Sicherheit: Fernsehturm Stuttgart geschlossen

Stuttgart (BW) – Der Stuttgarter Fernsehturm ist aufgrund von Brandschutzmängeln für den Besucherverkehr geschlossen worden. Wie der SWR berichtet, könnte es sich um eine dauerhafte Schließung des 217 Meter hohen Turmes handeln. Im Brandfall würde eine Evakuierung des Turmes mindestens eine Stunde dauern. Der 1956 errichtete Turm gilt als eines der Wahrzeichen der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Er zog jedes Jahr mehrere Hunderttausend Besucher an.

Artikel: “Fernsehturm für immer geschlossen?” (SWR, 27. März 2013)

16 Kommentare zu “Sicherheit: Fernsehturm Stuttgart geschlossen”
  1. Was bitte genau hat sich seit der Eröffnung geändert? Der Turm ist der gleiche, wie bei der Eröffnung! Wie kann sich bitte im Laufe der Zeit das Risiko für Besucher verändern? Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand! Genau der gleiche Unsinn wie bei Veranstaltungen! Das was 20 Jahre funktioniert hat und als sicher galt, ist auf einmal eine Gefahr für Leib und Leben! Wir machen uns selbst kaputt!

  2. V.Clemens

    @Bernd + S.Schenk:
    Wer sagt denn, das es erst jetzt aufgefallen ist?
    Ist es nicht möglich, das es schon seit Jahren bekannt war und der Chef der Stadtverwaltung(OB) nicht wolte das es bekannt wird? Wäre das so unwahrscheinlich in unserer heutigen Politiklandschaft?
    Stuttgart hat jetzt einen neuen, unbelasteten OB. Und neue Besen kehren ja bekanntlich gut…
    Wer möchte, das der turm weiter betrieben wird, kann sich ja bestimmt melden und sagen:”Hey, mach auf das Ding, geht alles auf meine Kappe”

  3. wie in Hamburg…, der Fernsehturm dort ist auch bereits schon seit Jahren bis auf weiteres geschlossen !

  4. #Bernd
    Du hast sicher recht, am Bauwerk selber wird sich nicht viel verändert haben, aber die Brandschutzbestimmungen sind im Laufe der Jahre angepasst worden.

  5. Andreas

    Die Vorschriften ändern sich eben. Vor 50 Jahren war ja auch kein Rauchmelder in einer Wohnung Pflicht. Die Entwicklung in der Branderforschung und -ermittlung geht halt weiter und dadurch kommen auch andere Vorgaben.

  6. V.Clemens

    @margit: In Hamburg ist der wegfall EINER Atraktion aber zu verkraften.
    In Stuttgart ist aber DIE Atraktion betroffen. Und ob die andere,geplante, so fertig wird, ist fraglich…
    Fraie nach Andreas Müller(SWR3) : Das schönste an Stuttgart ist die Autobahn nach Karlsruhe.

  7. Christian

    @Bernd:
    >>Das was 20 Jahre funktioniert hat und als sicher galt,
    >>ist auf einmal eine Gefahr für Leib und Leben!

    Genau wie die Loveparade. Die hat auch 20 Jahre wunderbar funktioniert.
    Und wenn dann was passiert stellen sich irgendwelche Schlauberger hin und schreien “Warum muss immer erst was passieren?”

  8. Reinhard L.

    Ob die jetzigen Ratsherren und Verantwortlichen der Hysterie zum Opfer gefallen sind oder deren Vorgänge einfache nur “gepennt” haben kann ich nicht nachvollziehen. Fakt für mich ist das Stuttgart eine meiner beliebtesten Attraktionen verliert. Glauben kann man das eigentlich nicht! Was ist los im Musterländle???’

  9. Ich finde den zeitgemässen Trend schlimm, dass aufgrund immer strenger werdender Sicherheits-, Arbeitsschutz-, Nachhaltigkeigkeits- und sonstiger Bedenken bestehende Infrastrukturen zurueckgefahren werden und die Schaffung neuer Infrastrukturen erschwert wird (“dank” EU- aber auch neuer einheimischer Richtlinien, die teilweise stark uebertrieben sind).

    Vieles, wie unser Fernsehturm, hat ja jahrzehntelang gut funktioniert, da muss man jetzt nicht panisch in Aktionismus verfallen. Ja, ich weiss die Loveparade… aber nach der Logik muss man alles, was ansatzweise Gefahren- und Katastrophenpotenital hat (z.B. Auto- Bahn und Flugverkehr) abschaffen. Bitte die Kirche mal im Dorf lassen, sonst werden wir vollends ein Verbots- und Blockadestaat!

  10. V.Clemens

    @Konny: Falscher Ansatz: es gibt Leute(Feuerwehr/Bauaufsicht) deren Aufgabe es ist, bestehende Gesetzte/Verordnungenanwenden MÜSSEN, weil es schlicht und einfach ihr beruf ist. Und diese Leute sind dann, verständlicherseits, nicht bereit eine so große verantwortung auf sich zu nehmen. Und gemäß der alten Amtsweisheit, Melden macht frei, geben sie die Entscheidung nach oben weiter. Und hier, also bei OB als höchstem , ist man wohl zu dem Schluß gekommen, das die gefährdung so hoch ist, das man diese Verantwortung nicht übernehmen kann/will.
    Zur Erinnerung: Ein fernsehnturm dient dazu, Antennen für Fernsehn, radio und Telefon hoch in die Luft zu halten. Das da Leute aus Spaß runtergucken können ist nur eine Zusatzfunktion. In etwa so wichtig wie die Funktion des Schminkspiegels beim Autofahren.
    Und da der besitzer des Turmes ja über fast grenzenlose Finanzmittel verfügt, steht es diesem ja frei ihn wieder zugänglich zu machen.

  11. schauläufer

    Äh ne Herr Clemens

    sie sind ja ein ganz schlauer. Dieser Turm ist ein in die “Fern-Seh-Turm” also ein Aussichtsturm. Davon gibt es massig in Deutschland die diesen Zweck erfüllen. Gesendet wird von dort schon lang so gut wie nix mehr. Und wegen dem Radiosignal wird der SWR doch diesen Turm nicht die nächsten Jahrzehnte in Schuß halten. Das geht billiger. Antennen kann man auf andere hohe Gebäude setzen. Also an die Experten und Fachleute: Hallo, die Leute dort brauchen Einnahmen. Und wie einige schon gemerkt haben. Touristisch bringt es einen Synergieeffekt ins Städtle.

    Offen bleiben, Klaus

  12. Hier jetzt Parallelen zur Loveparade zu ziehen ist doch etwas daneben.
    Die hat 20 Jahre funktioniert weil sie auf einem geeigneten, da freien, Gelände stattgefunden hat.
    Ausser ein paar Büschen und Wasserflächen gab es im Tiergarten keine Engstellen wo so eine Katastrophe hätte passieren können.
    Auch der ÖPNV lief dort über viele Bahnhöfe und Linien in ausreichender Entfernung zur 4 km langen Strecke.
    Passiert ist die Katastrophe erst, als ein raffgieriger OB die gesamten Besuchermassen unkoordiniert durch einen Tunnel zwängte.
    Die Veranstaltung selbst besaß ja genug Evakuierungsflächen (gesperrte Autobahn).

    Das Risiko im Fernsehturm hingegen besteht seit Jahrzehnten.
    Es wird jedoch nur inzwischen anders gewichtet als noch zuvor.
    Lösungsmöglichkeiten sind aber evtl. in Berlin zu finden.
    Dort sind unter der Aussichtskugel zwei Rettungsringe in die die Besucher während einem Brand bis zu dessen Löschung evakuiert werden.

  13. Bojan

    Nach obigen Ausführungen müsste man Verkehrsflugzeuge auch abschaffen. Im Falle eines Brandes gibt es keine geeigneten Evakuierungsmöglichkeiten und eine Landung dauert ja auch mindestens 30 Minuten.

  14. Marius Segenfeld

    Es ist vollkommen richtig, dass Gebäude geschlossen werden, wenn Brandschutzmängel bestehen. Aber warum werden diese Mängel nicht behoben? Es gibt doch Spezialisten auf diesem Gebiet.

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