Arbeitgeber halten Kameraden vom Einsatz fern

Oberhausen (NW) – Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oberhausen haben offenbar große Probleme. Ihre Arbeitgeber lassen sie nicht mehr so häufig zum Einsatz, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war, berichtet das Nachrichtenportal “WAZ”. Das Problem sei zwar nicht neu, aber es sei auch keine Besserung in Sicht. Dabei zahle die Kommune eine Entschädigung für entstandenen Ausfall. Vor rund zwei Jahren habe ein Kamerad sogar wegen einer Einsatzteilnahme während der Arbeitszeit seinen Job verloren.

Artikel: “Oberhausener Chefs wollen Wehrleute nicht mehr freistellen” (WAZ, 22. Oktober 2013)

70 Kommentare zu “Arbeitgeber halten Kameraden vom Einsatz fern”
  1. Thomas D

    Für deinen Lohn bekommt er Ausfall erstattet, wenn eine mehrere hundert Tausend Euro Maschine 3 Stunden steht, bekommt er nichts…

  2. Das ganze Thema ist ein ziemlich zweischneidiges Schwert.

    Man muss natürlich die Sicht der Feuerwehr verstehen, die die Leute braucht.

    Man muss aber auch die Sichtweise der Chefs verstehen, den Termin ist Termin und da zählt beim Auftraggeber die Aussage “meine Leute waren im Feuerwehreinsatz” sicherlich nicht.
    Konventionalstrafe und gut. Und das schadet der Firma und auch irgendwann dem Geldbeutel der Angestellten.

  3. Es ist aus Sicht des Arbeitgebers ist es verständlich aber wenn Er mal Hilfe bräuchte Tagsüber und keiner kommt dsnn wird wieder gesagt die Feuerwehr ….. Wir werden so oder so immer leider den kürzeren ziehen und uns was anhören dürfen … Es sollte aber den Gemeinden was daran liegen was dagegen zu tuen ….

  4. Für allen scheiß gibt dat Gesetze,in solchen fällen nicht ,wo Menschen
    Ehrenamtlich tätig werden um anderen den Arsch zu Retten! AG müssten Strafe zahlen wenn sie. Jemanden daran hindern,es ist Gefahr im Verzug !

  5. In unserer Wehr haben wir 52 Mitglieder. Von denen Arbeiten vielleicht noch ungefähr 17-20 im Ort oder in der Nähe. Von den dann auch nur noch die hälfte zum Einsatz darf. Ich selber Arbeite im Gartenbau und darf auch zum Einsatz wenn wir in der Nähe zum Feuerwehrhaus eine Baustelle haben.
    Einer Seitz kann ich die AG verstehen, wenn da Maschinen stehen bleiben und mehrere tausende Euro schaden verursachen. Aber es gibt ja nicht nur kleine Familien-Unternehmen. Wir haben bei uns eine Firma, glaub ca. 300 Mitarbeiter, die mal grad ne Gruppe Tagsüber mitbringt. Die stellen den ersten Abmarsch! Die Gemeinde macht aber auch nichts. Die sind die schlimmsten überhaupt. Ein FW´ler sitzt auf dem Amt im Büro und kommt nicht zum Einsatz. Die hätten dieses Jahr die Chance gehabt 2 Fw´ler im Bauhof einzustellen. Passiert ist nichts.
    Die ganze Zeit lese ich hier immer Ölspur und Katz im Baum, dafür komm ich nicht. Leute Einsatz ist Einsatz. Entweder lässt mich der Arbeitgeber ganz gehen oder nicht. Wir werden halt nun mal alarmiert bei solchen Einsätzen. Wenn der eine sich denk, ich fahr nicht, denken das zufällig noch 6 weitere und schon kann man nicht Rausfahren weil keiner da ist. Naja, auf jeden Fall muss da mal eine Regelung für AG und AN gefunden werden, sonst fährt bald keiner mehr zum Einsatz, weil die Feuerwehr zu gemacht worden ist.

  6. Was wäre wenn du Arbeitsunfähig(Krank) bist?
    Dann bekommt er ja auch keine Entschädigung wenn die Maschine steht und muss darüber hinhaust sogar noch Lohn vorzahlen.
    Ich finde die Arbeitgeber sollten nicht immer so ein großes TamTam draus machen!

  7. Jeder Arbeitnehmer sollte nur überlegen von wem er 1 mal im Monat sein Geld bekommt. Ich denke dann würdn solche Probleme garnicht erst enstehen.

  8. Atina Greb

    Es geht aber auch anders: Ich kenne einen Betrieb mit ca. 20 Mitarbeitern davon sind 3 in der Feuerwehr. Und bei ner Alarmierung sind alle drei weg. Und für den Chef ist das in Ordnung, auch wenn er bei diesen Freistellungen draufzahlen muss. Auf der anderen Seite trödeln die 3 auch nach einem Einsatz nicht noch rum, und sie können auch früher nach einem Einsatz wieder einrücken, wenn genug andere da sind, die grade frei haben.

  9. Walter A. Schaupp

    Wer löscht bei diesen Arbeitgebern, wenn es dort mal unter Tag brennen sollte?
    Und wenn sich die Zahl der Fehlalarme durch BMAn reduziert, muss der Feuerwehrmann nicht sooft unnötig vom Arbeitsplatz wegrennen!

  10. Aber wehe dem Chef die Bude brennt mal. Da kann der Chef nur hoffen, das er in einer Stadt mit 100.000 Einwohner, wohnt. Darunter, kommt immer die Freiwillige Feuerwehr.

  11. man solls ned sagen aber bei dem soll es brennen am tag und dann soll keine feuerwehr kommen wenn sie nicht von der arbeit weg dürfen sicherlich ist das ein schwieriges thema aber es geht um melnschenleben usw meine meinung aus bayern

  12. Ehrenämtler sollten bevorzugt eingestellt werden.Arbeitgeber für ihren Egoismus empfindlich bestraft werden. Soziales Engagement muss gefördert nicht bestraft werden. Der Arbeitgeber könnte auch eine Prämie bekommen, wenn er Ehrenämtler beschäftigt.

  13. Jost Lemke

    Dass die Sache nicht so einfach ist, haben ja die Vorredner schon angemerkt. Sinnvoller Weise muss dieses Thema stets einvernehmlich zwischen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und ggf. der Feuerwehrführung geklärt werden – keiner will da auf Dauer eine Konfliktsituation haben, Recht hin, Recht her.

    Was gerne übersehen wird: Der Arbeitgeber muss in NRW niemanden extra für den Einsatz freistellen; er wird rein rechtlich gar nicht “gefragt”:

    § 12 (2) S. 2 FSHG NRW
    [Bei Einsätzen] entfällt […] die Pflicht zur Arbeits- oder
    Dienstleistung.

  14. Alternative:

    Nur noch Hauptamtliche Kräfte und Finanzierung durch Gewerbesteuer, Hebesatz ab 500%!

  15. Anna Krähling

    Nun es ist doch eigentlich ganz einfach: Sofern ein Unternehmen einen Mitarbeiter freistellt, hat die Kommune (für die der Mitarbeiter ja dann tätig wird) den daraus entstandenen Ausfall und ggf. Schaden (Konventionalstrafe, etc) zu übernehmen. Es kann nicht sein, dass die Kostenlast bei dem Unternehmen verbleibt – erst Recht nicht, wenn jährlich Milliardenbeträge von der öffentlichen Hand sinnlos verschleudert werden. Der Rettungsauftrag liegt nunmal bei den Kommunen und nicht bei irgendwelchen Unternehmen, die Gewinne erzielen müssen (denn ohne Gewinn und nur vom Draufzahlen kann kein Unternehmen existieren).

  16. Feuerwehr

    @patrik. du bist ja hier der schlauste in der runde. wenn du irgendwo eingeklemmt im auto liegst und keiner kommt dir zur hilfe, weil jeder ans geld denkt, dann nützt dir deine kohle auch nix mehr!

  17. Aber Patric hat recht. So wie es hier im Bericht ja deutlich gesagt wird, bleibt einem als Arbeitnehmer ja nichts anderes, als so zu denken. Ich bekomme nunmal an meiner Arbeitsstelle mein Geld. Und jeder muss irgendwo in erster Linie an sich denken. Wenn er Familie etc. zu verpflegen hat, hilft ihm sein Ehrenamt im Endeffekt auch nichts, wenn er Arbeitslos ist.
    Wenn dich dein Arbeitgeber los werden möchte, findet er immer einen Grund…

  18. Michael S

    Ich denke hier ist die Politik gefragt!!!!

    Es muss dringend was fest geschrieben werden.
    Man kann nicht einerseits Kosten sparen durch FF’s und der Bürger muss leiden.

    Das funktioniert so nicht, zumal es für die Kameraden einer FF eine quasi doppelt Belastung ist…
    geht das in der BRD so weiter,- sehe ich schwarz für das Ehrenamt und Herzlich Willkommen Firma FAlk…..

    Wer soll das nur alles zahlen???

    Ein Umdenken muss her.

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