Pkw-Fahrer übersah Löschfahrzeug

Unfall mit LF: Acht verletzte Feuerwehrleute

Heiligenhafen (SH) – Die komplette Besatzung eines Löschgruppenfahrzeugs (LF 10/6) der FF Heiligenhafen (Kreis Ostholstein) ist am Montag bei einem Verkehrsunfall verletzt worden. Drei Kameraden mussten zum Teil schwerverletzt aus dem Fahrzeug befreit werden.

Bei einem Ausweichmanöver kippte das LF 10/6 der FF Heiligenhafen um. Acht Feuerwehrleute wurden verletzt. Foto: KFV Ostholstein/Hartmut Junge

Die FF Heiligenhafen rückte am Nachmittag mit zwei Fahrzeugen zu einem BMA-Alarm in die Nachbargemeinde Großenbrode aus. Nach Angaben des Landesfeuerwehrverbands (LFV) Schleswig-Holstein fuhren die Einsatzkräfte mit eingeschaltetem Sondersignal auf einer Vorfahrtsstraße. Nachdem das erste Fahrzeug eine Seitenstraße passierte, bog daraus plötzlich ein Pkw-Fahrer auf die Vorfahrtstraße ein.

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Der Maschinist des zweiten Löschfahrzeugs versuchte dem Pkw auszuweichen und geriet dabei auf eine abschüssige Fahrbahnbegrenzung. Bei dem Versuch gegenzulenken, geriet das LF in Schlieflage, kippte um und knallte mit der rechten Seite auf das Straßanbankett.

Wie der LFV weiter berichtet, konnten sich fünf Besatzungsmitglieder aus dem Fahrzeug befreien, drei blieben jedoch eingeklemmt. Die nachrückenden Kameraden der FF Großenbrode konnten die zum Teil schwer verletzten Feuerwehrleute aus dem Wrack befreien und dem Rettungsdienst übergeben.

Im Feuerwehr-Magazin August und September 2018 berichten wir ausführlich über Unfälle mit Tanklöschfahrzeugen.

  • Warum verunglücken immer wieder TLF?
  • Was können Feuerwehren dagegen tun?
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Laut offiziellen Angaben befinden sich die Verletzten nicht in Lebensgefahr. Der BMA-Alarm in Großenbrode stellte sich im Nachhinein als Fehlalarm heraus.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dann lieber drauf halten und einen verletzen als 8 Kameraden. Zudem muss das LF viel zu schnell gewesen sein, denn sonnst passiert sowas nicht!!

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  2. Definiere mal zu schnell….
    Wäre mit solchen Aussagen ganz vorsichtig. Wenn ca. 12 Tonne auf den Straßenbanket kommen und dieses nicht 100 Prozent fest ist, kann solch ein tragischer Unfall schon passieren….

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  3. Das meinen Sie doch nicht ernst. Draufhalten? Auch wenn ein Kleinkind im Kindersitz mitfährt? Oder nur wenn einer allein im Pkw sitzt? Und hängt das von der Anzahl der Kameraden im Fahrzeug ab? Bis 2 in den Graben, ab 3 voll drauf? Wägen Sie das ab? Und reagieren Sie in Bruchteilen von Sekunden immer so souverän und berechnend?

    Ich gehe davon aus, dass Sie selbst noch nie Feuerwehrfahrzeug während einer Einsatzfahrt gesteuert haben. Und das ist gut so und sollte so bleiben.

    Ich wünsche allen verletzten Unfallbeteiligten schnelle und vollständige Genesung und ansonsten immer unfallfreie Fahrt.

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  4. mit deiner Einstellung solltest du dich am besten im Keller einschliessen!

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  5. Das würde ich so nicht sagen. Auch ein Verletzter ist einer zu viel. Auch bei normaler Geschwindigkeit kann ein LF nach einem Ausweichmanöver kippen. Solche schlauen Sprüche sind überflüssig.

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  6. Das kann man doch von hier gar nicht beurteilen! Ich würde nicht sagen, dass es zwangsläufig zu schnell war.

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  7. Ich glaube nicht dass ein verantwortungsvoller Maschinist auf ein anderes Fahrzeug drauflos hält. Und zu schnell an der Stelle glaube ich auch nicht. Bin später an dem Unfall vorbeigekommen. Der Verursacher aus Schweden war sicherlich überfordert. Was uns wieder zur Frage zurück bringt, Alarmfahrten üben oder nicht?

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  8. Der schwedische PKW war mit 6 Personen besetzt! Ich denke das löschfahrzeug hätte einen normales Auto komplett zusammengeschoben. Dabei hätte es denke ich mehr als verletzte gegeben!

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  9. Die Schuldfrage lässt sich mit dem Kommentieren des oben stehenden Berichtes kaum lösen.

    War der Maschinist zu schnell unterwegs? Fakt: es war eine Einsatzfahrt mit Freigabe Sonderrechte auf einer Hauptstrasse mit Vorfahrt. Oder war es der Pkw, der von einer Nebenstrasse auf die Hauptstrasse fuhr und möglicherweise ohne den laufenden Verkehr zu beobachten. Dies hätte er aber tun sollen.

    Zu oft sieht man aber anderes.
    Nur gilt nicht auch im Einsatz: Sicherheit vor Schnelligkeit? Mir wurde dies in meinem Grundlehrgang eingebleut. Dies ist zwar auch schon gut 30 Jahre her, dennoch glaube ich fest daran, dass trotz des Umstandes das möglicherweise Menschenleben in Gefahr ist, die Gesundheit und Unversertheit der mir anvertrauten Kameraden vor allem steht, und das auch während einer Einsatzfahrt. Wir haben den Auftrag Leben zu retten, Sachwerte zu schützen. Nur können wir dies nur dann leisten, wenn wir es auch schaffen an der Einsatzstelle anzukommen um den Auftrag abzuarbeiten. Unfälle passieren, nur ist die Feuerwehr, der Rettungsdienst nicht Schuld an die geschehende Situation vor Ort.

    Aus diesem Grunde steht die Sicherheit der Einsatzkräfte an oberster Stelle. Auch dann, wenn die Anfahrt 15 Sekunden länger dauert.

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  10. Die Ursache ist das Gegenlenken und da dann genau an der Kante Asphalt / Bankett. Da verreist es dann das Lenkrad und dann passiert’s. Also auf dem Bankett einfach langsamer werden, Lenkrad festhalten, dann langsam wieder auf die Fahrbahn fahren, und nicht hektisch versuchen wieder auf die Fahrbahn zu kommen. (im ersten Moment allerdings leichter gesagt, als getan)
    So wurde mir das von einem Werkstestfahrer gesagt und als ehemaliger LKW-Fahrer kann ich das nur bestätigen.

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  11. Es ist aber schon besser, abzubremsen und Fahrzeug in der Spur, also draufhalten. Mit einem PKW kann ich noch versuchen ein Ausweichmanöver zu probieren, aber mit einem LKW wird das dann ganz schnell problematisch, wie man hier sieht. Und ja, ich war auch Maschinist, auch bei Alarmfahrten, und ich war sogar Berufskraftfahrer! Selbst da wurde mir immer eingepleut, abbremsen und draufhalten, egal was ist.

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  12. Und wieder so ein Kluger, der nicht dabei war , aber alles weiß.

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  13. Leut Leut Leut was da alles geschrieben wurde. Egal ob jemand Erfarung in Alarmfahrten hat oder nicht und auch was am besten ist. In so eine situation macht jeder Mensch fehler.
    Ich möchte mit den Maschienisten nicht dauschen.

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  14. Hier wird scheinbar vergessen dass das LF auch noch nen Wassertsnk hat was das Kippen verstärkt. Und selbst bei den erlaubten 50 km/h abzüglich einer eventuellen Brmesung reicht die Geschwindigkeit um ein LF beim Ausweichen umzuwerfen.

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