Zehdenick (BB) – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist es im Einkaufszentrum in Zehdenick, Kreis Oberhavel, zu einem Großbrand gekommen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Aldi-Markt bereits in Vollbrand, das Feuer hatte auf das Dach des benachbarten Rewe-Marktes übergegriffen. Verletzt wurde niemand.
Über eine Drehleiter bekämpft die Feuerwehr den Großbrand im Einkaufszentrum. Flammen schlagen aus dem Dach, dichte Rauchschwaden ziehen über das Gelände. (Bild: 7aktuell.de | Neumann)
Gegen 00:35 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr mit der Einsatzmeldung „Aldi brennt“. Erste Kräfte aus Zehdenick sowie den Ortsteilen rückten zur Einsatzstelle aus und stellten bei der Lageerkundung fest, dass der Aldi-Markt bereits vollständig in Flammen stand. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Brand bereits über das Dach in Richtung Rewe-Markt ausgebreitet.
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Daraufhin löste die Feuerwehr Vollalarm für das Stadtgebiet aus. Insgesamt wurden alle elf Ortsfeuerwehren der Stadt Zehdenick eingesetzt. Schon bei der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sowie ein deutlicher Feuerschein sichtbar. Das Feuer hatte das Dach des Discounters vollständig erfasst und war bereits durch die Dachkonstruktion gebrochen.
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Die Feuerwehr war nach Angaben des Einsatzleiters ausschließlich auf Hydranten aus dem Trinkwassernetz angewiesen, die aufgrund der Vielzahl eingesetzter Strahlrohre zunächst an ihre Leistungsgrenzen stießen. Mitarbeitende der Stadtwerke erhöhten daraufhin kurzfristig die Leistung im Wasserwerk, sodass nach rund 30 Minuten eine stabile Wasserversorgung hergestellt werden konnte.
Nach Erkenntnissen der Feuerwehr brach der Brand im Lieferbereich des Aldi-Marktes aus. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war das Dach bereits teilweise eingestürzt, die Flammen schlugen bis zu 15 bis 20 Meter hoch. Zeitweise waren rund 75 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen vor Ort. Im weiteren Verlauf reduzierte die Einsatzleitung die Personalstärke und plante einen Schichtwechsel, da sich die Nachlöscharbeiten voraussichtlich über einen längeren Zeitraum hinziehen.
Zur technischen Unterstützung wurde das Technische Hilfswerk (THW) hinzugezogen. Unter anderem mit Radladern und Kranfahrzeugen sollte ein sicherer Zugang zum Brandobjekt ermöglicht werden. Ohne diese Unterstützung wäre ein gefahrloser Zugang zum Gebäude nach Angaben des Einsatzleiters nicht möglich.
Der Rettungsdienst befand sich vorsorglich während des gesamten Einsatzes an der Einsatzstelle und bleibt bis zum Abschluss der Maßnahmen in Bereitschaft. Verletzte gab es nach Angaben von Feuerwehr und Polizei nicht.
Die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen, sobald die Löscharbeiten weitestgehend abgeschlossen sind. Nach Angaben der Polizei besteht der Verdacht einer Brandstiftung, die Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt.