Feuerwehr-Fusion zur Kostensenkung

Höchst (HE) – In der Gemeinde Höchst im Odenwald (Odenwaldkreis) soll noch in diesem Jahr die Fusion der Feuerwehren Höchst und Pfirschbach erfolgen – um Kosten zu sparen. Das berichtet die Zeitung “Echo” in ihrer Online-Ausgabe. Schon im Vorjahr hatte die CDU einen Antrag gestellt, die Zahl der Ortsfeuerwehren von sechs auf drei zu reduzieren. Ein Vertreter des Gemeindevorstandes berichtete bei der Hauptversammlung der Feuerwehr, dass die Bevölkerung die Feuerwehr durchaus kritisch sehe, hieß es in dem Artikel des “Echo”. Grund sei, dass die Wehr einen großen Posten im Gemeindehaushalt darstelle. Als Beispiele galten die Kosten für den Digitalfunk (100.000 Euro) und die Beschaffung einer Drehleiter (250.000 Euro).

Artikel: “Weitere Feuerwehr-Fusionen unvermeidbar” (echo-online.de, 6. März 2014)

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17 Kommentare zu “Feuerwehr-Fusion zur Kostensenkung”
  1. Fakt ist doch dass sie um die DL nicht herrumkommen wenn die Vorgeschrieben ist und mit 250ts € haben sie schon ein billiges Modell. Fakt ist auch wenn die Rettungsfristen nicht eingehalten werden dann wird es nicht nur gemecker geben sondern auch Klagen und dass wird richtig Teuer (1 Toter lt Lebensversicherung ca 3 Millionen € plus Sachschaden…) . Aber die dortigen Politiker sollten dann evtl mal an ihre Aufwandsentschädigungen ran (sind garantiert auch paar Tausender im Jahr)dass sind nähmlich die laufenden Kosten. Selbst wenn sie die Feuerwehr halbieren, bleiben die Kosten der DL (und ihr Unterhalt) sowie ca 50000€ für den Digitalfunk. Die Kosten lassen sich also max. um 50ts € senken und dass sind einmalige und keine laufenden Kosten.

  2. Typisch sesselfurzer keine Ahnung von unserer arbeit haben aber so ein scheiß machen wollen ich bin für mehr und besser ausgestattete wehren statt weniger. Man muss bedenken das nach 10 min der erstangriff erfilgt sein muss.

  3. Was für Argumente!? Die Anschaffung des Digitalfunks und einer Drehleiter sind einmalige, bzw. langfristige Investitionen. Nächstes Jahr “spart” die Stadt/Gemeinde diese Kosten doch so oder so wieder ein.

  4. Ich kann die obigen Kommentare nicht wirklich nachvollziehen. Fakt ist doch, dass fast alle Kommunen salopp gesagt pleite sind! Vom Bund und Land im Stich gelassen wissen sie nicht wie sie die immer größer werdenen Kosten wie für z.B. Sozialleistungen, KiTa Plätze, Strassensanierungen, etc. pp. stemmen sollen.
    Wenn ich ehrlich bin, sehe ich in meiner Wehr auch Fahrzeuge die überdimensioniert sind. Der Bevölkerung ist es schwer zu vermitteln, dass Sportplätze und Spielplätze nicht saniert werden und auch für Strassensanierungen etc. bei leerer Kassenlage kein Geld da ist. Die örtliche Feuerwehr aber z.B. ein neues LF bekommt.

    Ich bin auch dagegen, dass an der Sicherheit gespart wird. Kenne die Gegebenheiten in diesem Fall nicht, aber auf sich veränderte Gegebenheiten kann und muss reagiert werden. Auch wenn das heißt, dass Standorte zusammen gelegt werden.

  5. Ich kenne die dortige Situation nicht aber es geht wohl um Ortsfeuerwehren die wie es bei uns ist ( Niedersachsen ) die kleinste mögliche Feuerwehr ist also 1 LF und evt. Einen MTW. Es gibt dann eine größere Stützpunktwehr die sowieso IMMER mit raus fährt wenn dort etwas ist. Dir frage ist einfach ist es sinnvoll in einem Dorf bzw. Ortsteil mit 200-400 Einwohnern eine Feuerwehr zu betreiben ? Abgesehen davon das diese Wehr in ihren eigenen Ortsteil nur alle 2 Jahre mal 1 (!!) mal gerufen wird ist doch auch die Frage wie schnell sind sie dann ? Wenn die Stützpunkt-Wehr trotz bestehen einer Wehr in Ort X ist und diese trotzdem erst NACH der Stützpunktwehr eintrifft bzw. Zeitgleich Frage ich mich ob sowas sinnvoll ist ? Sry aber viele Ortsfeuerwehren sind überflüssig, eine Fusion mit anderen kann sogar sehr hilfreich sein. So würde sich die Ausbildung der Kameraden auch auf ein anderes Auto als ihr Dortiges LF beziehen 😉 Ortsfeuerwehren sind nur sinnvoll wenn diese im eigenen Ort auch Einsätze Haben und nicht nur mit zur Unterstützung raus müssen. Sie können auch nur sinnvoll sein wenn sie einsatzbereit ist und ich glaube in einen kleinen Dorf mit 200 Einwohnern ohne Betriebe ist das kaum vorzustellen. Viele kleine Wehren sind morgens wenn alle bei der Arbeit sind nicht einmal einsatzbereit

  6. Christian Pannier

    Eines der Kernprobleme bei (freiwilligen) Feuerwehren ist, dass der normale Feuerwehrangehörige nicht den Hauch ener Ahnung hat, was die Feuerwehr eigentlich kostet. Sätze wie
    “Die Anschaffung des Digitalfunks und einer Drehleiter sind einmalige, bzw. langfristige Investitionen. Nächstes Jahr “spart” die Stadt/Gemeinde diese Kosten doch so oder so wieder ein.”
    verdeutlichen das.
    Das eine DLK bei einem Kaufpreis von € 500.000 und einer planmäßigen Nutzungsdauer von 25 Jahren jedes Jahr alleine mit € 20.000 abgeschrieben wird (bei linearer Abschreibung über die geplante Nutzungsdauer) ist entweder nicht bekannt, oder wird glatt ignoriert. Dazu kommen die Betriebskosten.
    Bevor man also empört aufschreit und andere als “Sesselfurzer keine Ahnung” bezeichnet täte man gut daran, sich mal ein wenig mit dem Thema Kosten zu befassen. Dann wird man z.B. erkennen, dass schon bei der Feuerwehr einer Mittelstadt alleine die Versicherungsprämien jedes Jahr deutlich im fünfstelligen Bereich sind und dass auch Feuerwehrgerätehäuser Heiz-, Wasser- und Elektriziätskosten verursachen

  7. Freiwillige Feuerwehr besteht nicht nur aus Brandeinsätzen und Hilfeleistung im eigenen Ort. 1. Zum Hochwassereinsatz 2013 waren mehr als 90.000 Kameraden aus dem ganzen Bundesgebiet gefahren um zu helfen. Je mehr ich Feuerwehren zusammenlege, umso mehr reduziere ich auch die Gesamtstärke. Und ich glaube nicht, das solche Einsätze weniger werden, im Gegenteil. 2. Die Kameraden leisten auch ausserhalb der Einsätze wichtige Aufgaben, wie. z.B. Absicherung von Festumzügen, Brandwachen bei Feuerwerken und anderem. Dies wird meistens bei solchen Debatten vergessen. Ausserdem: Die Kosten für den Digitalfunk oder die Beschaffung einer Drehleiter werden durch diese Fusion nicht aufgehoben!

  8. Sueder80

    Lieber fusionieren als wegen Mitgliedermangel auflösen.

  9. Anscheind ist das zur Zeit große Mode , Feuerwehren zusammen zulegen um kosten zu sparen. Wenn eine kleine Ortswehr nicht mehr genug Personal hat und die Einsatzbereitschaft dadurch nicht mehr gewährleistet ist ,dann finde ich das ok wenn die Kameraden dann mit einer anderen Wehr zusammen gelegt werden ( nach dem Motto” gemeinsam sind wir stark” ) aber intakte Feuerwehren zu schließen weil gespart werden soll das ist armselig.

  10. ‘Ne Drehleiter für ‘ne 1/4-Million???
    Ist die von Hailo oder wo gibt’s die???

  11. Heute in Hessen (siehe in Hoechst/Hessen), morgen in Thüringen und übermorgen….?, auch in unserer Region? Ist ne gute Frage…. wer das jetzige System der freiwilligen Feuerwehren bei behalten möchte, muss in seinem Or die”Ärmel hochkrempeln” und selbst etwas dafür tun, also akiv, passiv oder fördernd seine Feuerwejr im eigenen Ort unterstüzen ! Der Komunalpolitik kann man es -leider- nicht verübeln, wenn sie sich mit dem Thema Feuerwehr und Kostensenkung auseinander setzt, schließlich müssen die Damen und Herren Poliker finanziell “über den Tellerrand schauen”. In diesem Sinne, packen wir`s an: F e u e r w e h r in j e d e m O r t…….., machen wir mit!

  12. Thomas Straub

    Zu dem Thema Fusionieren wegen Mitgliedermangel kann hier nicht die Rede sein, hier geht es rein um Kosten zu Sparen. Unsere Feuerwehr ist hier auch betroffen.
    Unser Standort ist einer der Drei die erhalten bleiben. Die beiden Feuerwehren Hassenroth und Hummetroth wurden letztes Jahr zusammengelegt (entfernungen der Wehren ca. 2 Km), dieses jahr sind es Pfirschbach und Höchst (entfernung ca. 4 Km) und im Nächsten Jahr soll dann Annelsbach/Forstel mit uns (Mümling-Grumbach) zusammengelegt werden (entfernung ca 2,5 Km). Ich persönlich frage mich, wie Kosten eingespart werden sollen aber auf der anderen Seite ein neues Feuerwehrhaus bauen will für die Feuerwehren Hassenroth und Hummetroth ( Neuer Name: Höchst West) Irgendwie komme ich mir dabei Verarscht vor, vor allem da das Feuerwehrhaus in Hummetroth noch relativ gut in Schuss ist ( ca 20 jahre alt)Aber Höchst hatte schon immer eine eigenartige Politik… da fängt man besser nicht an zu denken.

  13. Lars Maruhn

    Es ist Erstaunlich wie viele falsche Aussagen in dem Grundartikel sind.
    Die Leiter hat 750.000 € gekostet und es war richtig diese anzuschaffen. Gleichfalls ist es wichtig die Vereinsarbeit der Feuerwehren zu fördern, dieser Beitrag zum gesellschaftlichen Leben im ländlichen Raum ist unverzichtbar. Es muss aber auch klar gesagt werden, die Gemeinde hat eine Verantwortung gegenüber allen aktiven Einsatzkräften und der Bürgerschaft. Oftmals ist das ein schmaler Grat.
    Weiterhin haben die Feuerwehren den Beschluss zur Zusammenlegung im Rahmen des Bedarfs- und Entwicklungsplan mitbestimmt. Hier wurde beschlossen, dass von insgesamt 7 Ortsteilfeuerwehren auf 3 gegangen wird, auch weil es gerade Tagsüber im Bereich der aktiven mangelt und folglich die Gewährleistung zur Einsatzstärke nicht mehr möglich ist. Hier gibt es klare Gesetzliche Vorgaben wie im Einsatzfall auszurücken ist. In das ganze Thema war von Beginn an die Feuerwehrleitung einbezogen und die Politik hat das übernommen was in den Gremien mit Feuerwehr inklusive Kreisbrandinspektor ausgearbeitet wurde. In den Sitzungen der politischen Gremien war immer die Feuerwehrleitung anwesend und konnte Nachfragen schlüssig und kompetent beantworten.

    Hier wird auch die Zusammenlegung von den beiden OT-FW Hummetroth und Hassenroth angeführt, welche gerade mal 1 km auseinanderliegen. Ein Neubau oder anderweitige Lösung ist gerade aus meiner persönlichen Sicht wichtig, das ist nämlich auch ein Zeichen, dass die Gemeinde hinter den Wehren steht und die Kamaradschaft zwischen den “neuen” fördert. Das Zusammenwachsen und vor allem Reibungslose Zusammenarbeiten im Einsatzfall findet seine Grundlage in gemeinsamen Übungen und der Wartung sowie dem anschließenden Beisammensein, gerade dann sind zwei Stützpunkte kontraproduktiv.
    Der wichtige Bestandteil FFW in einer Gemeinde wird von jedem hoch geschätzt, sei es einerseits die Vereinstätigkeit mit einer sehr guten Jugendarbeit als Grundlage oder eben die aktive Arbeit im Einsatz.
    Keiner will hier etwas kaputt machen, jedoch muss man leider mit den Gegebenheiten Schritt halten und das erfordert oft die Zusammenlegung der Einsatzabteilungen (auch oft wegen fehlenden Führungspersonal – Wehrführung o.ä.). Ich sehe es positiv und denke, dass die unmittelbar Betroffenen die neue Herausforderung gerne annehmen und durch das gelebte kameradschaftliche Zusammenwirken gestärkt herausgehen. Die FW-Vereine und ihre Grundlagenarbeit bleibt davon unberührt und muss weiterhin stark gefördert werden.

    Ich hoffe etwas zu dem Thema beigetragen zu haben, was für einen breiteren Blick auf die Sache sorgt.
    Der Zusammenhang und auch Blick auf die Situation vor Ort ist wichtig, so sollte nicht einfach pauschal kommentiert werden.

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