Wache im ehemaligen Autohaus

So stellt sich die FF Mettmann auf

Mettmann (NW) – Platzmangel, steigende Anforderungen und ein Generationenwechsel in der Führung: Die Feuerwehr Mettmann steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Neben baulichen Lösungen rücken neue Organisationsformen, besondere Einsatzkonzepte und eine enge Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt in den Fokus.

Mehr als 200 Mitglieder sind in der FF Mettmann aktiv. Gruppenbild auf dem Innenhof der FRW Mitte mit TLF 3000-W, LF 24 KatS, DLAK 23/12, HLF 20 und ELW 1 (hinten, v.l.) sowie MZF und KdoW (vorne, v.l.). (Bild: Fichte)

Seit Jahren arbeitet die Feuerwehr Mettmann an der Belastungsgrenze ihrer Feuer- und Rettungswache Mitte an der Laubacher Straße. Enge Stellflächen, fehlende Lagerkapazitäten und nicht mehr zeitgemäße Sozial- und Funktionsräume prägen den Alltag. Mit dem Umbau eines ehemaligen Autohauses an der Willettstraße zu einer Interimswache schafft die Stadt kurzfristig Entlastung – insbesondere für den Rettungsdienst und eine ehrenamtliche Löschgruppe.

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Doch der Umbruch reicht deutlich weiter als bis zur Frage neuer Gebäude. Die Feuerwehr Mettmann deckt Einsatzszenarien ab, die eher an eine Großstadt erinnern – allerdings in deutlich kleinerem Maßstab. Brände und technische Hilfeleistungen im dicht bebauten Stadtgebiet gehören ebenso dazu wie Einsätze auf Autobahn und Bahnstrecke, in ausgedehnten Grün- und Waldflächen, auf Gewässern oder im unwegsamen Gelände.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, setzt die Feuerwehr auf besondere Konzepte. Eine tagsüber verfügbare „Löschgruppe Tag“ unterstützt die hauptamtlichen Kräfte. Zudem verfügt die Wehr über spezialisierte Einsatzmittel, darunter ein deutschlandweit einmaliges TLF 3000-W auf Renault-Fahrgestell für Vegetationsbrände sowie ein Rettungsboot, das auch auf Bahngleisen eingesetzt werden kann. Kreisweit hat sich Mettmann damit insbesondere bei Einsätzen im Gelände und bei Vegetationsbränden etabliert.

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Parallel verändert sich auch die Führung der Feuerwehr deutlich. Ein junges Leitungsteam trägt aktuell Verantwortung, mit einer Besonderheit: Haupt- und Ehrenamt arbeiten an der Spitze eng und gleichberechtigt zusammen. Dieses paritätische Modell ist in dieser Form nahezu ein Alleinstellungsmerkmal.

Trotz aller Herausforderungen bleibt die Feuerwehr Mettmann stark im Ehrenamt verwurzelt. Rund 300 Mitglieder prägen eine familiäre Struktur, in der mehrere Einheiten gemeinsam Löschgruppen bilden und den Austausch untereinander fördern. Haupt- und ehrenamtliche Kräfte nutzen die Feuer- und Rettungswache Mitte dabei weitestgehend gemeinsam – ein gelebtes Miteinander im Einsatz- und Dienstalltag.

In der aktuellen Ausgabe des Feuerwehr-Magazins berichtet Peter Fichte in der Reportage „Feuerwehr im Umbruch“ ausführlich über die Feuerwehr Mettmann, ihre besonderen Einsatzkonzepte, die strukturellen und baulichen Herausforderungen sowie den Wandel in der Führung. Das Heft 1/2026 erhaltet Ihr am Kiosk oder direkt in unserem Online-Shop – wahlweise portofrei als Print-Ausgabe oder sofort als Download.

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