Lkw fährt in Feuerwehrfahrzeug: zwei Tote

Schnaittach (BY) – Bei einem schweren Unfall auf der A 9 sind am Dienstagnachmittag ein Feuerwehrmann und ein Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Ein Lastwagen war gegen ein Feuerwehrfahrzeug geprallt, das eine Unfallstelle absichern sollte. Ein weiterer Feuerwehrmann erlitt schwere Verletzungen.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 15 Uhr zwischen Schnaittach und Lauf/Hersbruck (Kreis Nürnberger Land). Der 29-jährige Fahrer eines BMW war auf der rechten Spur auf einen vor ihm fahrenden Mercedes-Sattelzug aufgefahren. Dabei hatte er sich leichte Verletzungen zugezogen, mit denen er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Der tschechische Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Unfall mit Feuerwehrfahrzeug auf der A 9: ein Lkw war gegen diesen Schlauchwagen geprallt. Foto: News5/Göppert
Unfall mit Feuerwehrfahrzeug auf der A 9: ein Lkw war gegen diesen Schlauchwagen der Feuerwehr Schnaittach geprallt, der eine Unfallstelle absichern sollte. Foto: News5/Göppert (Bild: (c) Copyright Medienhaus Nuernberg)

Zwischenzeitlich war die Freiwillige Feuerwehr Schnaittach (Kreis Nürnberger Land) zu Räumungs- und Absicherungsmaßnahmen an der Unfallstelle alarmiert worden. Etwa 30 Minuten später prallte ein Scania-Sattelzug frontal gegen den auf der rechten Fahrspur abgestellten Schlauchwagen der Feuerwehr. Dabei wurden zwei Feuerwehrmänner, die sich auf der Fahrbahn aufhielten, erfasst. Trotz Reanimationsmaßnahmen eines Notarztes und weiterer Rettungskräfte verstarben der Fahrer des Sattelzuges und ein Feuerwehrmann noch an der Unfallstelle. Der zweite Feuerwehrmann erlitt schwere Verletzungen und kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik. Acht weitere Feuerwehrleute erlitten einen Schock, Kriseninterventionskräfte kümmerten sich noch vor Ort um sie.

Die Lkw-Fahrerkabine wurde bei dem Unfall abgerissen. Foto: News5/Göppert (Bild: (c) Copyright Medienhaus Nuernberg)

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ist zur Klärung der Unfallursache ein Sachverständiger hinzugezogen worden. Die Verkehrspolizeiinspektion Feucht nimmt die Unfälle auf. Die BAB 9 bleibt in Fahrtrichtung München bis auf weiteres gesperrt.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. um andere zu helfen und dann selber sterben – so stell ich mir das ehrenamt vor … muss doch net sein
    mein beileid an die familie

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Mein aller herzlichstes Beileid!
    Und das trotz Blaulicht und Verkehrswarntafel 🙁

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Na das sieht nicht gut aus. Leider passiert es in letzter Zeit zu oft. Und dann noch Polizisten mit den Händen in der Tasche.

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. Meine herzliche Anteilnahme für alle Beteiligten und Feuerwehranghörigen.
    Ich wünsche allen viel, viel Kraft und Zusammenhalt in der kommenden Zeit.

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Mein Beileid an die Kameraden.
    Wann hört dieser Irrsinn endlich auf ? Tagtäglich sterben Menschen,
    Weil LKW auf Stauenden oder Fahrzeuge auf dem Standstreifen auffahren.
    Kann mir keiner erzählen, das es da keine technischen Lösungen geben soll.
    Und wann werden solche unaufmerksamen Spinner
    endlich so bestraft, das es richtig weh tut ?

    Auf diesen Kommentar antworten
  6. Mein Beileid an die Familie des verstorbenen Feuerwehrkameraden. Und gute Besserung an den Kammerad.

    Auf diesen Kommentar antworten
  7. @ Hans Suira: Falls es Ihnen entgangen sein sollte: der Lkw-Fahrer ist an den Folgen des Unfalls veerstorben. Da stellt sich die Frage der Strafbarkeit nicht mehr!

    Mein Beileid!!!

    Auf diesen Kommentar antworten
  8. Unser tiefstes mitgefühl gilt der familie des beim Einsatz verstorbenen Kameraden,und dem schwerverletzten kameraden wünschen wir baldige Genesung!!!Den Kollegen von der FFW Schnaittach wünschen wir für die kommenden zeit viel Kraft und zusammenhalt.. Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr!!!!

    Auf diesen Kommentar antworten
  9. Warum? Mein herzliches Beileid an die Hinterbliebenen. Viel Kraft für die kommende Zeit. Seien Sie alle behütet.

    Auf diesen Kommentar antworten
  10. Trauerflor an alle Feuerwehrfahrzeuge.

    Wir fühlen mit Euch Kameraden!

    Auf diesen Kommentar antworten
  11. Unsere Gedanken dieser Tragödie liegen bei der Familie und den Kammeradinnen und Kameraden des verstorbenen Feuerwehrmannes,der bei seiner Ausübung als Floriansjünger sein Leben verlor.

    Freiwillige Feuerwehr Mühlau

    Auf diesen Kommentar antworten
  12. Den Angehörigen des verstorbenen Kameraden und denen des LKW-Fahrers herzliches Beileid und Stärke für die folgenden Wochen und Monate, so auch für den schwerverletzten und dessen Angehörige. Hört auf hier so populistisch zu argumentieren, auch der LKW-Fahrer wird es letztendlich nicht so geplant haben, Unglücke passieren, warum-weshalb-wieso wird immer zu hinterfragen sein. Tragisch für alle Beteiligten, aber wir Feuerwehrkameraden wissen auch welchem Risiko wir uns aussetzen, wem dass nicht klar ist sollte sich nochmal Gedanken darüber machen, ob im Innenangriff, ob im nächtlichen Einsatz, bei Sturm, Hochwasser, Starkregen bei Gefahrguteinsätzen und für die Kameraden mit Autobahnabschnitten schon erst Recht, wir riskieren immer alles! Und genau dass ist der große Unterschied zu den 75% der Bevölkerung die sich nicht ehrenamtich engagieren und auch nicht im Rettungs- und Schutzdienst tätig sind.

    Auf diesen Kommentar antworten
  13. Ich bin selbs in der feuerwehr aber so was habe ich nicht elebt ich trau um die kolegen aus beyern

    Auf diesen Kommentar antworten
  14. I just heard from that here in Belgium. All my thoughts to my German colleagues and their families… It’s so sad.

    Auf diesen Kommentar antworten
  15. Beileid den Hinterbliebenen,dem Verletzten FF-Mann baldige Besserung.
    Allen FF- Männern und Frauen ein gutes Einrücken nach jedem Einsatz.
    Danke,dass es Euch gibt!

    Auf diesen Kommentar antworten
  16. R.I.P.
    Gott zur Ehr dem Nächsten zur Wehr!

    Auf diesen Kommentar antworten
  17. Aus einem Routiuneeinsatz wird eine Tragödie! Der Feuerwehr Schnaittach und allen Angehörigen drück ich mein aufrichtiges Beileid aus!

    Auf diesen Kommentar antworten
  18. Mein Beileid und Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen des Feuerwehrmannes.
    Auch ich habe während meiner Dienstzeit in der Feuerwehr gefährliche Situa-
    tionen auf Autobahnen erlebt und bin einmal durch einen Sprung über die Leit-
    planke dem Tod entronnen, weil ein LKW fahrer besoffen war.

    Auf diesen Kommentar antworten
  19. Sehr schlimme Geschichte, auch wenn mir die verstorbenen leid tun so muss ich selbst als Lkw Fahrer sagen das so etwas nie ganz auszuschließen geht. Da würde noch nicht mal die neu entwickelte brems Automatik helfen weil ein Lkw nen viel längeren Bremsweg hat. Was dagegen helfen würde wäre mehr Vorsicht und Abstände einhalten.

    Es gibt ziemlich viele Kollegen die alle möglichen Regeln bewusst und mit zu geringer Vorsicht missachten, ich erlebe es Täglich selber auf der Autobahn wenn sie z.B. im Überholverbot überholen oder andere Sachen . Das geschieht meistens wegen dem Druck dem sie ausgesetzt sind was jedoch kein Grund für ein solches Vehlverhalten rechtfertigt.
    Man müsste wirklich härter durchgreifen.
    Mfg

    Auf diesen Kommentar antworten
  20. Mein beileid das ist wahnsinnig das sowas vorkommt pennen die am steuer oder was soll sowas
    Mein beileid an die familie des verstorbenen kameraden und gute besserung für den verletzten
    gott zu ehr den nächsten zur wehr

    Auf diesen Kommentar antworten
  21. @Hans Suira
    Für neue Fahrzeugemodelle ist der Abstandshalte Assistent bereits Pflicht. Ab Ende 2015 auch für alle neu zugelassenen Fahrzeuge.
    Der LKW-Fahrer ist gestorben, ich kann mir fast keine schlimmere Strafe vorstellen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  22. Herzliches beileid der familie des versorbenen kameraden und baldige genesung des verlezten kameraden
    gott zu ehr dem nächsten zur wehr

    Auf diesen Kommentar antworten
  23. Leider wird das noch so lange vorkommen bis man die Strafen so hoch setzt das die Unternehmer nicht mehr dafür sorge tragen das die Fahrer total übermüdet fahren müssen. Die Industrie trägt leider auch viel zu sehr dazu bei, durch Termindruck und Strafen bei Verspätung. Ich bin selber lange Jahre gefahren und kann nur sagen das die Fahrer es auch selber in der Hand haben wie viel sie sich gefallen lassen. Leider sind die Gesetze in den Osteuropäischen Ländern aber viel zu lasch und die Gewinnspanne ist bei den dort ansässigen Unternehmen dazu noch sehr Hoch, so das jegliche strafen im Nirvana verpuffen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  24. triste y lamentable echo fortaleza a sus familiares y compañeros … este tipo de siniestro estamos inmerso ,, en nuestra profesion

    Auf diesen Kommentar antworten
  25. Mein Herzliches Beileid an die Angehörigen und die Kameraden. Viel Kraft in der Schweren Zeit.

    Auf diesen Kommentar antworten
  26. Mein herzliches Beileid den Angehörigen beider verstorbener Personen, sowohl dem Feuerwehrkameraden, als auch dem LKW-Fahrer.

    Viele äußern sich hier bezüglich höhere Strafen, sowohl für LKW-Fahrer, also auch für die Speditionen. Dieses ist aber nicht der richtige Weg, denn die Todesstrafe verhindert ja auch keine Morde. Strafen kommen immer erst nach einer Tat und genau diese sollten wir verhindern.

    Das Verhindern von solch schweren Unfällen muss das Ziel sein. Da helfen Strafen kaum weiter. Das Einzige, was hilft, ist eine bessere Absicherung von Gefahrenstellen. Dieses betrifft nicht nur die Feuerwehr, sondern auch z. B. die Straßenwärter und Bauarbeiter. Hier müssen sich Gedanken gemacht werden. Ein Verkehrsleitanhänger in Verbindung mit einem Löschfahrzeug alleine ist keine Lösung. Die Abstände zum eigentlichen Unfallort müssen vergrößert werden. In diesem Fall muss aber dafür gesorgt werden, dass die Fahrzeuge nach dem Passieren des Verkehrsleitanhängers nicht wieder auf die „gesperrte Fahrbahn“ fahren. Vielleicht kann es auch sinnvoll sein, einen MTW oder ähnliches schon vorher als „Hindernis“ aufzustellen, der teils auf dem Seitenstreifen und teils auf der Fahrbahn steht. Ein Fahrzeug kann ich mit Geld ersetzen, ein Menschenleben nicht. Natürlich verhindert ein „MTW als Prellbock“ keinen Unfall, wenn der LKW-Fahrer abgelenkt oder in den Sekundenschlaf gefallen ist. Durch den Unfall würde er aber vom Gas gehen und somit nach einer überschaubaren Strecke zum Stehen kommen und nicht mehr die eigentliche Unfallstelle erreichen. Vielleicht wäre auch ein Sicherungsposten mit einem Signalhorn sinnvoll, so wie es z. B. bei der Bahn eingesetzt wird, der ein Warnsignal abgibt, sobald er eine Gefahr für die Einsatzkräfte gibt. Bei den Straßenmeistereien gibt es teilweise schon „Rüttelstreifen“, die vor einem Verkehrsleitanhänger auf die Fahrbahn gelegt werden. Auch dieses könnte für die Feuerwehr sinnvoll sein.

    Ganz egal, welche Rückschlüsse aus diesem Unfall gezogen werden, ein Restrisiko wird es immer geben, so lange im fließenden Verkehr gearbeitet wird. Dieses muss uns bewusst sein, und dass nicht nur auf der Autobahn, sondern bei jeder Tätigkeit im Straßenverkehr, egal wo.

    Auf diesen Kommentar antworten
  27. Das ist eine Geschichte die kaum zu fassen ist und nachdenklich macht. Ich möchten den Angehörigen des Verstorbenen und den Kameraden der FF Schnaittach mein tiefes Mitgefühl aussprechen. Dem Verletzten Kameraden wünsche ich das er schnell wieder auf den Beinen ist.

    Kameradschaftliche Grüße aus Kiel

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: