Im Zuge des DFV-Delegiertentages übergeben

Ausgezeichnet innovativ: Drei Projekte erhielten IF Star

Hannover – Zum siebten Mal verlieh der Verband der Öffentlichen Versicherer gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV) die Auszeichnung „IF Star“ für innovative Schutzkonzepte und Neuentwicklungen bei deutschen Feuerwehren. Damit ehrt er alle 2 Jahre Projekte und Konzepte, die dabei helfen, „Personen- und Sachschäden zu mindern und die Feuerwehrorganisation zu stärken“, wie es von offizieller Seite heißt.

Verliehen wurden die Preise im Rahmen der DFV-Delegiertenversammlung auf der Messe Interschutz am 25. Juni. Die Gewinner erhielten neben der Bronzeskulptur IF Star ein Preisgeld von insgesamt rund 10.000 Euro.

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DFV-Präsident Karl-Heinz Banse hielt bei seiner Rede fest: „Unsere Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen können viel mehr, als nur Brände löschen. Wir freuen uns, ihren innovativen Ideen und Einfällen mit dem IF Star eine angemessene Bühne vor unseren Fachleuten aus ganz Deutschland bieten zu können.“

Die Gewinner des IF Star 2022 freuen sich mit Dr. Ulrich Knemeyer (rechts) und DFV-Präsident Karl-Heinz Banse (links) über die Auszeichnung. Foto: Verband Öffentlicher Versicherer

Dies sind die Gewinner des IF Star 2022:

  • Feuerwehr Paderborn (NW) für ihre digitale Brandschutzerziehung per YouTube mittels Handpuppen: „Während der Corona-Pandemie war es den Feuerwehren nicht möglich, Kindergärten und Schulen zu besuchen, um Kinder von klein auf mit der Wichtigkeit von Brandschutz vertraut zu machen. Deshalb ließ sich die Feuerwehr Paderborn etwas einfallen: Mit Hilfe der Handpuppe Rudi Ratte erklärt sie in Kurzvideos die Welt der Feuerwehren. Die Themen sind vielfältig, angefangen bei der Frage „Wie sieht eigentlich ein Einsatzfahrzeug von innen aus?“. Die Videos werden über YouTube nicht nur dauerhaft, sondern auch kostenlos und über Orts- und Landesgrenzen hinweg zur Verfügung gestellt. Inzwischen wird überlegt, ob das Puppentheater nicht auch persönlich Einzug in die Kindergärten halten kann. Somit kämen die Kleinen ihrem Star ganz nahe und könnten Rudi Ratte ihre Fragen direkt und unmittelbar stellen.“ (bit.ly/3o7VGA8)

 

  • Feuerwehr im bayerischen Landkreis Aschaffenburg für ein Konzept zur Verhinderung von Bränden in der eigenen Wache: „Auch Feuerwehren selbst sind nicht gefeit vor Bränden. Tatsächlich nehmen die möglichen Brandherde einer Feuerwache in den letzten Jahren stetig zu. Diverse Erleichterungen des Alltags wie Wärmebildkameras, Mobiltelefone oder Laptops bevölkern mehr und mehr die Einsatzfahrzeuge. Dabei haben sie eins gemeinsam: Sie alle werden mit Akkus betrieben. Dass diese bei einem Defekt schnell Feuer fangen können, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Daher hält die Feuerwehr Aschaffenburg dazu an, vermehrt auf Funk-Rauchwarnmelder zu setzen. Diese werden in den Mannschaftsräumen, Fahrzeugen, Fahrzeughallen und anderen strategisch wichtigen Stellen angebracht. Über Funk und Internet leiten diese schließlich im Ernstfall die wichtigsten Meldungen an voreingestellte Empfänger weiter. Dies kann über ein Messenger-Programm geschehen.“ (bit.ly/3ckmryV) sowie

 

  • die Feuerwehren im Zollernalbkreis (BW) für deren Führungskräfte-Nachwuchsprogramm für junge Ehrenamtliche im Bevölkerungsschutz: „Die Feuerwehren im Landkreis Zollernalbkreis kämpfen gemeinsam für das Ehrenamt. Dafür richteten sie zusammen mit dem Bevölkerungsschutz Zollernalb dieses Jahr zum ersten Mal ein Führungskräfte-Nachwuchsprogramm für junge Ehrenamtliche im Bevölkerungsschutz ein. Dadurch soll nicht zuletzt der Katastrophenschutz gestärkt werden. In dem 18-monatigen Kurs werden die Teilnehmenden unter anderem auf die Führung bei Großeinsätzen vorbereitet. Auch Exkursionen zu Polizeien und Ministerien sind geplant. Die Absolventen werden durch das Seminar auf ihre Zukunft im Ehrenamt vorbereitet und zugleich motiviert, möglichst lange ihr Amt auszuüben.“ (bit.ly/3OiGwmA)

„Der IF Star wird von den Feuerwehren als wichtige Auszeichnung und große Chance wahrgenommen. Das zeigen auch die vielen Bewerbungen mit exzellenten Konzepten und Ideen, die wir dieses Jahr erhalten haben“, betonte Knemeyer. „Feuerwehrleute geben täglich ihr Bestes, um die Bevölkerung im Brandfall und im Vorhinein vor Gefahren zu schützen. Wir sehen immer wieder viele kreative Konzepte und Ideen, die für mehr Sicherheit und Schutz von Einsatzkräften und Bevölkerung sorgen können. Diese Ideen sollen honoriert und auch anderen Feuerwehren zugänglich gemacht werden.“

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