Sonntag, 28. Mai 2017

Ein Feuerwehrgerätehaus, das keiner will

30. März 2016 von  

Bissingen (BY) – Im Bissinger Ortsteil Göllingen (Kreis Dillingen) soll das Gerätehaus der Feuerwehr erneuert werden. Allerdings müssen dabei, um eine Förderung der Bezirksregierung zu erhalten, geltende Normen eingehalten werden. Die würden zu einem Luxusgerätehaus führen, dass keiner der Verantwortlichen haben möchte, heißt es in einem Bericht der „Augsburger Allgemeinen“. So müsste beispielsweise ein 9,50 Meter langer Stellplatz gebaut werden. Die Wehr mit 30 Aktiven verfügt aber nur über einen Tragkraftspritzenanhänger. Ebenso müsste im Umkleideraum konstant auf 22 Grad geheizt werden. Dabei fahren die Kräfte der Feuerwehr gerade mal eine handvoll Einsätze im Jahr.

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Hier geht’s zum Orginalbeitrag: „Feuerwehr: Luxusgerätehaus für einen kleinen Ortsteil“ (29. März 2016, Augsburger Allgemeine)

Symbolbild: Dunkelheit im Feuerwehrhaus.

Kommentare

2 Kommentare zu “Ein Feuerwehrgerätehaus, das keiner will”
  1. Uli sagt:

    Die absurde deutsche Regelungswut!

  2. Christian Brenner sagt:

    Was ist denn daran absurd? Die Bezirksregierung gibt eben Steuergelder nur für Vorhaben aus, die zukunftssicher und den geltenden Vorschriften (bspw. Arbeitstäätenverordnung betreffend der Raumtemperatur) entsprechen. Ein TSA ist sicher kein Einsatzmittel mehr, dass den Anforderungen an eine Brandbekämpfung in der heutigen Zeit gerecht wird. Also plant man besser einen Stellplatz für wenigstens ein TSF-F oder MLF ein, damit man in 5 Jahren nicht wieder neu bauen muss. Das Maß von 9,5 m liest sich zwar „gigantisch“, ist aber nachdem man die in der UVV vorgeschriebenen Sicherheitsabstände um das Fahrzeug herum berücksichtigt hat, keineswegs überzogen.

    Es ist sicher das gute Recht der Kameraden weiter in einer etwas größeren Garage ihren Dienst zu verrichten, wenn das Land aber seinen finanziellen Beitrag leisten soll, dann muss man sich eben an gesetzliche Vorgaben halten. Eigentlich ist alles im Interesse der Wehr, wenn auch vielleicht nicht im Interesse des Gemeindekämmerers.

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