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Wer kommt beim Alarm zum Einsatz? Reichen die Kräfte aus? Welche technischen Lösungen bietet der Markt für einen schnellen Überblick?
Sicherheit im Einsatz

Tipps zur Bekämpfung von Flächen- und Waldbränden

Viele Flächenbrände und Waldbrände sehen anfangs ganz harmlos aus. Doch innerhalb weniger Minuten kann sich die Lage dramatisch zuspitzen. Diese Gefahr wird vielfach unterschätzt. Deshalb verunglücken Jahr für Jahr zahlreiche Feuerwehrleute bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden. Wir erklären Euch, worauf es ankommt.

Bei der Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden kann es sehr schnell passieren, dass die Flammen die vorgehenden Kräfte einschließen. Deshalb immer die Flammenfront und die Windrichtung im Auge behalten. Foto: Timo Jann

Mittags an einem trockenen April-Tag gehen bei der Rettungsleitstelle einer deutschen Stadt mehrere Notrufe ein: starke Rauchentwicklung in einem Moorgebiet. Aufgrund der unklaren Lage wird großflächig alarmiert. Zehn freiwillige Feuerwehren, ein Zug der Berufsfeuerwehr und ein Polizeihubschrau­ber kommen zum Einsatz.

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>>Flächenbrand: Tipps für die Einsatztaktik<<

Es stellt sich den Einsatzkräften vor Ort ein ausgedehnter Gras- und Moorbrand dar. Die Flammenlänge und die Feuerintensität sind gering, doch die Rauchentwicklung erschwert die Lageerkundung. Plötzlich nimmt der Wind zu und eine Grasfläche zündet durch. Zwei Feuerwehrangehörige werden vom Feuer eingeschlossen und verletzen sich leicht. Durch das beherzte Eingreifen ihrer Kameraden können sie gerettet werden.

Dieser fiktive Einsatz macht deutlich, wie schnell sich bei Vegetationsbränden die Lagen ändern können. Die Gefahr wird häufig schlichtweg unterschätzt. Deshalb sollte darauf immer und immer wieder hingewiesen werden. Wie bei eigentlich jedem Einsatz gilt auch hier: Habe die Gefahren ständig im Blick!

Sehr sinnvoll für die Waldbrandbekämpfung:

>>Wie sich Geodaten im Großeinsatz nutzen lassen

Fälschlicherweise scheinen die Risiken und Gefahren bei der Waldbrandbekämpfung regional recht unterschiedlich verteilt. Nicht überall gibt es ausgedehnte Waldflächen. Grundsätzlich können solche Brände aber überall in Deutschland auftreten. So empfiehlt es sich, im Vorfeld eine einfach Risikoanalyse zu machen, um eine höhere Sensibilität für dieses Thema zu bekommen.

Flächen- und Waldbrände: Leitfragen für eine Risikoanalyse

1. Die erste und wichtigste Leitfrage für eine einfache Risikoanalyse lautet: Was für Vegetation gibt es in meiner Region? Von Stoppel- und nicht abgeernteten Getreidefeldern geht eine große Gefahr aus – doch gerade dieses Einsatzszenario wird häufig unterschätzt. Schnell wird bei Vegetationsbränden nur an ausgedehnte Waldbrände gedacht. Gras-, Getreide- und Stoppelfeldbrände – wohlmöglich in Zusammenhang mit einer brennenden landwirtschaftlichen Maschine – sind aber in fast allen Regionen möglich.

2. Zweite Leitfrage einer Risikoanalyse “Vegetationsbrandbekämpfung” kann sein: Wie ist die aktuelle Niederschlagshäufigkeit oder aktuelle Regensituation? Langanhaltende Trockenheit und Hitze steigern das Risiko deutlich. Aber beachte: Vegetationsbrände brechen nicht nur im Hochsommer aus. Auch längere Zeiten ohne Niederschläge im Frühjahr können zu Grasbränden führen.

3. Dritte Leitfrage: Welche Einsatzszenarien gab es in Bezug auf Vegetationsbrandbekämpfungen in der Vergangenheit? Dabei sollten übrigens nicht nur die vergangenen 20 Jahre betrachtet werden. Es empfiehlt sich, die letzten 50 Jahre zu begutachten.

4. Vierte Leitfrage: Welche Risiken gehen von den möglichen Szenarien aus und wie begegne ich denen? Wo grenzen beispielsweise Waldgebiete direkt an Wohnsiedlungen? Wo führen stark genutzte Straßen durch die gefährdeten Bereiche? In beiden Fällen könnte es zu „Personenschäden“ kommen.

Text: Ann-Christin Westphal

Achtung! Große Gefahr von Flächen- und Waldbränden

Im Sinne des Vorbeugenden Brandschutzes sind die Feuerwehren gefragt, die Bevölkerung zu warnen und zu informieren.

Die Feuerwehr Hamburg informiert über die aktuellen Gefahren und gibt wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten:

  • Keine Zigarettenkippen achtlos aus Fahrzeugen oder Zügen wegwerfen.
  • Grasflächen und Feldwege mit Fahrzeugen nicht befahren oder auf ihnen parken. Der Katalysator oder heiße Auspuff kann das trockene Gras entzünden.
  • Kein Grillen und offenes Feuer im oder am Wald und in Parkanlagen nur auf hierfür vorgesehenen Grillplätzen und -flächen.
  • Grillkohle nach Gebrauch sorgfältig ablöschen. Auf keinem Fall unbeaufsichtigt zurück lassen.
  • Keine Glasflaschen achtlos wegwerfen. Glasscherben können wie Brenngläser wirken und Brände entfachen
  • Halten Sie Zufahrten zu Wäldern und Mooren und Feldwege frei, so dass auch große Löschfahrzeuge die Einsatzorte schnell erreichen können.

Solltet Ihr einen Wald- oder Flächenbrand bemerken, wählt sofort den Notruf 112 der Feuerwehr! Beschreibt was brennt, wo die Rauchentwicklung oder das Feuer zu sehen ist und weist die Einsatzkräfte ein. 

 

Wie hoch ist die Waldbrandgefahr aktuell?

Wie hoch ist die Waldbrandgefahrenstufe aktuell in meiner Region? Der Deutsche Wetterdienst ermittelt tagesaktuell die Gefahrenstufe für Waldbrände und veröffentlicht diese auf seiner Website. Dabei gibt es eine Gefährdungsskala ausschließlich für Waldbrände sowie den Grasland-Feuerindex für Flächenbrände. Flächenbrände (am Boden) treten im Gegensatz zu Waldbränden häufiger auf.

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Das ganze Ausmaß und die Hintergründe: Spezial-Einsatzbericht, Experten-Interview, THW-Einsatz.

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