Hubschrauberrettung aus Windenergieanlage

Thedinghausen (NI) – Einen spektakulären Rettungseinsatz flog am Dienstagvormittag die Besatzung des ADAC-Rettungshubschraubers „Christoph 26“ bei Thedinghausen (Kreis Verden). Mit der Seilwinde retteten sie einen Mann aus dem Maschinenhaus einer Windenergieanlage. Er hatte zuvor über akute Kreislaufbeschwerden geklagt.

Der 48 Jahre alte Mann nahm an einer Schulung teil, die in der Gondel einer Windenergieanlage (WEA) stattfand. Plötzlich klagte er über massive gesundheitliche Probleme, die auf einen Herzinfarkt hindeuteten. Der alarmierte Rettungsdienst konnte den Patienten aber unmöglich durch den engen Turm der WEA abtransportieren. Zur Unterstützung wurden von der Berufsfeuerwehr Hannover die Höhenrettungsgruppe angefordert, sowie der Rettungshubschrauber vom Nordwest-Krankenhaus in Sanderbusch bei Wilhelmshaven. Dieser verfügt über eine außen montierte Seilwinde.

Mit Unterstützung des ADAC-Rettungshubschraubers Christoph 26 konnte eine Person aus einer Windkraftanlage im niedersächsischen Thedinghausen gerettet werden. Foto: KFV Verden / Köster

Bis zum Eintreffen der Unterstützung aus der Luft, versorgten zwei Sanitäter und ein Notarzt den Mann in rund 70 Metern Höhe. Mit der Hubschrauberwinde wurde der Mann dann aus der Gondel geborgen und sicher zu Boden gebracht. Mitglieder der Ortsfeuerwehr Beppen halfen beim Tragen des Patienten zum Rettungswagen, damit er zu weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden konnte.

10 Kommentare zu “Hubschrauberrettung aus Windenergieanlage”
  1. Heinrich Deutschmann

    Das heißt immer noch GERETTET!!!!! und nicht GEBORGEN!!!!!!!

    und warum hat ihn der höhenrettung nicht einfach abgeseilt? wär sicher schneller gewesen als mit ein hubschrauber ?!

  2. Andreas Müller

    Gerade beim Feuerwehrmagazin hätte ich nicht erwartet, dass der Mann aus “der Gondel geborgen” werden musste.

  3. @Heinrich?

    Wenn er wirklich einen Herzinfarkt hatte,dann hätte er kollabieren können-nicht so schön,wenn er gerade abgeseilt wird.

  4. In dem Artikel steht nicht, dass die Höhenrettungsgruppe überhaupt schon vor Ort war, um den Patienten abseilen zu können.

    Thedinghausen liegt von Hannover aus ja auch nicht gerade um die Ecke, der RTH war vermutlich schneller vor Ort, der Patient musste schnellstmöglich ins Krankenhaus, somit die beste Lösung …

  5. @flo:
    Kollabieren kann er aber auch am Seil der Winde beim Winch-Vorgang. Diese Indikation dürfte kaum entscheidend sein. Maßgeblich ist der Zeitvorteil.

    @Deutschmann:
    Die Rettung mit Seilwinde ist die schnelleste Art, ein geeignetes Rettungsmittel verfügbar zu machen und einzusetzen. Bis nach oben gelangen und einfach abseilen ist nicht.

    @Me: Auch Höhenretter könnten mit Hubschraubern zur Einsatzstelle transportiert werden. Dazu sind jedoch die organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen.

    Insgesamt gesehen ein gutes Beispiel für die Einsatzmöglichkeiten eines Hubschraubers der Luftrettung, der zusätzlich mit einer Winde ausgestattet ist. Nicht übersehen darf man jedoch die Zusatzkosten der Ausstattung, der speziellen Ausbildung. Es gibt deutschlandweit keine Flächendeckung mit Winden. Derartige Einsatzspektren sind Gott sei Dank selten. Eine 100 %ige Abdeckung für alle Eventualitäten gibt es nicht.

    Nach wie vor stehen Hubschrauber der Luftwaffe mit Winde an drei Standorten und der Marine an zwei, bzw. einem Standort im Bedarfsfall auch für zivile Einsätze zur Verfügung. Deren Einsätze verlaufen meist nicht medienwirksam. Die Bundespolizei kann Hubschrauber mit Winde einsetzen, ebenso einzelne Staffeln der Länderpolizeien.

  6. ber­gen

    Wortart: starkes Verb

    Worttrennung:ber|gen
    Beispiele: [etwas in sich] bergen; du birgst; du bargst; du bärgest; geborgen; birg!

    Bedeutungsübersicht
    1.retten, in Sicherheit bringen

    Alles klar?

  7. Heinrich Deutschmann

    @ me,
    okey hast recht, ich habe mich verlesen… ich dachte das die höhenrettungsgruppe schon vorort war!

    @ Flo,
    nicht einfach so abseilen! dafür gibts ja eine schleifkorbtrage 😉 und 2 anschlagpunkte, den patienten in den korb einbinden und sichern, is jetzt echt nicht soviel aufwand!!!!!

    @ Dako,
    wäre dann die motto von vielen feuerwehren und das THW nicht redundant??
    Retten, Schützen, Bergen, Löschen ????????????

  8. @Heinrich^^

    das meinte ich auch so.

    Egal..die Person wurde gerretet

  9. @ Dako:
    Bei der Feuerwehr heißt bergen, dass die Person, die geborgen wird, schon tot ist. Gerettet wird eine Person, wenn diese noch lebt. Also im Endeffekt: Geborgen wird alles leblose, wie z.B. tote Menschen, Sachwerte usw. Gerettet werden lebende Lebewesen, wie z.B. Tiere und eben auch Menschen. Alles klar? 🙂

  10. Sebastian

    alles schön und gut was hier geschrieben wurde… aber war einer von Euch jehmals schon auf solch einer Anlage? Wisst ihr wie eng das teilweise dort oben ist?
    Ich denke mal die Personen die dort oben die Schulung gemacht haben, werden schon alle möglichkeiten einer Rettung durchgegangen sein und es für besser hielten den Hubschrauber zu bestellen (würde ich auch machen).
    1. alle Personen die dort oben arbeiten sind auf Rettungen geschuhlt
    2. auf fast allen WKA’s gibt es Rettungsgeräte
    3. wie war das Wetter? (Wind)
    4. ablassen der HiloPe (Hilflose Person)nur in seinem Gurt durch ein Rettungsseil ist ungünstig da es zu einem Hängetrauma kommen kann und das kann erst recht tötlich sein.

    Ps: Dieser Weg der Rettung war der richtige!!!!!

    Ich arbeite auf solchen Anlagen und bin auch nebenbei noch in der FFw
    daher kann ich behaupten , das ich weiß von was ich spreche.

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