Produkt: Feuerwehr-Magazin 4/2019
Feuerwehr-Magazin 4/2019
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Digitalisierung im Rettungswesen: Barrierefreier Notruf

Endlich: Bundesweite Notruf-App

Berlin – Nach langer Erprobungsphase will die Bundesregierung im Jahr 2020 eine deutschlandweite Notruf-App einführen. Damit soll es möglich sein, automatisch einen Standort an die Leitstelle durchzugeben und sogar per Chat mit dem Disponenten zu kommunizieren.

So oder so ähnlich könnte die Notruf-App des Bundes aussehen, die 2020 erscheinen soll. Mit ihr soll es möglich sein, GPS-Koordinaten an die Leitstelle durchzugeben und mit Disponenten zu chatten. Symbolfoto: Sander

Bereits 2013 hatten SPD, CDU und CSU in ihrem Koalitonsvertrag festgelegt, eine einheitliche und barrierefreie Notruf-App für das gesamte Bundesgebiet zu veröffentlichen. 2017 hieß es aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), dass die App sich ein einem Erprobungsstadium befinde und unter anderem ein Chatsystem geplant sei.

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Doch zu einem Start der lebensrettenden Software kam es unter diesem Kabinett nicht. Derweil kommen immer mehr Apps und Systeme auf den Markt, die bestimmte Notruf-Funktionen versprechen. Hierfür sind zum Teil eigene Leitstellen im Betrieb.

Digitalfunk mit 5G? Gesundheitsgefahren durch Funkstrahlung? Funkstille in Gebäuden? 

Im 2. Teil unseres Specials “Digitalfunk bei der Feuerwehr” klären wir Euch darüber auf.

Den Artikel gibt’s im Feuerwehr-Magazin 6/2019
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Einführung für 2020 geplant

Zum Jahresbeginn 2019 hieß es als Antwort auf eine Kleine Anfrage aus dem BMWi: der Probebetrieb der App sei nun “erfolgreich abgeschlossen”. Einführung und Betrieb lägen nun in der Hand der Länder. 

Wie der “Bayerische Rundfunk” nun mitteilt, sei die bundesweite Einführung der Notruf-App für 2020 geplant. Auf Smartphones und Tablets könne damit ein Notruf abgesetzt werden und zudem soll es möglich sein, sowohl die GPS-Position, als auch Bilder und Videos an die Leitstelle zu übertragen.

Chat für Menschen mit Behinderung und “unauffällige Kommunikation”

Weiterhin soll mit dem Disponenten über einen Chat kommuniziert werden können. Dies soll es einerseits Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen möglich machen, mit dem Disponenten in Kontakt zu treten.

Andererseits sei damit in einer Bedrohungssituation eine “unauffällige Kommunikation” möglich.

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Ohne App keine Funktion

Wie ein Leitstellen-Mitarbeiter gegenüber rettungsdienst.de mitteilt, liege die Schwierigkeit bei einer App darin, dass möglichst viele Menschen sie installieren müssen. Daher nutze die Integrierte Leitstelle Freiburg eine eigene Lösung zur Lokalisierung von Anrufern: Sie verschickt eine SMS mit einem Link, durch den der Notrufende automatisiert seine GPS-Position durchgeben kann.

Damit könne jeder erreicht werden, der über ein Smartphone mit GPS-Funktion verfügt. Eine App sei nicht notwendig.

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