Vegetationsbrandbekämpfung

Erst geübt, fünf Tage später zweimal im Einsatz

Pattensen (NI) – Die Ortsfeuerwehren Schulenburg/Leine aus der Region Hannover und Adensen/Hallerburg aus dem Kreis Hildesheim trainierten noch am 7. August 2026 gemeinsam die Vegetationsbrandbekämpfung. Fünf Tage später folgten für die Feuerwehr Pattensen innerhalb weniger Stunden zwei reale Flächenbrände.

Bei der Vegetationsbrandübung am 7. August 2026 setzen die Ortsfeuerwehren Schulenburg/Leine und Adensen/Hallerburg ein Stoppelfeld kontrolliert in Brand, um verschiedene Methoden der Brandbekämpfung zu trainieren. (Bild: Feuerwehr Pattensen | Adensen/Hallerburg)

Für den Ausbildungsdienst entzündeten die Feuerwehren gegen 19 Uhr kontrolliert ein Stoppelfeld zwischen Adensen und Schulenburg. Dort erprobten die Einsatzkräfte unterschiedliche Möglichkeiten zur Bekämpfung von Flächen- und Vegetationsbränden. Zum Einsatz kamen unter anderem Feuerpatschen, Löschrucksäcke und wasserführende Fahrzeuge.

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Ein Schwerpunkt lag auf dem Pump-and-Roll-Verfahren. Dabei geben die Einsatzkräfte während der Fahrt Wasser über die Fahrzeugpumpe und angeschlossene Strahlrohre ab. Die Feuerwehren trainierten außerdem die Handhabung der Geräte sowie das gemeinsame Vorgehen bei einem Vegetationsbrand.

Die Übung verband zugleich zwei Ortsfeuerwehren über die Grenze zwischen der Region Hannover und dem Kreis Hildesheim hinweg. Schulenburg/Leine gehört zur Stadt Pattensen, Adensen/Hallerburg zur Gemeinde Nordstemmen.

Flächenbrand an einer Böschung

Am Mittwoch, den 12. August, dann wurden gegen 17 Uhr die Ortsfeuerwehren Jeinsen und Vardegötzen zu einem Flächenbrand im Bereich Meierkamp alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte eine rund 50 Quadratmeter große Fläche entlang einer Böschung.

Anwohner hatten bereits mit Gartenschläuchen Löschmaßnahmen eingeleitet und nach Angaben der Feuerwehr eine weitere Ausbreitung verhindert. Die Ortsfeuerwehr Jeinsen setzte die Brandbekämpfung fort und kontrollierte die Fläche auf Glutnester. Vardegötzen konnte die Anfahrt abbrechen. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte mit drei Fahrzeugen beteiligt. Zur Brandursache liegen bislang keine Angaben vor.

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5.000 Liter Wasser während der Sonnenfinsternis

Noch am selben Abend folgte der nächste Vegetationsbrand. Gegen 20 Uhr alarmierte die Leitstelle die Ortsfeuerwehren Jeinsen, Vardegötzen und Schulenburg/Leine zu einem Stoppelfeld in der Feldmark an der Schliekumer Straße.

Mehrere Stellen auf dem Feld brannten. Die Einsatzkräfte begannen mit der Brandbekämpfung und erhielten Unterstützung von einem ortsansässigen Landwirt. Er brachte ein Wasserfass mit 5.000 Litern Inhalt zur Einsatzstelle und stellte damit die Löschwasserversorgung sicher.

Während der Löscharbeiten auf dem Stoppelfeld war die in Deutschland nur partiell sichtbare Sonnenfinsternis bereits im Anmarsch. Im Hintergrund steht das 5.000-Liter-Wasserfass eines Landwirts, das zur Unterstützung der Löschwasserversorgung hinzugezogen wurde. (Bild: Feuerwehr Pattensen | Adensen/Hallerburg)

Nach Angaben der Feuerwehr war der Brand nach wenigen Minuten vollständig gelöscht. Anschließend folgten Nachlöscharbeiten. Sechs Fahrzeuge und insgesamt 42 Einsatzkräfte waren vor Ort. Zur Brandursache konnte die Feuerwehr keine Angaben machen.

Eine Besonderheit ergab sich nach Abschluss der Löscharbeiten: Bevor die Einsatzkräfte zu ihren Standorten zurückkehrten, konnten sie noch die letzten Momente der Sonnenfinsternis beobachten.

Die partielle Sonnenfinsternis über der Einsatzstelle in Pattensen. (Bild: Feuerwehr Pattensen | Adensen/Hallerburg)

Die Stadtfeuerwehr Pattensen weist angesichts trockener Witterung auf die Gefahr von Vegetationsbränden hin. Sie bittet insbesondere beim Umgang mit offenem Feuer und Zigaretten um Vorsicht.

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