Einsatzbericht Brand Zoo Krefeld

Tod im Affenhaus

Krefeld (NW) – In der Silvesternacht 2019/2020 kommt es in Krefeld (NW) zu einem Drama. Das Affentropenhaus des Zoos brennt vollständig aus, fast alle Tiere sterben. Für die Feuerwehr ein ungewöhnlicher Einsatz. Die Folgen des Brandes hallen immer noch nach.

Als Kai Günther am Morgen des 31. Dezembers 2019 um 7.30 Uhr seinen Dienst auf der Feuer- und Rettungswache (FW) 1 in Krefeld antritt, steht ihm ohnehin durch das Silvesterfest eine etwas andere Schicht als an gewöhnlichen Tagen bevor. Doch diesen Jahreswechsel wird der 55-jährige Branddirektor wohl sein ganzes Leben lang nicht vergessen. Er ist stellvertretender Fachbereichsleiter bei der Berufsfeuerwehr (BF) Krefeld und für den A-Dienst eingeteilt.

Anzeige

Als Einsatzleiter für die 24-StundenSchicht fungiert an diesem Tag Brandamtmann Thomas Hammer (35), der als B-Dienst fungiert. „Der Dienst am Silvestertag ist in der Regel eher ruhig. Man sitzt mit den Kollegen zusammen, kocht etwas und lässt das Jahr gemeinsam ausklingen. Auch die Werkstätten sind nicht mehr so besetzt, wie an normalen Werktagen“, weiß Hammer.

Der Rettungsdienst muss einige Male ausrücken, ebenso die Kräfte auf dem Löschzug. “Aber nichts Außergewöhnliches, eher das normale Einsatzgeschehen”, erklärt Günther.

Gorilla Massa gehört zu den berühmtesten Opfern des Brandes. Der Silberrücken war bei dem Feuer schwer verletzt worden und musste nach vergeblichen Bemühungen einer Tierärztin durch einen Polizisten erschossen werden. (Bild: Vera Gorissen/Zoo Krefeld)

In der Regel hält die heiße Phase der Silvesternacht in Krefeld rund eine halbe Stunde nach Mitternacht an, dann wird es meistens wieder ruhiger. Diesmal ist es anders. Ein Zeuge meldet der Leitstelle gegen 0.30 Uhr, dass er von der Berliner Straße aus Feuer auf dem Gelände des Zoos an der Uerdinger Straße sehen könne. Kurz darauf gehen…

Weiterlesen? Den gesamten Einsatzbericht gibt es in der aktuellen Ausgabe des Feuerwehr-Magazins 12/2020 – noch für wenige Tage im Handel erhältlich, oder hier versandkostenfrei nach Hause oder als digitale Ausgabe bestellen: Feuerwehr-Magazin 12/2020.  

Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen – noch vor dem Abriss – vor der Ruine des Affentropenhauses. Die Betonfundamente sind verrußt, aber erhalten. Von den Kletterbäumen stehen nur noch die Stümpfe. (Bild: Jörg Prochnow)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert