Erkrath (NW) – Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus am Eichendorffweg in Erkrath-Hochdahl (Kreis Mettmann) hat die Feuerwehr am Dienstag zwölf Menschen gerettet. Acht Personen wurden in Krankenhäuser gebracht, darunter drei leichtverletzte Feuerwehrangehörige. Der Brand zerstörte eine Wohnung vollständig. 87 Mieterinnen und Mieter konnten nicht in das Gebäude zurückkehren.
Einsatzkräfte der Feuerwehr Erkrath unter Atemschutz: Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem ein C-Rohr im Innenangriff, ein Löschrohr über die Drehleiter sowie ein B-Rohr im Außenangriff zum Einsatz. (Bild: Feuerwehr Erkrath)
Die Feuerwehr Erkrath wurde um 12:49 Uhr mit dem Einsatzstichwort „F2_Gebäude“ alarmiert. Gemeldet war ein Küchenbrand. Beim Eintreffen der ersten Kräfte zeigte sich an der Vorderseite des Gebäudes im Bereich des Laubengangs am Übergang zum Treppenhaus eine starke Rauchentwicklung.
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Noch während die Feuerwehr den ersten Löschangriff aufbaute, zündete die gesamte Wohnung im 2. Obergeschoss durch. Flammen schlugen aus den Oberlichtern auf den Laubengang sowie auf der Gebäuderückseite auf den Balkon. Zeitweise reichten sie dort bis zum 4. Obergeschoss.
Zur Brandbekämpfung nahmen die Einsatzkräfte ein C-Rohr im Innenangriff vor. Ein weiteres Löschrohr kam über die Drehleiter von außen zum Einsatz. Auf der Gebäuderückseite setzte die Feuerwehr zusätzlich ein B-Rohr im Außenangriff ein, um einen Flammenüberschlag zu verhindern.
Die Lage erschwerte sich durch umfangreiche Sanierungsarbeiten im und am Gebäude. Die Vorderseite des Mehrfamilienhauses war vollständig eingerüstet. Weil sich die Brandwohnung am direkten Zugang vom Laubengang zum Treppenhaus befand und Flammen auch in den Treppenraum schlugen, mussten die Einsatzkräfte mehrere Rettungswege nutzen.
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Insgesamt rettete die Feuerwehr zwölf Menschen über das Gerüst, über tragbare Leitern sowie durch den Treppenraum. Für die vorgehenden Atemschutztrupps gestaltete sich die Brandbekämpfung wegen der hohen Brandtemperatur im Treppenraum und auf dem Laubengang sehr schwierig.
Da mehrere Personen Rauchgase eingeatmet hatten, wurde zusätzlich das Einsatzstichwort „NA 5“ zur notärztlichen Versorgung von fünf verletzten Personen ausgelöst. Insgesamt sichteten und behandelten die Notärzte vor Ort zwölf Personen. Acht Personen kamen in umliegende Krankenhäuser, darunter drei leichtverletzte Feuerwehrleute.
Die Brandwohnung wurde vollständig zerstört und ist nun unbewohnbar. Auch das Treppenhaus ist stark mit Brandrauchrückständen kontaminiert. Wohnungen über und neben der Brandwohnung wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Für die 87 Mieterinnen und Mieter war eine Rückkehr in ihre Wohnungen nicht möglich. Da nicht alle Hausbewohnerinnen und Hausbewohner bei Bekannten oder Verwandten unterkommen konnten, richtete das DRK Erkrath eine Betreuungsstelle für rund 40 Personen in einer Turnhalle ein.
Aus der Brandwohnung im 2. Obergeschoss schlagen Flammen. Bei dem Wohnungsbrand in Erkrath-Hochdahl rettete die Feuerwehr zwölf Menschen aus dem Mehrfamilienhaus. (Bild: Feuerwehr Erkrath)
Im Einsatz waren die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Erkrath sowie die drei ehrenamtlichen Löschzüge Alt-Erkrath, Millrath und Trills. Zwei Löschgruppen der Feuerwehr Hilden unterstützten die Erkrather Kräfte. Um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherzustellen, besetzte eine Löschgruppe der Feuerwehr Mettmann die Erkrather Feuer- und Rettungswache.
Für die rettungsdienstliche Versorgung waren Rettungswagen der Feuerwehren Erkrath, Mettmann, Hilden, Haan und Ratingen sowie Notärzte aus Erkrath und des Kreises Mettmann vor Ort. Der Leitende Notarzt des Kreises Mettmann führte den Rettungsdiensteinsatz. Zusätzlich kam ein Gerätewagen Rettungsdienst der Feuerwehr Langenfeld zum Einsatz.
Zur Brandursache liegen keine Angaben vor. Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schadenhöhe wird nach Angaben der Feuerwehr im sechsstelligen Bereich liegen.