ZDF-Fernseh-Serie

Marie fängt Feuer

Seit 2016 läuft die Serie Marie fängt Feuer beim ZDF. Mit Helden des Alltags ist am 24. Oktober 2021 bereits die 14. Folge erschienen. Die Serie dreht sich um das Leben von Feuerwehrfrau Marie – gespielt von Christine Eixenberger.

Spoiler Alarm

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14. Helden des Alltags (6.2) Zusammenfassung

Die resolute Marktfrau Margarete Emmerling (Renan Demirkan) legt sich gerne mit jedem an. Das Verhältnis zu ihren Söhnen Andreas und Lukas ist total zerrüttet und nun droht sie auch noch, die Stadt zu verklagen, weil ihr Internet nicht funktioniert. Ständig auftauchende Brände bereiten Stefan und Marie Sorgen.

Bald bestätigt sich ihr Verdacht, dass ein Brandstifter in der Gemeinde sein Unwesen treibt. Schließlich brennt es bei Maries Eltern und wieder ist es der Feuerwehrmann Roland Füger, der zufällig in der Nähe ist. Kann es sein, dass der Brandstifter aus den Reihen der Feuerwehr kommt? Und welche Rolle spielen Margaretes Söhne? (Text: ZDF)

13. Schattenhaft (6.1) Zusammenfassung

Christine Eixenberger in der Titelrolle als freiwillige Feuerwehrfrau und Leiterin der Bürgersprechstunde in Weilheim hat ein großes Herz für ihre Mitmenschen. Nach dem Tod von Marco (Gabriel Raab) gilt Maries Sorge besonders ihrem Vater Ernst (Wolfgang Fierek), der glaubt, an Marcos Tod Schuld zu sein.

Dazu kommt, dass ihre Söhne Daniel (Jonas Holdenrieder) und Max (Moritz Regenauer) nicht damit klarkommen, dass ihr Mann Stefan (Stefan Murr) fremdgegangen ist und Rita (Nicole Gerdon) nun ein Baby erwartet. Und dann sind da noch die Wölfe, die ein Schaf nach dem anderen reißen.

Ausgerechnet die kleine Paula (gespielt von den Zwillingen Julia und Luise Gleich) gerät zwischen die Fronten der gewaltbereiten Bauern und den Demonstranten der Pro Wolf Organisation. Maries Hilfe ist gefragt wie nie. “Schattenhaft” zeigt Gabriel Raab in seinem letzten Auftritt als Marco Stober, der in dieser Folge immer wieder in Rückblicken und Erinnerungen auftaucht. (Text: ZDF)

Marie fängt Feuer
Marie (Christiane Eixenberger, rechts) und ihre Freundin Angie (Sylta Fee Wegmann) retten die Freiwillige Feuerwehr Wildegg vor der Schließung. Foto: ZDF

12. Coming out (5.2) Zusammenfassung

Ausgelassen feiern die Wildegger die Hochzeit von Marie und Stefan. Endlich haben sie sich das Jawort gegeben. Dabei ahnen sie nicht, welcher Schicksalsschlag ihnen allen bevorsteht. Parallel findet Marie heraus, dass Stefans Seitensprung nicht ohne Folgen geblieben ist. Er wird wieder Vater. Eine erneute Prüfung für die beiden.

Doch Marie ist klar, dass Stefan zu seinem Kind stehen muss – genauso wie sie zu ihrer Beziehung steht. Max ist frisch verliebt in seine Mitschülerin Kirsten. Doch deren Leben gerät völlig aus den Fugen, als sie ihren Vater beim Fremdgehen erwischt – mit ihrem Sportlehrer. Vollkommen überfordert sucht Kirsten die Hilfe von Marie. (Text: ZDF)

11. Spiel des Lebens (5.1) Zusammenfassung

Marie gelingt es gerade noch rechtzeitig, zwei Kinder auf einem See zu retten. Ihr Vater hatte sie einfach vergessen. Seit dem Tod seiner Frau verfällt er immer mehr seiner Spielsucht. Und auch Philipp, der Vater von Maries Sohn Max, scheint zu vergessen, dass er Vater ist. Er verschwindet einfach und lässt den enttäuschten Max zurück.

Marie muss ihre Familie schützen und entscheidet, dass Philipp keinen Platz in ihrem Leben hat. Sie will einfach das gemeinsame Leben mit Stefan genießen. Und so überraschen sich Marie und Stefan gegenseitig am Polterabend von Angie und Marco mit ihrem spontanen Entschluss, endlich zu heiraten. (Text: ZDF)

Marie Reiter (Christine Eixenberger) beobachtet den Vater mit seinen gerade geretteten Kindern. Foto: ZDF/Bernd Schuller

10. Den Mutigen gehört die Welt (4.2) Episodenkritik

Marie hat einen neuen Job angenommen. Außer als Feuerwehrfrau ihren Mitmenschen zu helfen, leitet sie jetzt eine Bürgersprechstunde. Schnell verstrickt sie sich persönlich zu sehr in einen Fall von häuslicher Gewalt. 

Den einzigen Einsatz in dieser Folge fährt die Feuerwehr wegen einer Rauchbombe in der Schule. Allerdings bekommt der Zuschauer mal eine Drehleiter in Aktion zu sehen. Wir erfahren ganz nebenbei, dass Marie mittlerweile auch Atemschutzgeräteträgerin (AGT) ist. Die klassischen Ein- und Ausatemgeräusche eines Pressluftatmers fehlen leider.

Hier wird deutlich, dass wir nichts über Maries Ausbildung bei der Feuerwehr erfahren. Besonders AGT wird man ja nicht so nebenbei. Ich gebe allerdings die Hoffnung nicht auf, dass die Produzenten die Feuerwehr wieder mehr in den Vordergrund stellen werden. Apropos Hoffnung: Dass Stefan in der Gewaltszene am Ende für Marie da ist, sorgt für ein wenig Entspannung in der Beziehungskrise der beiden.

9. Alles oder nichts (4.1) Episodenkritik

Maries Familie bricht auseinander. Es sieht in den ersten dramatischen Minuten dieser Folge zumindest danach aus. Marie kann Stefans Fehltritt nicht verzeihen. Als sie in der Kneipe zufällig erfährt, dass ihr die geheimnisvolle unbekannte Frau gar nicht so unbekannt ist, brennt die Luft. 

Feuerwehrtechnisch ist in dieser Folge nicht viel los. Ein Einsatz nach einem Verkehrsunfall ist alles, was Feuerwehrfans dieses Mal zu sehen bekommen. Angie belebt den verletzten Pkw-Fahrer wieder und betreut ihn im Krankenhaus anschließend weiter, wo sie als Krankenschwester arbeitet.

Voller Dank für die Lebensretterin entwickelt sich der Gerettete zum Stalker und die Situation für Angie schnell zum Alptraum. Die Feuerwehrkameraden können Angie nicht helfen und beflecken sich in dieser Folge nicht gerade mit Ruhm. Das Psychodrama endet fast in einer Katastrophe.

Marie fängt Feuer
Ernst (Wolfgang Fierek, rechts) steht vor seinen Feuerwehrleuten Angie (Sylta Fee Wegmann, links), Gerhard (Ferdinand Dörfler, 2. von links), Marco (Gabriel Raab, 3. von links) und Marie (Christine Eixenberger, 2. von rechts) und gibt ihnen Anweisungen für den Einsatz. Foto: ZDF/Bernd Schuller

8. Lügen und Geheimnisse (3.4) Zusammenfassung

Nach dem Einsatz auf einem Bauernhof bricht die kleine Emma Egermann (Emma Becht) in Lügen und Geheimnisse plötzlich mit unerklärlichen Vergiftungserscheinungen zusammen. Marie macht sich in Wildegg auf die Suche nach der Ursache. Die Beziehung mit Stefan wird auf eine harte Probe gestellt: Er muss ihr einen Fehltritt beichten. (Text: ZDF)

7. Stürmische Zeiten (3.3) Zusammenfassung

Die Freiwillige Feuerwehr Wildegg kann in “Stürmische Zeiten” den Brand in Altays (Vedat Erincin) Werkstatt nicht mehr löschen. Es besteht Verdacht auf Brandstiftung. Diesen nutzt der populistische Lokalpolitiker Sepp (Rainer Furch) für seine Zwecke. Privat ist Marie verwirrt: Philipps (Julian Looman) Anwesenheit in Wildegg tut zwar dem gemeinsamen Sohn Max (Moritz Regenauer) gut, doch genau das treibt einen Keil in Maries Beziehung mit Stefan (Stefan Murr). (Text: ZDF)

6. Kleine Sünden (3.2) Episodenkritik

Eins fällt in dieser Folge besonders auf: Obwohl Marie nach wie vor in der Kritik steht, sie am Boden zerstört ist und alles zu verlieren droht, setzt sie sich ohne zu zögern weiterhin für andere Menschen ein. Dadurch muss man sie als Person einfach gern haben.

Dieses Mal setzt sie sich für die berufliche Zukunft einiger Näherinnen ein. Eine Brandstiftung in der Näherei setzt sowohl die Frauen als auch den Betrieb vorübergehend matt. Daher organisiert Marie kurzfristig ein großes Nähen in der Fahrzeughalle der Feuerwehr, bei dem auch die Feuerwehrleute mit anpacken.

Ach ja: Auch Komik kommt in dieser Episode nicht zu kurz. Auch wenn die Filmemacher die komischen Szenen da eingebaut haben, wo man am liebsten weinen möchte. Mein Lob gilt daher den Darstellern, die durch ihr Wechselspiel zwischen Wut, Verzweiflung und dem unwiderstehlichen Drang laut loszulachen, überzeugt haben. Als Belohnung – auch für die Zuschauer – gibt es zum Schluss einen Funken Hoffnung… 

5. Zweite Chance (3.1) Episodenkritik

Mit Zweite Chance hat das ZDF die bisher ergreifendste Folge von Marie fängt Feuer rausgebracht. Eines der Hauptthemen ist die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Außerdem dreht sich diese Episode um Lügen, Wahrheiten und Vertrauensbrüche. Maries Vergangenheit hat sie schließlich eingeholt und erstmals steht sie im Mittelunkt der Kritik.

Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Mir persönlich hat dieses Folge ausnehmend gut gefallen, weil wir erfahren, dass Maries Welt keine Heile Welt ist und sie durchaus mal aus den Fugen geraten kann. Der Cliffhanger am Schluss macht gespannt auf den nächsten Film.

4. Nichts als die Wahrheit (2.2) Episodenkritik

Fast passiert schon zu Beginn ein Unglück, als Marie und Stefan mit dem Bulli unterwegs sind. Stefan muss kräftig in die Bremsen treten, weil plötzlich ein kleines Mädchen mitten auf der Straße steht. Es ist eine der beiden Töchter ihres Feuerwehrkameraden Gerhard (Ferdinand Dörfler), dessen Frau an Krebs erkrankt ist. Diese will jedoch nicht, dass ihre beiden Kinder davon erfahren und sie in diesem schlechten Zustand sehen.

Dank Maries Hartnäckigkeit entlockt sie ihm dieses Geheimnis und findet schließlich auch eine Lösung für den überforderten Gerhard. Stefans Sohn Daniel, den wir bisher nur als grantigen Sturkopf kennen, passt zum Beispiel auf die beiden Mädchen auf, während Gerhard arbeitet. Durch die Trennung der Töchter von ihrer Mutter an seinen eigenen Verlust erinnert, zeigt Daniel endlich seine wahre Seite. Auch lehnt er Marie als Stiefmutter nicht mehr ab, weil sie ihn dabei unterstützt, Gerhards Familie wieder zusammenzuführen.

Einsatzleiter Stefan (Stefan Murr, 2. von links) überlässt es Marco (Gabriel Raab, Mitte), einen Vogel vom Baum zu retten. Foto: ZDF

Ein kleiner Tierrettungseinsatz lockert die Stimmung zwischendurch etwas auf. Feuerwehrmann und Dorfpolizist Marko (Gabriel Raab) darf einen exotischen blauen Vogel vom Baum retten. Anschließend ziehen ihn seine Kameraden als Vogelflüsterer auf. Haken wir das mal unkommentiert unter Feuerwehrhumor ab.

Gerhards schwierige Situation gipfelt darin, dass eine seiner Töchter in einen trockenen Brunnen fällt. Das richtige Handeln ihrer Schwester, die Daniel anruft und dieser dann mit Max den Notruf absetzt, sorgt für die rechtzeitige Rettung durch die Feuerwehr. Gerhard gewinnt in dieser Folge zwar an Sympathie, aber dass kein Wort darüber verloren wird, dass er seine kleinen Töchter ohne Aufpasser alleingelassen hat, finde ich nicht in Ordnung. Jeder fühlt mit ihm, aber eine kleine Rüge hätte ich mir doch gewünscht.

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Während Gerhards Familiendrama glimpflich endet, bahnt sich ein neues an. Wir erfahren, dass Philipp, der geheimnisvolle Mann aus München, der Vater von Max ist. Als Marie etwa 16 Jahre zuvor von ihm schwanger wurde, wollte Philipp kein Kind und hatte Marie zu einer Abtreibung geraten. Daraufhin trennte sie sich von ihm, brachte Max zur Welt und verschwieg es Philipp.

Max denkt, dass sein Vater gestorben ist. Als Philipp unvermittelt in Wildegg auftaucht, kann Marie gerade so die Begegnung zwischen Vater und Sohn verhindern. Moralisch war ihr Schweigen sicherlich eine schwierige Entscheidung, aber weil wir noch nicht alle Hintergründe kennen, wäre ein Urteil meiner Meinung nach verfrüht.

Marie (Christine Eixenberger, links) versucht mit Stefan (Stefan Murr, 2. von links) nach der Rettung des kleinen Mädchens über ihre Probleme zu sprechen. Foto: ZDF/Bernd Schuller

3. Allein war gestern (2.1) Episodenkritik

Teil 3 startet mit einem durch Wildegg laufenden Pferd, dass einen Verkehrsunfall verursacht. Die Feuerwehr rückt aus, um ausgelaufene Betriebsmittel aufzunehmen. Beim zweiten Einsatz wird es richtig ernst. Ein Pferdestall steht in Flammen, in der Marie noch eine Person vermutet, nämlich die Besitzerin des Pferdehofs. Sowohl die kurzen und knappen Befehle des Einsatzleiters als auch das geschäftige Agieren der Darsteller sorgen für die nötige Spannung. Tatsächlich liegt die Besitzerin bewusstlos im Stall. Zwei Atemschutzgeräteträger Retten sie.

Zu dem Brand ist es gekommen, weil der Frau der Strom abgestellt wurde und sie den Stall mit einer Petroleumlampe ausgemistet hat. Die dritte Folge dreht sich nämlich um das brisante Thema Altersarmut. In einigen Szenen musste ich schwer schlucken, um das Gesehene zu verdauen. Das ist unter anderem dem großartigen Spiel von Katharina Thalbach zu verdanken, welche die verarmte Witwe Luisa spielt, die ihren Pferdehof nicht mehr finanzieren kann und hungert. Da Marie ihr viele schöne Kindheitserinnerungen verdankt, lässt sie nicht eher locker, bis Lösungen für Luisas Probleme gefunden sind.

Langsam entwickelt sich Marie zur guten Fee von ganz Wildegg. Aber ein leichter Schatten fällt auf die Idylle. Denn als sie mit Angie in München ihren Erste Hilfe-Schein macht, trifft sie auf einen Mann namens Philipp (Julian Looman), den sie offenbar von früher kennt. Dass sie selbst Angie nichts über ihn erzählen will und dass ihr dieses Wiedersehen eine schlaflose Nacht beschert, lässt nichts Gutes erahnen.

Marco (Gabriel Raab, mit Atemschutz) rettet im Beisein von Gerhard (Ferdinand Dörfler, links) und Stefan (Stefan Murr, 3. von links) Luisa (Katharina Thalbach, 2. von rechts) aus einer brennenden Scheune. Foto: ZDF/Bernd Schuller

2. Vater sein dagegen sehr (1.2) Episodenkritik

Der Verkehrsunfall zu Beginn der Folge entpuppt sich als realitätsnahe Übung mit Verletztendarstellern im Auto und Rauch aus dem Motorraum. Marie und Angie, die beiden ersten Feuerwehrfrauen in der Feuerwehr Wildegg, sollen die Beifahrertür mit einem hydraulischen Spreizer öffnen. Doch das gelingt offenbar nicht schnell genug.

Den lockeren Spruch, sie sollten lieber noch ein bisschen auf dem Schrottplatz üben, habe ich zuerst für einen Scherz gehalten. Doch im Lauf der Folge fahren Angie und Marie tatsächlich zu einer Werkstatt, zahlen dem Besitzer 50 Euro und trainieren mit einem akkubetriebenen Hydraulikspreizer an einem Schrottauto.

Im Vordergrund dieses zweiten Teils von Marie fängt Feuer steht jedoch nicht die Feuerwehr, sondern vielmehr Familien- und Beziehungsdramen. In Maries erstem Einsatz rettet sie über eine Drehleiter ein Mädchen, das auf ein Dach geklettert war, weil es herausgefunden hatte, dass ihr Papa nicht ihr leiblicher Vater ist. Marie unternimmt alles, um der scheinbar zu zerbrechenden Familie zu helfen.

Dabei kriselt es zwischen Marie und Stefan selbst gewaltig. Stefan überlegt nämlich, einen gut bezahlten Job in 80 Kilometern Entfernung anzunehmen. Auch der frisch pensionierte und ehemalige Feuerwehr-Kommandant Ernst kabbelt sich mit seiner Frau Irene (Saskis Vester) im Haushalt. Außerdem stehen Stefans Sohn Daniel (Jonas Holdenrieder) und Maries Sohn Max (Moritz Regenauer) auf dasselbe Mädchen, was ihre Freundschaft ins Wanken bringt. Manche dieser Beziehungskisten regeln sich von selbst und bei manchen hat Marie ihre Finger im Spiel.

Dramatischer Höhepunkt ist das Verschwinden des vermeintlichen Vaters des von Marie geretteten Mädchens. Die Mutter vermutet, dass er sich etwas antun will, weil er die Wahrheit über seine nicht leibliche Tochter erfahren hat. Kurzerhand lässt Marie alle Feuerwehrleute zusammenrufen, um eine Suchaktion zu starten. Auch wenn es sich nicht um einen offiziellen Einsatz handelt, helfen natürlich alle Kameraden mit und begeben sich auf die Suche nach dem Verschwundenen. „Wer hilft, der findet“, könnte ein Fazit dieser Folge lauten.

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1. Für immer und ewig (1.1) Episodenkritik

Mit einem Feuerwehrmann, der sich in Uniformjacke, Feuerwehr-Mütze und Boxershorts ein Bier aus dem Kühlschrank holt, macht das ZDF gleich zu Beginn der ersten Folge seinen Standpunkt klar, wie die Serie Marie fängt Feuer zu nehmen beziehungsweise zu sehen ist: nämlich nicht ganz so bierernst. Doch der erste Eindruck prägt sich bekanntlich ein. So dürften bereits die ersten Minuten bei einigen Feuerwehrleuten ein leichtes Unbehagen beim Zusehen auslösen. 

Der oben genannte Feuerwehrmann ist Ernst (Wolfgang Fierek), Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wildegg. Seine Tochter Marie (Christine Eixenberger), die kein aktives Feuerwehrmitglied ist, will den künftigen Kommandanten Stefan (Stefan Murr) heiraten. So verwundert es nicht, dass die Handlung der Serie am Tag des Polterabends startet, der selbstverständlich im Feuerwehrhaus gefeiert wird. Marie und Stefan haben jeweils aus erster Ehe einen Sohn (14 und 15 Jahre).

Durch eine fahrlässige Brandstiftung der beiden Jungs in einer Scheune wird die Party auf ihrem Höhepunkt unterbrochen. Alle Kameraden, die sich zuvor mit Bier und Schluck reichlich zugeprostet hatten, schwingen sich, ohne zu zögern in ihre Einsatzkleidung. Kommandant Ernst fragt immerhin in die Runde, wer noch fahren kann. Als sich keiner der Feuerwehrleute meldet müsste klar sein, dass auch niemand von ihnen mehr in den Einsatz geht, egal in welcher Funktion – auch Ernst nicht.

Marie fängt Feuer
Marie (Christine Eixenberger) und Stefan (Stefan Murr) wollen in der ersten Folge eigentlich heiraten. Doch ein Brand verhindert die Hochzeitsfeier. Foto: ZDF

Schließlich steuert Maries Freundin Angie (Sylta Fee Wegmann) das Löschgruppenfahrzeug (LF) zum Brandort. Was nun folgt, entbehrt jedoch jeglichem Realismus: Der alkoholisierte Kommandant rennt – zwar unter Atemschutz – aber ohne auf seinen Truppmann zu warten – in die brennende Scheune und rettet seinen Enkel. Schließlich zieht Stefan als zweiter Atemschutzgeräteträger seinen eigenen Sohn aus den Flammen. Wenig später sitzt er in seinen verrauchten Einsatzklamotten an dessen Krankenhausbett. Kontaminationsverschleppung oder Schwarz-Weiß-Trennung spielen offenbar keine Rolle.

Auch mit Klischees knausern die Filmemacher nicht. Ernsts Ausspruch, als er ausschließlich neue männliche Mitglieder rekrutieren will, „Solange ich der Chef von dem Verein bin, bleibt des a weiberfreie Zone“, wirkt ein wenig überspitzt und sollte nicht zu wörtlich genommen werden. Weil die Feuerwehr Wildegg zu wenige Mitglieder hat und eine Schließung beziehungsweise Zwangsfusion drohen, bricht Ernst kurze Zeit später erfreulicherweise seine eigene Regel. Als eine seiner letzten Amtshandlungen nimmt er Marie und Angie als aktive Feuerwehrfrauen in die Einsatzabteilung auf. Die FF ist gerettet.

Lichtblick der ersten Folge ist meiner Ansicht nach die Hauptdarstellerin. Christine Eixenberger überzeugt in ihrer Rolle und verkörpert Eigenschaften, die jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann mitbringen sollte wie: Engagement für eine gute Sache, Empathie, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und kein Blatt vor den zu Mund nehmen.

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