Ermittlung gegen Unfallverursacher wegen Gefährdung des Straßenverkehrs

VW Bus stürzt auf A 4 beinah die Böschung herunter und verkeilt sich

Mühlberg (TH) – Glück im Unglück für ein Pärchen, das am frühen Samstagnachmittag zusammen in ihrem VW Bus auf der Bundesautobahn 4 im Kreis Gotha unterwegs war. Der Fahrer verlor an der Anschlussstelle Wandersleben die Kontrolle über sein Fahrzeug, der T6 kam von der Fahrbahn ab und verkeilte sich zwischen Hang und Leitplanke der Autobahnbrücke. Dort drohte der VW Bus auf die Ortsverbindungsstraße unter der Brücke zu stürzen.  

Der verunfallte VW T6 blieb zwischen dem Hang und der Autobahnleitplanke hängen. Die Kameraden aus Wechmar und Mühlberg sichern den Wagen. Foto: NEWS5 /Schuchardt

Der 19-Jährige Fahranfänger und seine gleichaltrige Freundin waren gegen 14 Uhr unterwegs in Richtung Frankfurt am Main. Plötzlich kam der VW Bus zwischen den Anschlussstellen Wandersleben und Gotha von der Fahrspur ab, laut Auskunft der Polizei vermutlich aufgrund von Sekundenschlafs des Fahrers. Der Wagen geriet auf Höhe der Brücke zur Ortsverbindung Mühlberg-Wechmar hinter die Leitplanke in die Böschung, raste ein Stück weiter und blieb schließlich mit dem Heck auf dem beginnenden Abhang und mit der Front an der Brückenleitplanke hängen. Beide Insassen konnten selbstständig und unverletzt den T6 verlassen. Dieser allerdings hing erst einmal in der Luft fest.

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Die FF Drei Gleichen (Ortswehr Wechmar und Ortswehr Mühlberg) waren von der Leitstelle mit dem Stichwort „Verkehrsunfall Pkw in Leitplanke“ alarmiert worden. Während die Kameraden aus Wechmar über die Ortsverbindung die Unfallstelle anfahren sollten, wurden die Mühlberger direkt über die Autobahn zur Einsatzstelle geleitet. Als sie eintrafen, leisteten andere Verkehrsteilnehmer bei dem jungen Mann und seiner Freundin erste Hilfe. Nach der Übergabe an den Rettungsdienst wurden sie vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

„Die Insassen hatten einen Schutzengel dabei und können sich glücklich schätzen, dass der Wagen durch die Brückenleitplanke gehalten wurde. Er hätte durch sein Eigengewicht auch herunterfallen können auf die Ortsverbindung in direkter Nähe“, beschreibt der stellvertretende Ortsbrandmeister der Gemeinde Drei Gleichen, Tino Hastolz, das von ihm und seinen Kameraden vorgefundene Szenario. „Wir konnten uns auf die Sicherung des Fahrzeugs sowie auf die Absicherung der Einsatzstelle konzentrieren, da die beiden Personen schon befreit waren und die Ortsverbindung abgesperrt worden war.“

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Die Ortswehr Mühlberg sicherte den VW Bus und durchtrennte mit einer hydraulischen Schere das Brückengeländer funkenflugfrei. Anschließend übernahm ein Bergeunternehmen den Abtransport des Unfallwagens. Mit 30.000 Euro wird der Sachschaden an dem Bus angegeben. Das beim Aufprall und der Bergungsaktion beschädigte Geländer wird mit zirka 10.000 Euro Schadenssumme veranschlagt. Die Tragfähigkeit der Brücke sei nicht beeinträchtigt. Vor Ort waren die Ortswehr Wechmar sowie die Ortswehr Mühlberg, Rettungsdienst, Autobahnpolizei und Bergungsunternehmen.

Dankbar über das schnelle Eintreffen der Einsatzkräfte war der Vater der Beifahrerin. Er half ebenfalls beim Umzug mit und befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls in einem weiteren Pkw unweit des Unfallorts. Seine Tochter sei ebenfalls bei der Freiwilligen Feuerwehr – nun sei sie selbst mal von Kollegen gerettet worden.

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