Sonntag, 26. März 2017

Augen auf – Erkrath hat pinkes Löschfahrzeug

29. Juni 2015 von  

Erkrath (NW) – „Sehen und gesehen werden“ ist ein wichtiger Leitsatz, wenn es um die optische Wahrnehmung von Einsatzfahrzeugen geht. Die Feuerwehr Erkrath kann sich sicher sein, dass ihr neues Hilfeleistungslöschfahrzeug jedem ins Auge sticht – denn es ist pink. Die ungewöhnliche und zugleich mutige Farbwahl ist Bestandteil einer offensiven Aktion, um auf die akute Situation der freiwilligen Feuerwehren aufmerksam zu machen.

Das pinke Löschfahrzeug der Feuerwehr Erkrath zur Aktion "Augen auf!". Foto: Feuerwehr Erkrath

Das pinke Löschfahrzeug der Feuerwehr Erkrath zur Aktion „Augen auf!“. Foto: Feuerwehr Erkrath

Feuerwehrarbeit, besonders wenn sie ehrenamtlich mit viel Engagement und Idealismus getätigt wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Darauf will die Freiwillige Feuerwehr Erkrath mit ihrer gewagten Kampagne „Augen auf“ aufmerksam machen. Mit dem pinken (oder auch magentafarbenen) Löschfahrzeug wollen die Erkrahter Kameraden in der Bevölkerung auffallen, zum nachdenken anregen und zum mitmachen animieren.

Artikelempfehlung: Das Geheimnis des rosa HLF

Der Merseyside Fire & Rescue Service in Großbritannien besitzt ein rosafarbenes Hilfeleistungs-Löschfahrzeug auf Scania-Fahrgestell. „Lilly The Pink“ – so der Spitzname – gehört zum regulären Fuhrpark der Wehr. Lesen Sie mehr in der digitalen Ausgabe des Feuerwehr-Magazins 11/2012!

Vorstellung des pinken Löschfahrzeugs mit geheimnisvoller Einladung

Bei der feierlichen Übergabe am vergangenen Samstag, stand der Leiter der Feuerwehr Erkrath, Guido Vogt, über 200 verwunderten Gästen gegenüber. Die Einladungskarten und Hinweise im Internet waren mit dem Spruch „Wir trauen uns was!“ sehr geheimnisvoll und haben neugierig gemacht. Das neue Fahrzeug mit seiner markanten Farbgebung ist aber nicht nur ein Einsatzfahrzeug, welches die hauptamtlichen Kräfte der Wehr zukünftig als Erstangreifer nutzen, sondern es soll auch als Botschafter fungieren. Die Feuerwehrleute werden Vereine und Institutionen in Erkrath damit besuchen und so mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen.

Das pinke Löschfahrzeug der Feuerwehr Erkrath zur Aktion "Augen auf!". Foto: Feuerwehr Erkrath

Das pinke Löschfahrzeug der Feuerwehr Erkrath zur Aktion „Augen auf!“. Foto: Feuerwehr Erkrath

Aktion zum Mitmachen im Internet – Fotos vom pinken Löschfahrzeug

Die Menschen, die auf das mit pinker Folie beklebte Fahrzeug treffen oder es vorbeifahren sehen, sollen es fotografieren oder sich selbst mit ihm ablichten lassen. Die so entstandenen Bilder sollen im Internet auf einer eigenes für das Löschfahrzeug in Magenta erstellten Facebook-Seite (Link) hochgeladen werden. Das Bild mit den meisten Likes wird am Ende der Imagekampagne prämiert.

Kommentare

4 Kommentare zu “Augen auf – Erkrath hat pinkes Löschfahrzeug”
  1. Manfred Rößler sagt:

    Ist dies nun auch schon eine Auswirkung der aktuellen Diskussion zur
    *Schwulen- und Lesbenthematik* oder hier kann hier jemand auf Steuerzahlerskosten seinen Spieltrieb ausleben?
    Anders gefragt: Hat diese Feuerwehr keine anderen Sorgen?

  2. Jörg Ludewig sagt:

    Augen Auf?
    Bei der Farbe schwellen mir die Augen zu.

  3. Sven Böhm sagt:

    Nette Aktion, jedoch kenne ich aus meiner Jugendzeit ein schöneres Fahrzeug!
    Die FFw Thalfang in Rheinland-Pfalz, wo ich zur Jugendfeuerwehr ging hatte damals ein TLF 16/25 (sofern ich mich richtig erinnere) in Rosa im Dienst. Dies war ein Mercedes-Benz Hauber.
    Falls dies einer aus Thalfang liest, würde gerne wissen, obs dieses Fahrzeug noch gibt. 🙂

  4. Matthias sagt:

    Und das Ding bekommt die Abnahme der Feuerwehr-Unfallkasse als Einsatzfahrzeug??? Bzw. würde mich mal interessieren, was die Zulassungsstelle dazu sagt. Ich kann mich an Artikel im Feuerwehrmagazin erinnern, da hat die Zulassungsstelle die Zulassung eines MTF verweigert, weil es nicht das richtige Rot war.

    Mal im Ernst. Nette PR-Aktion, wenn man genug Geld im Stadtsäckel hat. Aber als Einsatzfahrzeug völlig untauglich (ich meine die Farbe und nicht die technische Ausstattung).

Kommentare

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