Eutin (SH) – Auf der B76 zwischen Eutin (Landkreis Ostholstein) und Bösdorf (Kreis Plön) hat sich am Donnerstagabend ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Gegen 17:30 Uhr stießen nach Polizei- und Feuerwehrangaben ein SUV und ein landwirtschaftliches Gespann, bestehend aus Traktor mit Frontgewicht und Grubber, frontal zusammen. Der Fahrer des SUV verstarb noch während der Befreiungsarbeiten im Fahrzeugwrack.
Der SUV wurde beim Frontalzusammenstoß mit dem Traktor völlig zerstört. Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die Unfallstelle. Foto: NEWS5 | Höfig
Die Wucht des Aufpralls schleuderte sowohl Traktor als auch Pkw von der Fahrbahn. Der SUV wurde stark deformiert, der Fahrer im Wagen eingeklemmt. Kräfte der Feuerwehren Eutin und Neudorf leiteten sofort eine Crashrettung ein und versuchten gemeinsam mit dem Rettungsdienst, den Mann zu befreien. Auch ein Rettungshubschrauber landete an der Unfallstelle. Trotz aller Maßnahmen verstarb der Fahrer noch im Fahrzeug.
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Der Traktor geriet nach der Kollision in Brand. Der Fahrer konnte sich zwar selbst retten, erlitt jedoch schwere Verletzungen und wurde mit einem Notarzt in die Universitätsklinik Lübeck gebracht. Der Traktor brannte vollständig aus.
Um 17:56 Uhr wurde die Feuerwehr Bösdorf nachalarmiert. Wie die Wehr in den Sozialen Medien berichtete, war die Brandbekämpfung beim Eintreffen bereits weitgehend abgeschlossen. Die Kräfte aus Bösdorf stellten mit zwei Fahrzeugen und 6.000 Litern Wasser vorsorglich die Löschwasserversorgung sicher und banden auslaufende Betriebsstoffe. „Danke an alle eingesetzten Einsatzkräfte für die gute, kreisübergreifende Zusammenarbeit“, schrieb die FF Bösdorf.
Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort, darunter etwa 60 von der Feuerwehr. Zusätzlich zum Rettungsdienst war auch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Einsatz. „Diese hat sich um zwei betroffene Zeugen gekümmert und auch um den einen oder anderen Feuerwehrkameraden oder -kameradin“, erklärte Florian Wrage, Gemeindepressesprecher der Feuerwehr Eutin.
Zeugen berichteten zudem von Explosionen nach dem Zusammenstoß. Nach Einschätzung des Gemeindepressesprechers handelte es sich dabei wahrscheinlich um platzende Reifen oder andere Fahrzeugteile. Druckgasflaschen oder ähnliche Behältnisse seien nicht betroffen gewesen. Als die Feuerwehr eintraf, waren die Explosionsgeräusche schon nicht mehr zu hören.
Die Bundesstraße blieb mehrere Stunden voll gesperrt. Ein Sachverständiger untersucht nun die Unfallursache.