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Krank zum Feuerwehreinsatz - was ist erlaubt?
Empörung über nächtliches Martinhorn

Nach Pöbelei gegen Feuerwehr: Mann muss 2.700 Euro zahlen

Chemnitz (SN) – “Die Arschkrampen von der Feuerwehr mussten kilometerlang mit Martinhorn durch menschenleere Straßen fahren, damit auch ja alle geweckt werden. Unverschämt”, hatte ein 52-jähriger Chemnitzer im Februar auf Facebook geschrieben. Der Stadtfeuerwehrverband Chemnitz erstattete daraufhin Anzeige. Nun muss der Mann für seine Beleidigungen 2.700 Euro zahlen. Das Geld, so die Auflage des Gerichts, soll laut “Freie Presse” der Feuerwehr zugutekommen.

Symbolfoto: Jan-Erik Hegemann

Rund 60 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie freiwillige Feuerwehren mehrerer Stadtteile bekämpften Anfang Februar den Brand einer großen Lagerhalle eines ehemaligen Brennstoffhandels. Anwohner hatten am 3. Februar frühmorgens einen Knall gehört und daraufhin einen Notruf abgesetzt.

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Mit Blaulicht und Martinhorn waren die Feuerwehrleute gegen 4 Uhr zum Einsatzort ausgerückt. Diese Geräuschkulisse passte einem Anwohner seiner Zeit gar nicht. Um seinem Ärger Luft zu machen, veröffentlichte er eine beleidigende Äußerung auf Facebook. Darin bezeichnete er die Feuerwehr als “Arschkrampen”.

 

Die pauschale Beleidigung eines ganzen Berufsstandes sowie vieler freiwilliger Feuerwehrleute wollte der Stadtfeuerwehrverband Chemnitz nicht auf sich sitzen lassen. Der Verband erstattete Anzeige gegen den Mann.

Gestern stand der mittlerweile 52-Jährige deswegen vor dem Amtsgericht. Wie die “Freie Presse” berichtete, räumte der Beschuldigte vor Gericht die Beleidigung ein und entschuldigte sich bei den Feuerwehrleuten. Inhaltlich sei er aber allerdings bei seiner Kritik geblieben. Das Martinhorn solle anderen Verkehrsteilnehmern zeigen, dass sie Vorrang gewähren müssen. Aber um diese Uhrzeit seien die Straßen menschenleer, sagte er.

Kein Wegerecht im Verkehr ohne Martinhorn und Blaulicht 

Doch nach der Straßenverkehrsordnung können die Feuerwehrleute zur eigenen Sicherheit nicht anders. Die regelt nämlich in Paragraf 38: Wenn Einsatzfahrzeuge das Wegerecht überhaupt in Anspruch nehmen wollen, müssen sie Blaulicht und Martinhorn einsetzten.

Am Ende einigten sich laut der Zeitung alle Parteien darauf, das Verfahren gegen den Angeklagten einzustellen. Dieser muss nun allerdings binnen 4 Wochen einen Betrag von 2.700 Euro zahlen. Das Geld soll dem Stadtfeuerwehrverband zugutekommen.

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