Stärkung der Gefahrenabwehr

Führungsdienst soll Zusammenarbeit von BF und FF verbessern

Düsseldorf – Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt setzt künftig einen neuen Führungsdienst für ihre Feuerwehr ein. Ziel: Verbesserung der Zusammenarbeit von hauptamtlichen und freiwilligen Kräften sowie Stärkung der gesamten Gefahrenabwehr.

Wie eine Meldung der Pressestelle Düsseldorf berichtet, komme der neue Führungsdienst künftig zum Einsatz, wenn mehrere Einheiten von FF an derselben Einsatzstelle eingesetzt würden oder große Einsatzlagen aus dem Krisenzentrum der Feuerwehr Düsseldorf koordiniert werden müssten. Auch wenn die Feuerwehr Düsseldorf als Teilmitglied in eine gemeinsame europäische Waldbrandbekämpfung per GFFF-V (für: Ground Forest Fire Fighting by Vehicles) eingebunden ist, solle der Führungsdienst aktiv werden.

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Davin von der Lieth, Chef der Feuerwehr Düsseldorf, wird mit den Worten zitiert: „Mit der Etablierung des Führungsdienstes für die Freiwillige Feuerwehr stärken wir weiter die ehrenamtlichen Einsatzkräfte und können so innerhalb der Führungsstruktur der Feuerwehr Düsseldorf von ihren Erfahrungen partizipieren. Dabei können die Führungskräfte als eigenständige Abschnittsleiter selbstverantwortlich eine Aufgabe übernehmen oder stehen dem Einsatzleiter als Ansprechpartner beratend zur Seite“, so der Branddirektor.

Das Konzept sieht vor, dass zwei erfahrene Einsatzkräfte mit der Qualifikation als Verbandsführer oder Gruppenführer zusammenarbeiten. Diese Zweierteams seien in aufgeteilten Rufbereitschaften 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr einsatzbereit, ausgestattet mit einem Einsatzfahrzeug, Funkgeräten, digitalem Funkmeldeempfänger sowie Diensthandy. Die Ehrenamtler würden je nach Lage automatisiert über das Einsatzleitsystem oder individuell über die Leitstelle der Feuerwehr alarmiert. Bereits 16 Einsatzkräfte stehen dem Führungsdienst zur Verfügung.

Feuerwehrchef David von der Lieth (vorne links) und Felix Heidemeyer, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr (vorne rechts), mit den Einsatzkräften für den neuen Führungsdienst für die Freiwillige Feuerwehr © Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister

„Die neue Funktion stärkt weiter die gesamte Gefahrenabwehr in der Landeshauptstadt und ermöglicht uns zukünftig eine selbstständigere Unterstützung der Berufsfeuerwehr. Ebenso stärken wir die Bedürfnisse der ehrenamtlichen Einsatzkräfte und können Besonderheiten des Ehrenamtes einbeziehen“, kommentiert der Sprecher der FF Düsseldorf, Felix Heidemeyer, das neue Konzept.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Grundsätzlich ist es nicht nur schlau, sondern dringend geboten Führungskräfte der FF auch in Städten mit vorhandener BF , ab Qualifikation ZF mit konkreten Aufgaben in den täglichen Einsatzdienst zu integrieren. Das Beste eines zweigliedrigen in sich verzahnenden System ist, dass man keine Qualfikationsresscourzen ungenutzt zum Wohle der Aufgabe liegen läst. Der Berufliche hat in Teilbereichen mehr Einsatzroutine, der ehrenamtliche bringt aber in vielen Fällen berufliches Spezialwissen bzw. Spezialwissen über die unterstützenden FF-Einheiten/ Resscourzen mit. Wer diese Verzahnung nicht nutzt ( und sollte Sie noch nicht optimal vorhanden sein, wird sie durch eine wertschätzende und kooperative Zusammenarbeit zwangsläufig entstehen), verschenkt Potiential. Und das können wir uns in Zeiten von Personalknappheit und eindampfenen oder stagnierenden Etats nicht mehr erlauben. Auch ein Ehrenamtlicher stellt sich nur langfristig dem schönsten Ehrenamt der Welt zur Verfügung, wenn seine Expertise gefordert wird.

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