Donnerstag, 24. August 2017

Wenn Falschparker die Feuerwehr behindern

5. Mai 2017 von  

Nürnberg – Ostermontag, 4 Uhr in der Nacht, Feuer im Nürnberger Stadtteil Maxfeld. Als die Feuerwehr eintrifft brennt es im dritten Obergeschoss eines Wohnhauses. Die Einsatzkräfte wollen den Brand von Außen über eine Drehleiter bekämpfen. Doch ein falsch geparkter Pkw macht ein schnelles Aufstellen der DLK unmöglich, berichtet das Nachrichtenportal „Nordbayern.de“. Der Drehleiter-Maschinist muss zentimetergenau rangieren, um das Fahrzeug in Stellung zu bringen. Solche Situationen bei Feuerwehr Einsätzen sind nach Aussage der Nürnberger Berufsfeuerwehr keine Einzelfälle.

Hier geht’s zum Originalbeitrag: „Brand in Maxfeld: Falschparker behinderte Feuerwehr“ (19. April 2017, Nordbayern.de)

Mainz: Feuerwehr kommt nicht durch

In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz hat die Freiwillige Feuerwehr Bretzenheim gemeinsam mit den Verkehrsbehörden eine Durchfahrtsübung angesetzt. Dabei entlarven sie Falschparker und prüfen, welche ausgezeichneten, regulären Parkflächen Einsatzfahrten behindern könnten. Mit dabei war der SWR für einen Beitrag in der Landesschau Rheinland-Pfalz.

Hier geht’s zum Video: „Wenn Falschparker die Feuerwehr ausbremsen“ (5. Mai 2017, SWR)

Berliner Feuerwehr lässt Falschparker abschleppen

Die Berliner Feuerwehr hat in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt Falschparker im Bezirk Treptow-Köpenick abschleppen lassen. Rundfunk Berlin Brandenburg berichtet, dass Montagabend zahlreiche Fahrzeuge umgesetzt worden seien, welche die engen Straßen zugeparkt hatten. Für Löschfahrzeuge und Drehleitern hätte es im Notfall kein Durchkommen gegeben. Mit dieser geplanten Aktion wollten Ordnungsamt und Feuerwehr die Anwohner sensibilisieren, in den engen Straßen angemessen zu parken und vor allem vor Kreuzungen ausreichend Platz zu lassen.

Hier geht’s zum Original-Beitrag: „Feuerwehr setzt Falschparker um“ (25. April 2016, Rundfunk Berlin Brandenburg)

Kein Durchkommen für die Feuerwehr in Kiel

Zu große Fahrzeuge für zu enge Straßen. Die Berufsfeuerwehr Kiel steht vor einem großen Problem. Immer wieder sind Falschparker der Grund dafür, dass die Feuerwehr im Stadtgebiet nicht schnell genug am Einsatzort sein kann. Im Schleswig-Holstein Magazin begleitete der NDR die Kollegen der BF und des Ordnungsamt auf ihren Kampf gegen die Falschparker. Feuerwehrmann Günther Lorenz stellt schon zu Beginn des Beitrags klar: „Notfalls, wenn Menschenleben in Gefahr sind, hätte ich auch kein Problem damit einen Spiegel abzufahren“.

Hier geht´s zum Originalbeitrag: „Wenn Falschparker die Feuerwehr behindern“ (12. Januar 2017, NDR)

Zugeparkte Feuerwehrzufahrt

Sehr gefährlich wird es auch, wenn Falschparker Feuerwehrzufahrten blockieren. Dann muss die Feuerwehr das Hindernis erst aus dem Weg räumen, bis sie zum Brandobjekt vorrücken können. So vergehen wertvolle Sekunden oder gar Minuten. Wir erklären in unserem Themenspecial, was es bei Feuerwehrzufahrten zu beachten gibt.

>>Hier geht’s zum Download

 

Bürger wehren sich gegen Falschparker

In Dortmund setzten sich die Bürger nach einem Bericht der „Ruhrnachrichten“ nun selbst gegen die Falschparker zur Wehr. Sie schrieben in den vergangen sechs Wochen rund 576 Anzeigen und leiteten diese an das Ordnungsamt weiter. Wichtig ist bei dieser Art privater Anzeigen vor allem, dass für das Gericht verwertbare Angaben wie Tag, Uhrzeit, Ort, Fahrzeug und Kennzeichen notiert werden. Und Beweisfotos helfen ebenfalls. In Zeiten von Smartphones eigentlich kein Problem.

Hier geht’s zum Orginalbeitrag: „Falschparker-Melder – Notwehr oder Denunziantentum?“ (13. August 2016, Ruhrnachrichten)

App „Wegeheld“ gegen Falschparker

Falschparker via App melden und öffentlich machen, das ist schon grenzwertig. Aber falsch parken ist nun mal ordnungswidrig. Also darf sich „Täter“ nicht beschweren, oder? Trotz gewisser offener Fragen zu Datenschutz und Co. hat sich die App Wegeheld etabliert, eine erhebliche Reichweite aufgebaut. Zudem wird sich von vielen Verkehrsverbänden und -institutionen unterstützt.

>>Hier könnt Ihr Euch informieren.

Falschparker: Feuerwehr muss für Schaden zahlen

Wenn jede Sekunde zählt, kann es vorkommen, dass die Feuerwehr auf ihrer Einsatzfahrt einen Falschparker mit dem Feuerwehrauto zur Seite schiebt. Blechschäden und Lackkratzer sind dann die Folge. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, muss dafür aber nicht der Falschparker selbst, sondern die Feuerwehr aufkommen. Nach dem Verkehrsrecht gilt in solch einer Situation das bewegte Fahrzeug als Unfallverursacher. In Düsseldorf beispielsweise mussten in diesem Jahr bislang 16 Blechschäden, die an falsch geparkten Fahrzeugen entstanden, aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Durchschnittlich sind es jedes Jahr etwa 25 Fälle. Zwar wäre es möglich, eine Teilschuld einzuklagen. Die Kosten dafür wären aber höher, als einfach den Schaden zu übernehmen. Auch in Düsseldorf sind zur Verbesserung der Parksituation ab dem Herbst Kontrollfahrten geplant.

Hier geht’s zum Originalbeitrag: „Feuerwehr zahlt für Schäden bei Falschparkern“ (19. August 2016, Rheinische Post)

Blechschäden bei Feuerwehr Einsatzfahrt

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Kommentare

1 Kommentar zu “Wenn Falschparker die Feuerwehr behindern”
  1. Kaufbeuren sagt:

    Im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz hat die Feuerwehr den Kampf gegen einen Falschparker verloren. Denn hier darf nun ein Schuldirektor ohne Konsequenzen in der beschilderten Feuerwehrhzufahrt der Schule parken. Nach Anrufen bei Ordnugsamt kamen diese mehrere Male vorbei, auch die Polizei, und erteilte Strafzettel. Dann wurde dem Direktor von der Stadtverwaltung eine Sondergenehmigung erteilt und seitdem darf der Direktor sein Fahrzeug in der Feuerwehrzufahrt der Schule parken, Polizei und OA schreiten nicht mehr ein. Im Falle eines FW Einsatzes wäre der Direktor nicht gefährdet, denn im Gegensatz zu den Kindern im zweiten Stock, hat er eine Tür in seinem Erdgeschossbüro, die direkt ins Freie führt… http://www.gustav-leutelt-schule.de/

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