Gebäude brennt aus und stürzt teilweise ein

Gasexplosion in Stuttgart-West: vier Menschen verletzt

Stuttgart – Nach einer schweren Gasexplosion in der Köllestraße in Stuttgart-West suchen die Einsatzkräfte immer noch nach einer 85-jährigen Bewohnerin. Gegen 3 Uhr in der Nacht zu Montag hatten mehrere Anrufer bei Feuerwehr und Polizei die Explosion gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Wohngebäude in Flammen, Teile davon waren bereits eingestürzt. Die Feuerwehr konnte vier Personen retten, darunter zwei Kinder im Alter von 11 und 13 Jahren.

Über zwei Drehleitern löschte die Feuerwehr Stuttgart in der Nacht die brennende Doppelhaushälfte. Zuvor hatte eine Gasexplosion einen Teil des Gebäudes zum Einsturz gebracht. (Bild: © KS-Images.de | Karsten Schmalz)

Die Verletzten wurden vom Rettungsdienst versorgt und in umliegende Krankenhäuser gefahren. Über 100 Kräfte der Feuerwehr nahmen umgehend die Brandbekämpfung auf. Dabei kamen auch zwei Drehleitern zum Einsatz. Außerdem suchten sie nach weiteren Personen. Eine 85-jährige Frau konnte bislang noch nicht gefunden werden. Über 100 Einsatzkräfte waren in der Nacht vor Ort.

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Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle. Mehrere ausgebrannte und beschädigte Fahrzeuge in der schmalen Anliegerstraße wurden inzwischen mit schwerem Gerät beiseite geräumt, um den Einsatzkräften einen besseren Zugang zum Einsatzobjekt zu ermöglichen. Mit einer Drohne überwacht die Feuerwehr Stuttgart die Lage aus der Luft und sucht nach Glutnestern. Das Technische Hilfswerk hat sein Einsatzstellensicherungssystem in Stellung gebracht. Damit werden das Trümmerfeld und die benachbarten Gebäude auf kleinste Bewegungen überwacht. Spürhunde suchen das Trümmerfeld nach der 85-Jährigen ab.

Eine Drehleiter der Feuerwehr Stuttgart bei der Bekämpfung von Glutnestern am eingestürzten Gebäude.  (Bild: Feuerwehr Stuttgart)

Vor Ort sind derzeit rund 90 Einsatzkräfte mit 24 Fahrzeugen der Feuerwehr, der Rettungsdienst mit OrgL sowie einem Rettungswagen, eine Rettungshundestaffel mit drei Fahrzeugen, das THW mit zwei Fachgruppen Räumung aus Stuttgart und Schorndorf sowie dem Einsatzstellensicherungssystem aus Kirchheim/Teck, dazu ein Baufachberater aus Ludwigsburg (zusammen zirka 30 Einsatzkräfte), außerdem Notfallseelsorger und die Netze BW Gas und Strom.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Gasleitungen, die zum Gasbrenner führen, sind immer und überall offen verlegt, sonst kann man ja ein Leck nie feststellen, denn das Gas ist ja geodelt (d.h. mit Stinkstoffen versehen) und wenn das gasführende Rohr von irgendwas umschlossen wäre, wäre das zündfähige Gemisch innerhalb dieser Umschließung schneller erreicht, als man es bemerken könnte. Isoliert werden müssen aber die Leitungen des Wärmeträgers, die bis zu den Heizkörpern führen, in denen ist ja auch nur Wasser, und das entzündet sich nicht so leicht. Die Reaktion des Vermieters ist insofern nachvollziehbar. Vorsicht ist aber geboten, wenn das Gasheizgerät durch eine Wärmepumpe ersetzt wird. Die aktuell verwendeten Kältemittel, die die früheren klimaschädlichen FKW ersetzen, sind alle entzündlich und stehen im Gegensatz zum jetzigen Erdgas unter Druck. Sie könnten also bei Leckagen über die Wärmetauscher in den Heizungskreislauf einperlen und beim Entlüften “Ärger machen”. Ich bin als Patentanwalt mit der nötigen Sicherheitstechnik intensiv mit Mandanten damit befasst, lösbar ist das Problem jedenfalls, bloß wegsparen sollte man das nicht.

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  2. Woher weiß man eigentlich, dass nicht beim Aufladen eines günstigen Lithium-Ionen-Akkus eine erste primäre Zerstörung stattgefunden hat, die die Gasleitungen und/oder Gasinstallationen “geöffnet” hat, und dann erst die folgende Gasexplosion alles zerstört hat? Bräuchten wir dann nicht kleine, explosionsgeschützte “Sicherheitsgaragen” für Ladevorgänge, z.B. von Scootern oder Spielzeug oder den tausendfach angebotenen Werkzeugakkus?

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  3. Ich habe auch Angst .
    in meiner Wohnung liegen Gasheizungsleitungen offen
    DEM Vermieter hatte ich das schon mehrfach gesagt weil mich eine Firma die Heizungsanlage abliest mich darauf aufmerksam gemacht hatte.

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