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Ausführlicher Einsatzbericht zur Umweltkatastrophe durch kontaminiertes Löschwasser in Kirchberg an der Jagst(BW).
Fleischproduzent klagte gegen Stadt Paderborn

Westfleisch muss sich an Einsatzkosten beteiligen

Paderborn (NW) – Am 8. Februar 2016 bracht im Fleischcenter Paderborn ein Feuer aus. Rund 400 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz. Sie konnten nicht verhindern, dass große Teile des Standortes der Firma Westfleisch zerstört wurden. Der Schaden betrug über 100 Millionen Euro. Die Stadt schickte dem Fleischgiganten anschließend einen Kostenbescheid über 53.000 Euro für den Einsatz spezieller Löschmittel (Schaum) und die Entsorgung kontaminierter Stoffe. Dagegen klage der Fleischkonzern. Vergeblich.  

Am 8. Februar 2016 brannte das Fleischcenter Paderborn. Für den Einsatz der Feuerwehr schickte die Stadt dem Betreiber, der Firma Westfleisch, einen Kostenbescheid über 53.000 Euro. Dagegen klagte der Fleischkonzern. Foto: Feuerwehr Paderborn

In dem 1976 gegründeten Paderborner Betrieb produzierten zuletzt 580 Mitarbeiter jährlich 160.000 Tonnen Fleisch. Nach Firmenangaben wurden am Standort Paderborn pro Woche etwa 1.300 Rinder sowie 30.000 Schweine geschlachtet und zerlegt.

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Bis zum Rosenmontag 2016. Aus nie geklärter Ursache brach in dem Fleischwerk ein Feuer aus. Die Flammen breiten sich immer weiter aus und zerstörten fast die komplette Produktion. Die Feuerwehr war mehrere Tage vor Ort. Feuerwehrchef Ralf Schmitz bezeichnet den Einsatz als größten Brand der Paderborner Nachkriegsgeschichte. Vor allem die Ammoniak-Kälte-Anlage des Betriebes erforderte das besondere Augenmerk der Feuerwehr.

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Die Stadt Paderborn stellte dem Unternehmen nach dem Einsatz die Kosten für die Entsorgung der Gefahrstoffe und des kontaminierten Löschwassers in Rechnung – und auch ein Teil der benötigten Löschmittel. Insgesamt belief sich die Rechnung auf 53.000 Euro. Die Kosten, die nicht in Rechnung gestellt wurden, lagen deutlich über 100.000 Euro. 

Westfleisch klagte gegen Kostenbescheid

Westfleisch war der Meinung, es bestehe kein Anspruch auf Kostenerstattung. Die in Rechnung gestellten Löschmittel seien zum Teil unnötig gewesen, so ein Sprecher des Fleischproduzenten. Das sah das Verwaltungsgericht Minden gestern anders.

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Nach der mündlichen Verhandlung wird Westfleisch einen Teil der Kosten erstatten müssen. Dies wird aus dem Hinweis deutlich, den die Richter gestern den Verfahrensbeteiligten gegeben haben. Allerdings muss die Höhe der in Rechnung gestellten Summe noch geprüft werden, so eine Gerichtssprecherin gestern. Die Stadt muss jetzt den Nachweis über die Kosten liefern.

Das Werk in Paderborn hat der Fleischkonzern nach dem Brand übrigens nicht wieder aufgebaut. Das Gelände wurde zwischenzeitlich verkauft.   

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Bei ihren Kommentar kann man nur den Kopf schütteln.

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  2. Hoffentlich hat die Firma mit der Klage gegen den Kostenbescheid auch gleich mitgteilt, dass sie bei einem weiteren Brand nie wieder die Feuerwehr in
    Anspruch nehmen möchte.
    Man kann nur den Kopf schütteln.

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