Sonntag, 20. August 2017

Auto-Kältemittel als brennbar eingeschätzt

9. August 2013 von  

München/Berlin – Seit geraumer Zeit schwelt auf europäischer Ebene eine Auseinandersetzung zwischen Fahrzeugherstellern, Politik und Verbraucherschützern über mögliche Gefahren des neuen Kältemittels „R1234yf“. Diese chemische Substanz, die in Auto-Klimaanlagen zum Einsatz kommt, ist nach Angaben des ADAC brennbar und könnte sich bei einem Unfall in giftige, für Verkehrsteilnehmer hochgefährliche Säuren verwandeln.

Jetzt hat das Kraftfahrtbundesamt (KBA) das vorläufige Ergebnis einer Sicherheitsüberprüfung veröffentlicht, teilte der Automobilclub mit. Laut der vom TÜV Rheinland im Auftrag des KBA erstellten Risikobewertung könne – je nach Fahrzeugkonstruktion – eine erhöhte Brandgefahr durch nach einem Unfall ausströmendes Kältemittel bestehen.

Der ADAC fordert alle Fahrzeughersteller auf, durch eine sachgerechte Konstruktion des Kältesystems die Gefahren des Kältemittels „R1234yf“ bei einem Unfall zu neutralisieren oder am besten gleich auf ein ungefährliches Kältemittel wie CO2 zu setzen. Tests des Automobilclubs hätten gezeigt, dass Kohlendioxid als umweltfreundliche und sichere Alternative bestens geeignet ist.

Fahrzeugbrand in Bruchsal (Archivfoto): Auch die Feuerwehr muss bei einem Pkw-Brand mit dem Austritt des Kältemittel "R1234yf" rechnen. Foto: Heinold/Feuerwehr

Fahrzeugbrand in Bruchsal (Archivfoto): Auch die Feuerwehr muss bei einem Pkw-Brand mit dem Austritt des Kältemittel „R1234yf“ rechnen. Foto: Heinold/Feuerwehr

Kommentare

4 Kommentare zu “Auto-Kältemittel als brennbar eingeschätzt”
  1. Gerrit sagt:

    Nicht umsonst weigert sich Daimler das Mittel zu verwenden

  2. Christian Pannier sagt:

    >>ist schon toll wenn man sowas im auto hat und
    >>nicht weiß wie gefährlich des zeug ist

    Im Vergleich zu Ottokraftstoff (der um ein vielfaches mehr im Auto vorhanden ist!), ist R1234yf eher harmlos (erforderliche Zündenergie ist grob das 2000-fache von Ottokraftstoff, Ex-Bereich kleiner, Zündtemperatur deutlich höher). So what?

  3. Bastian sagt:

    Ottokraftstoff ist aber Keineswegs in seiner Giftigkeit mit dem bei der Verbrennung von R1234yf entstehenden Fluorwasserstoff/Flusssäure vergleichbar

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