Feuerwehren und Organisationen unterstützen

Feuerwehr-Ausrüstung mit Antonovs abgeholt

Leinfelden-Echterdingen (BW) – Es hat geklappt: Nach der großen Spenden-Sammelaktion für die Feuerwehren in der Ukraine, sind am Freitagmorgen drei Flugzeuge des ukrainischen Zivilschutzes auf dem Flughafen Stuttgart gelandet. Die Besatzungen haben den Auftrag, das auf  Paletten verstaute Material zu einem grenznahen Flughafen in Richtung Kriegsgebiet zu transportieren.

Die Feuerwehr Fellbach (Rems-Murr-Kreis) hatte das Material in den vergangenen Tagen aus verschiedenen Feuerwehren gesammelt. Einheiten aus verschiedenen Bundesländern hatten sich mit Spenden beteiligt (siehe Meldung unten). Rund 400 Paletten kamen zusammen, etwa 40 davon – mit dem wichtigsten Material – gingen auf den Lufttransportweg. Die Initiative ging von der in Fellbach ansässigen Firma Barth aus, dessen Geschäftsführer nicht nur Mitglied der FF Fellbach ist sondern auch persönliche Kontakte zum Zivilschutz in der Ukraine pflegt.

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Die für den Transport eingesetzten Antonov An-32P sind bisher in der Ukraine als Löschflugzeuge eingesetzt worden. Die Abwicklung auf dem Flughafen Stuttgart wurde durch die Flughafenfeuerwehr unterstützt, sie verpflegte auch die Crews mit Essen und Getränken.

Mitarbeiter der Flughafenfeuerwehr versorgen die Crews der Flugzeuge am Flughafen Stuttgart.
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Meldung vom 03.03.2022

Blaulicht-Hilfe für die Ukraine geht weiter

Fellbach (BW) – Während sich der Krieg in der Ukraine, infolge der russische Invasion fortsetzt, folgen auch weitere Hilfsaktionen im Blaulicht-Bereich. Mit dabei ist auch die Feuerwehr Fellbach (BW, Rems-Murr-Kreis). Insbesondere infolge persönlicher Kontakte waren die Kameraden auf die Not ihrer Kolleginnen und Kollegen in den Städten der Ukraine aufmerksam geworden.

Dort rücken die Brandschützer ungeachtet des militärischen Konflikts und des Beschusses praktisch pausenlos aus, um Menschen aus brennenden und eingestürzten Gebäuden oder aus zertrümmerten Fahrzeugen zu retten.

Aus den Feuerwehr-Hilferufen geht hervor, dass weitere Mittel für Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung (Hebekissen, hydraulische Rettungsgeräte, Sprungretter usw.) dringend gebraucht werden.

Am Wochenende hat die FF Fellbach in Zusammenarbeit mit den Feuerwehrgeräteherstellern Barth und Weber einen ersten Aufruf zu Spenden für Schutzausrüstungen und Gerätschaften gestartet. Daraus ist ein Selbstläufer und eine logistische Meisterleistung geworden. Feuerwehren aus ganz Baden-Württemberg, auch aus Rheinlad-Pfalz und Hessen haben sich angeschlossen.

Tragkraftspritzen und Stromerzeuger stehen auf Paletten für den Transport in die Ukraine bereit.

Das altehrwürdige Veranstaltungszentrum “Alte Kelter” in Fellbach ist zum Dreh- und Angelpunkt mitsamt Logistikzentrum umfunktioniert worden. In Tag- und Nachtschichten sind jeweils bis zu 60 Kräfte im Einsatz, um den Ansturm der hilfsbereiten Feuerwehren zu bewältigen. Teils neuwertige Ausrüstungsgegenstände werden abgezweigt, darunter auch dringend benötigte Wasser-/Schaumwerfer.

Am Freitagmorgen sollen drei gecharterte Flugzeuge im Auftrag des Katastropenschutzes der Ukraine auf dem Stuttgarter Flughafen ankommen, um die deutsche Ausrüstungshilfe abzuholen. (Text: Heino Schütte)

Das mitarbeitende Team mit einem Teil der gesammelten Spenden.
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Meldung vom 02.03.2022

Blaulicht-Hilfswelle rollt an

Berlin/Kiew – Die Bilder aus der Ukraine lassen die Deutschen nicht kalt. Nach russischen Angriffen stehen im ganzen Land Fahrzeuge und Gebäude in Brand. Auf den Bildern aus den Krisenregionen ist oft auch zu sehen, wie rudimentär die Ausrüstung der Feuerwehren und Rettungsdienstkräfte zum Teil ist. In ganz Deutschland werden Spenden gesammelt: für die Flüchtlinge, für die Versorgung vor Ort und für die Rettungskräfte. Wir stellen einige Aktionen kurz vor.

Diesen Großraumrettungswagen spendete Veritas Ambulanz in die Ukraine. Foto: Veritas Ambulanz

Morgen um 17 Uhr startet ein Hilfskonvoi in Kelsterbach (Kreis Groß-Gerau/Hessen) Richtung polnisch-ukrainischer Grenze. Unter anderem wird auch ein 13 Meter langer Großraumrettungswagen des Kelsterbacher Rettungsdiensts „Veritas Ambulanz“ mitfahren. Das Fahrzeug spendet die gemeinnützige Gesellschaft an eine befreundete Organisation. Es bleibt vor Ort und soll in der Ukraine für die Versorgung von Verletzten eingesetzt werden. Im Inneren des Fahrzeuges ist Platz für mindestens 6 verletzte/verwundete Patienten. Es ist bereits das dritte Fahrzeug, welches “Veritas Ambulanz” spendet. Bereits 2021 und 2007 wurde jeweils ein Rettungswagen an ukrainische Mediziner übergeben.

Jeweils ein Lkw mit Hilfsgütern haben das THW, die Feuerwehr, die Malteser, das DRK und die JUH aus Paderborn an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht. Foto: ASB RV OWL

Ein Hilfskonvoi aus Paderborn (NW), an dem sich die Feuerwehr, der ASB, das DRK, das THW und die JUH beteiligen, ist heute (2. März) bereits in Przemysel (Polen) angekommen. Der Konvoi aus fünf Lastwagen wurde von der polnischen Polizei in Empfang genommen und mit Blaulicht in die Stadt eskortiert. „In der Stadt ist viel Militär unterwegs“, berichtete Christian Raimund Schlichter, der den LKW der Malteser gesteuert hat. An Bord haben die Paderborner über 30 Tonnen Hilfsgüter, vor allem Kleidung, Medikamente und Feldbetten. In Paderborns Partnerstadt sind inzwischen tausende Flüchtlinge aus der Ukraine eingetroffen, die untergebracht und versorgt werden müssen.

Tragkraftspritze und Saugschläuche für die Menschen im Kriegsgebiet gespendet

“Die Feuerwehr Ibbenbüren hilft den Menschen, die sich in der Ukraine russischen Militärangriffen ausgesetzt sehen”, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt (NW). Am Dienstag wurde an der Feuer- und Rettungswache eine Tragkraftspritze samt Saugschläuchen aus Altbeständen  transportfähig verpackt und zu einem Sammelpunkt nach Osnabrück transportiert. Von dort aus wird sie dann in die Ukraine gebracht, wie Karl-Heinz Rolf, Leiter der Feuerwehr, erklärt. „Unsere Tragkraftspritze ist zwar außer Dienst gestellt, aber sie ist noch voll funktionsfähig.“ Nach Rücksprache mit Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer sei spontan entschieden worden, das Gerät den Menschen in der Ukraine zur Verfügung zu stellen. In der Ukraine könne das Gerät sofort von der Feuerwehr zum Brandschutz eingesetzt werden. 
Ibbenbürens Feuerwehrchef Karl-Heinz Rolf mit der Tragkraftspritze, die mit einem Hilfstransport in die Ukraine geschickt wird. Foto: Stadt Ibbenbüren/Henning Meyer-Veer
 
Auch die Feuerwehr Stuttgart unterstützt den Katastrophenschutz in der Ukraine: Zwei Stromerzeuger, hydraulische und manuelle Rettungsgeräte, Krankentragen sowie Löscharmaturen und -geräte, sollen in das Krisengebiet geliefert werden. Die Gegenstände sind ausgemustert, aber vollständig betriebsbereit. Die Feuerwehr Stuttgart übergibt die Gerätschaften der Feuerwehr Fellbach und zwei privaten Unternehmen, welche die Lieferung koordinieren. Den Transport organisiert die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. “An der ukrainischen Grenze wird die Hilfslieferung an den Katastrophenschutz der Ukraine übergeben”, schreibt die Pressestelle der Feuerwehr Stuttgart. 
 
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Deutscher Feuerwehrverband richtet Spendenkonto ein

„Nichts ist für Feuerwehrangehörige schlimmer als Hilflosigkeit im Angesicht von Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Daher geben wir allen Menschen die Möglichkeit, den vom Krieg beeinträchtigten Feuerwehren in der Ukraine zu helfen“, erklärt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV). Geldspenden für die Feuerwehren in der Ukraine können nun auf ein eigens erstelltes Konto des Fachverbandes überwiesen werden: Konto: „Feuerwehrhilfe Ukraine“, Inhaber: Deutscher Feuerwehrverband e.V., IBAN: DE31 3816 0220 4500 4200 28, Bank: VR-Bank Bonn.

Angesichts der Lage der Feuerwehren in der Ukraine hat der DFV zudem eine Online-Datenbank für Sachspenden aufgebaut. Aktuell sind hier zwei Aktionen verzeichnet:

  • Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz auf Initiative der Feuerwehren der VG Cochem, Anlieferung von Material in Treis-Karden (RLP) bis Freitag, 4. März
  • Weber Rescue GmbH (Mitglied DFV-Förderkreis) und Firma Barth, Anlieferung von Material in Fellbach (BW) bis Mittwoch, 2. März
  • Firefighters Alliance (unterstützt durch @fire), Anlieferung von Material in Rösrath (NW) oder Kloster-Lehnin (BB), zeitlich aktuell nicht befristet
  • Brandschutztechnik Müller (unterstützt durch Weber Hydraulik GmbH), Anlieferung von Material in Zierenberg (HE) und Günthersleben (TH) bis Freitag, 11. März 

Weitere Details zu den Sachspenden-Aktionen gibt es unter https://www.feuerwehrverband.de/unterstuetzen/ukraine/.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Gut Herbert ,ich kann mich deinem Kommentar nur anschließen.
    Hans Ruediger Heidelberger

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  2. Hallo Feuerwehrmänner von der FF Fellbach , durch Zufall habe ich von eurer Hilfeleistung für die Ukraine gelesen Bravo macht weiter so , eine ganz hervorragende Idee .Meine Unterstützung habt ihr , in Form von einer Spende auf das genannte Konto . Ich selbst war 37 Jahre bei der BF Kiel. Ein Feuerwehrmann läßt sich von keinem Menschen einschüchter , sondern geht immer voran. Macht weiter so euer Herbert Saggau aus Kiel

    Auf diesen Kommentar antworten

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