Motor durch Aufprall meterweit umhergeschleudert

Tödlicher VU: Pkw gegen Baum

Lauenburg (SH) – Ein 36 Jahre alter Autofahrer ist in der Nacht zum Donnerstag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 5 in Lauenburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) ums Leben gekommen. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge war der Mann mit seinem Volvo aus noch ungeklärter Ursache allein beteiligt von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gerast. Nach der Befreiung des Mannes durch die Feuerwehr blieben die Reanimationsversuche einer Notärztin mit ihrem Rettungsteam erfolglos.

Der Volvo-Fahrer war gegen Mitternacht von Boizenburg kommend in Richtung Westen unterwegs, als er in der Rechtskurve am Ortseingang von der Fahrbahn abkam. Der Wagen rammte mehrere Verkehrsschilder und Leitpfosten und krachte dann nach rund 80 Metern mit extremer Wucht frontal gegen eine Eiche abseits der Fahrbahn. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Motor mehrere Meter weit aus dem Wagen geschleudert, Trümmerteile lagen im weiten Umkreis verstreut.

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Direkte Unfallzeugen gibt es nicht, erst auf die Unfallstelle zukommende Autofahrer setzten einen Notruf ab. Sie meldeten der Integrierten Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe einen eingeklemmten Fahrer, woraufhin neben dem Notarzteinsatzfahrzeug aus Geesthacht und einem Rettungswagen aus Lauenburg auch die Freiwillige Feuerwehr alarmiert wurde. Außerdem rückten Streifenwagen aus Lauenburg, Geesthacht und Boizenburg zum Unfallort aus. Die Bundesstraße musste längere Zeit voll gesperrt werden.

Bei einem Verkehrsunfall auf der B 5 in Lauenburg (SH) rammt ein Volvo einen Baum. Trotz notfallmedizinischer Behandlung verstirbt der 36-jähre Fahrer. Foto: Jann

„Bei unserem Eintreffen war der Fahrer in dem zerstörten Wagen nicht ansprechbar und ohne Vitalzeichen eingeklemmt. Wir haben uns daher für eine sofortige Crashrettung entschieden“, erklärte Einsatzleiter Dennis Lühr. Dabei muss es möglichst schnell gehen, während normalerweise eine möglichst schonende Rettung angesagt ist. Lühr: „Wir haben die Beifahrertür entfernt, weil diese Seite deutlich weniger beschädigt war. So konnten wir den Mann aus dem Wrack ziehen.“

Im Rettungswagen begannen die Notärztin und mehrere Notfallsanitäter sofort mit den Wiederbelebungsmaßnahmen. Die stellten sie nach etwa einer halben Stunde erfolglos ein. In der Zwischenzeit suchten die Feuerwehrleute noch mit Lampen und einer Wärmebildkamera den Bereich an der Böschung des Straßendamms nach einem möglichen Beifahrer ab. Denn die Frontscheibe war aus dem Wrack gerissen worden und lag in der Böschung. So konnte nicht ausgeschlossen werden, dass ein eventueller Beifahrer ebenfalls aus dem Auto geschleudert worden war. Hinweise darauf fanden sich dann aber nicht, obwohl sämtliche Airbags ausgelöst hatten.

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