Hintergrund. Zusätzlich wurden kleine Kameras an den Uniformen befestigt. “Man vergisst relativ schnell, dass man so eine Kamera vor der Brust hat. Aber auch hier wurde uns versichert, dass keiner von uns nachher doof dasteht, wegen dem, was er vielleicht mitten in einem Einsatz gesagt hat. Wir schönen eben nichts, das was zu sehen ist, sind keine schauspielerischen Leistungen, sondern der pure Alltag eines Feuerwehrmanns.”

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