Langfristige Modernisierung

Frankfurt öffnet Bauprogramm für Feuerwehrhäuser

Frankfurt am Main (HE) – Die Stadtverordnetenversammlung hat das Prioritätenprogramm für Neu- und Umbauten von Häusern der Freiwilligen Feuerwehr in Frankfurt am Main fortgeschrieben. Künftig gilt keine feste finanzielle Obergrenze mehr, sondern ein offenes Programm, das weitere Vorhaben abhängig von der Haushaltslage ermöglichen soll.

Neues Feuerwehrhaus der FF Griesheim. (Symbolfoto: BKRZ GmbH)

Mit dem Beschluss ersetzt die Stadt das seit 2017 laufende Bauprogramm durch einen Grundsatzbeschluss mit flexiblerer Finanzierung. Nach Angaben der Feuerwehr Frankfurt soll damit die Grundlage entstehen, auch Projekte über die bislang finanzierten Maßnahmen hinaus umzusetzen.

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Das bisherige Programm war auf 20 Millionen Euro begrenzt. Wegen gestiegener Baukosten reichte dieses Volumen nur für bis zu vier Neubauten. Aktuell kalkuliert die Stadt für einen Neubau mit mindestens fünf Millionen Euro brutto je Standort. Nach dem bereits 2022 fertiggestellten Feuerwehrhaus in Fechenheim, dem Neubau in Griesheim im Jahr 2025 sowie zwei weiteren Projekten bis voraussichtlich 2026 und 2028 ist dieses Budget ausgeschöpft.

Die noch offenen Neu- und Umbauprojekte summieren sich auf rund 75 Millionen Euro. Begründet wird das unter anderem mit veralteten Bestandsgebäuden, die heutigen Sicherheitsstandards und modernen Arbeitsbedingungen nicht mehr vollständig entsprechen. Genannt werden dabei Arbeitsschutz, getrennte Umkleiden, Energieeffizienz sowie zeitgemäße Räume für die Kinder- und Jugendarbeit. Auch einsatztaktische Entwicklungen fließen in die Planungen ein.

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Welche Standorte zuerst umgesetzt werden, richtet sich nach Dringlichkeit und festgelegten Kriterien. Maßgeblich sind laut Feuerwehr der bauliche Zustand, technische Vorgaben, energetische Standards, einsatztaktische Erfordernisse und die Verfügbarkeit geeigneter Grundstücke. Die Stadt stimmt die Priorisierung nach eigenen Angaben eng mit der Stadtbrandinspektion ab.

Vorgesehen ist außerdem, dass neue Feuerwehrhäuser zur städtischen Solaroffensive beitragen, beispielsweise durch Photovoltaikanlagen und Dachbegrünung. Gebaut werden die neuen Standorte durch die BKRZ GmbH & Co. KG. Anschließend mietet die Branddirektion die Gebäude im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel an.

Ordnungsdezernentin Annette Rinn wertet den Beschluss als Zeichen für die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr in Frankfurt am Main. Branddirektor Markus Röck spricht von einem wichtigen Signal an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte und von zusätzlicher Planungssicherheit für die schrittweise Modernisierung der Infrastruktur.

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