Haag am Hausruck (Oberösterreich) – In der Nacht auf Freitag ist in Aubach im Bezirk Grieskirchen ein landwirtschaftliches Anwesen in Brand geraten. Ein Stalltrakt stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand. Ein Großteil der Tiere konnte gerettet werden, rund 20 Jungrinder verendeten jedoch im Feuer.
Mit der Drehleiter bekämpfen Einsatzkräfte in der Nacht den Großbrand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Haag am Hausruck. Teile des Stalltrakts stehen in Flammen, dichter Rauch zieht über den Vierkanthof. (Bild: Team Fotokerschi | Kerschbaummayr)
Gegen 0:55 Uhr bemerkte die 42-jährige Hofbesitzerin nach Angaben der Landespolizeidirektion Oberösterreich ungewöhnliche Geräusche. Zunächst hielt sie diese für Hagel. Als sie aus dem Fenster sah, brannte der obere Bereich der Stallung bereits. Die Frau setzte umgehend den Notruf ab und begann noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr, Tiere ins Freie zu bringen.
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Vor Ort leitete die Feuerwehr eine Lageerkundung ein und startete parallel die Brandbekämpfung sowie die Rettung weiterer Tiere. Aufgrund der exponierten Lage des Vierkanthofes und der schwierigen Löschwasserversorgung löste die Einsatzleitung Alarmstufe 3 aus. Insgesamt rückten 13 umliegende Feuerwehren mit etwa 185 Einsatzkräften an.
Um ausreichend Löschwasser bereitzustellen, verlegten die Kräfte zwei Zubringleitungen von jeweils rund zwei Kilometern Länge. Starker Wind und große Mengen gelagerten, trockenen Heus im Stallbereich erschwerten die Arbeiten und begünstigten die Brandausbreitung. Einen angebauten, hinteren Teil des Stallgebäudes konnten die Einsatzkräfte halten.
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Nach Angaben der 42-jährigen Besitzerin befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nur einige der 168 Rinder und Jungrinder im Stall. Derzeit geht man davon aus, dass etwa 20 Jungrinder verendeten. Ein Feuerwehrmann erlitt während des Einsatzes außerdem einen Kreislaufzusammenbruch und kam zur Behandlung in ein Krankenhaus.
Nach behördlicher Freigabe sind umfangreiche Abräum- und Nachlöscharbeiten geplant. Das im Gebäude gelagerte Heu soll mithilfe eines Baggers ausgeräumt und am Boden endgültig abgelöscht werden. Die Ermittlungen zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe dauern an.