Wind und Gasflaschen erschweren Löscharbeiten

Explosionen bei Brand zweier Fahrzeuge

Schwaigern (BW) – Ein brennendes Elektroauto hat am Montagmorgen in Schwaigern, Kreis Heilbronn, einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Die Flammen griffen auf ein Wohnmobil über, in dem sich Gasflaschen befanden. Durch den schnellen Aufbau von Riegelstellungen verhinderte die Feuerwehr ein weiteres Übergreifen auf ein angrenzendes Wohngebäude.

Beim Eintreffen der Feuerwehr standen Pkw und Wohnmobil in Vollbrand. Aufgrund explodierender Gasflaschen und starker Windböen bauten die Einsatzkräfte Riegelstellungen zu den Nachbargebäuden auf. (Bild: Feuerwehr Schwaigern)

Um 7:38 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Schwaigern mit dem Stichwort „Rauchentwicklung Wohngebäude – E-Auto brennt an Fassade stehend“. Beim Eintreffen standen sowohl das an einer Ladesäule angeschlossene Elektrofahrzeug als auch das daneben abgestellte Wohnmobil in Vollbrand.

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Hohe Dynamik durch Gasflaschen und Wind

Aufgrund der im Wohnmobil gelagerten Gasflaschen kam es infolge der Hitzeeinwirkung zu Explosionen. Zudem begünstigten starke Windböen die Ausbreitung der Flammen. Nach Angaben von Kommandant Sandro Esslinger entwickelte sich zu Beginn eine hohe Flammendynamik.

Zwei Trupps nahmen unter Atemschutz die Brandbekämpfung auf. Wegen der Gasflaschen löschten die Einsatzkräfte aus geschützter Position. Parallel bauten sie Riegelstellungen zu benachbarten Gebäuden auf, um ein Übergreifen zu verhindern. Das Feuer konnten die Kräfte nach kurzer Zeit unter Kontrolle bringen.

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Im Anschluss kontrollierte die Feuerwehr das angrenzende Wohnhaus mit einer Wärmebildkamera. Um mögliche Glutnester auszuschließen, öffneten die Einsatzkräfte Teile der Fassadendämmung und entfernten beschädigtes Material. Da kontaminiertes Löschwasser in die Kanalisation gelangt war, zog die Einsatzleitung die Untere Wasserbehörde hinzu.

Bewohner im Krankenhaus – hoher Schaden

Drei Personen wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, nachdem sie Rauchgase eingeatmet hatten. Neben Elektroauto und Wohnmobil beschädigte das Feuer weitere Fahrzeuge sowie ein angrenzendes Wohnhaus und ein gegenüberliegendes Gebäude. Die Polizei geht von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Die Schadenshöhe wird auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt.

Das ausgebrannte Elektroauto vor der Fassade eines Wohnhauses. Die Hitze beschädigte den Eingangsbereich, Teile der Dämmung musste die Feuerwehr später öffnen und entfernen. (Bild: Feuerwehr Schwaigern)

Im Einsatz waren Kräfte aus Schwaigern und dem Stadtteil Massenbach mit KdoW, MTW, LF 10, HLF 20, DLK 23/12 sowie ein weiteres LF 10. Rettungsdienst, Polizei und Untere Wasserbehörde unterstützten. Während des Einsatzes kam es durch die starke Rauchentwicklung zu Beeinträchtigungen auf der Bundesstraße 293, eine Sperrung war jedoch nicht erforderlich.

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