Trier (RP) / Stuttgart (BW) – Anhaltende Minusgrade haben mehreren Feuerwehren realistische Bedingungen für Eisrettungsübungen geboten. So trainierten sowohl die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Trier als auch die der BF Stuttgart das Vorgehen bei eingebrochenen Personen auf vollständig zugefrorenen Gewässern und warnten zugleich eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen.
Bei einer Übung auf dem Mattheiser Weiher trainierte die Feuerwehr die Eisrettung und setzte dabei verschiedene Rettungstechniken ein, darunter den sogenannten Kombiretter zur Bergung einer ins Eis eingebrochenen Person. (Bild: Presseamt Trier)
Die BF Trier nutzte den komplett zugefrorenen Mattheiser Weiher, um verschiedene Techniken der Eisrettung zu üben. Simuliert wurde die Rettung einer im Eis eingebrochenen Person. Dabei kamen unter anderem ein Kombiretter, Leitern sowie die große Drehleiter zum Einsatz, mit deren Hilfe der Feuerwehrmann aus dem eiskalten Wasser gezogen wurde.
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Zur Absicherung trugen die eingesetzten Kräfte spezielle Anzüge für die Wasser- und Eisrettung. Diese lassen weder Wasser noch Kälte eindringen und verfügen über einen integrierten Auftriebsmechanismus. Nach Angaben von Martin Steffes von der Berufsfeuerwehr Trier könne ein Mensch im eiskalten Wasser nur rund zehn Minuten überleben, bevor er untergehe.
Auch die BF Stuttgart nutzte die aktuelle Wettersituation für eine Eisrettungsübung. Am vollständig zugefrorenen Max-Eyth-See trainierten die Einsatzkräfte das Vorgehen bei Personen, die ins Eis eingebrochen sind. Laut Bernd Bauer, Tauchereinsatzführer der Berufsfeuerwehr Stuttgart, seien solche Übungen selten möglich, da geeignete Eisflächen nur bei außergewöhnlichen Wetterlagen zur Verfügung stünden.
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Im Mittelpunkt der Übung standen unterschiedliche Rettungstechniken, der Einsatz von Sicherungsleinen, Spezialausrüstung sowie die Absicherung der Einsatzkräfte. Bauer betonte, dass es sich um eine sehr spezielle Einsatzlage handle, da die Eisstärke nicht überall gleich sei und Kälte, rutschige Oberflächen sowie wechselnde Witterungsbedingungen die Arbeit erheblich erschwerten. Besonders kritisch sei der Zeitfaktor: Bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt zähle jede Minute, da der Körper sehr schnell auskühle.
Beide Feuerwehren verbinden die Übungen mit klaren Warnhinweisen an die Bevölkerung. Zugefrorene Gewässer sollten grundsätzlich nicht betreten werden. Auch StadtRaum Trier macht deutlich, dass keine vereisten Wasserflächen im Stadtgebiet freigegeben sind, da das Eis nicht durchgehend tragfähig ist. Die Feuerwehr Stuttgart warnt zudem, dass steigende Temperaturen und Plusgrade das Eis zunehmend feucht und instabil machen und damit sowohl Selbstrettung als auch eine Rettung durch Einsatzkräfte deutlich erschweren.
Freiburg & Kehl ( Eide BW) sind auch fleissig am üben. So ein Wetter will genutzt sein!