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Chats, Fotos und Tonaufnahmen sichergestellt

Staatsanwaltschaft ermittelt: Rassismusvorwürfe bei der BF Bremen

Bremen – Schwere Vorwürfe gegen mehrere Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr Bremen: Die Männer sollen rechtsradikale Chatinhalte verbreitet haben. Außerdem soll es zu Diskriminierung sowie Mobbing gekommen sein. Gegen derzeit mindestens einen Feuerwehrmann ermittelt deshalb die Staatsanwaltschaft, wegen des Verdachts der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. In der Folge der Vorfälle übernimmt der Senator für Inneres Ulrich Mäurer (SPD) übergangsweise die Leitung der Bremer Feuerwehr. Außerdem wird eine Sonderermittlerin eingesetzt.

Symbolfoto: Sven Buchenau

Mäurer und der Leitende Branddirektor der Feuerwehr Bremen Karl-Heinz Knorr bestätigten bei einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag die entsprechende Berichterstattung von Radio Bremen, NDR und Süddeutscher Zeitung. “Es gibt drei Zeugen, die das Material zusammengestellt und das gesamte Paket am 8. Oktober 2020 vorgelegt haben”, erklärte Mäurer. Seitdem liefen die Ermittlungen. “Diese haben eine Hausdurchsuchung des Hauptbeschuldigten gerechtfertigt.” Am Dienstagmorgen stellte die Polizei unter anderem das Handy und den Computer des Mannes sicher, der taggleich vom Dienst suspendiert wurde.

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Inhaltlich geht es um mehrere Vorfälle der vergangenen Jahre. Zum Beispiel seien in den Chatgruppen teilweise bearbeitete Fotos mit menschenverachtendem Inhalt, aber auch mit Hakenkreuzabbildungen geteilt worden. Ein weiterer Fall betrifft eine lesbische Feuerwehrfrau mit Migrationshintergrund, die von Kollegen rassistisch, sexistisch und homophob beleidigt worden ist. Eine Tonaufnahme, in dem Kollegen ihrer Wachabteilung besprechen, sie zusammenzuschlagen, liegen mit Kenntnis der Namen der Beteiligten vor. Die Zeugen aus Reihen der BF gaben an, Vorgesetzte hätten über die Geschehnisse gewusst und nichts unternommen.

“Die Tonaufnahmen stammen aus diesem Jahr”, sagt die von Mäurer eingesetzte Sonderermittlerin Karen Buse. Gegen wie viele Männer ermittelt werde, stehe noch nicht abschließend fest. Die Vernehmungen sind noch nicht abgeschlossen. 

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Die Vorfälle betreffen unterschiedliche Wachabteilungen verschiedener Feuerwachen. “Die drei Zeugen waren zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Wachen eingesetzt”, verdeutlichte der Innensenator. 610 Mitarbeiter – ohne Auszubildenden – gehören zur Berufsfeuerwehr Bremen. Jede der sechs BF-Wachen hat drei Wachabteilungen und zwischen 14 und 25 Mitarbeiter. 

Der bisherige Feuerwehrchef Karl-Heinz Knorr war bereits im September, vor dem Bekanntwerden der Vorwürfe, als neuer Katastrophenschutzbeauftragter des Landes Bremen benannt worden. Aktuell ist er dazu abgestellt, die Corona-Impfstrategie für Bremen zu erstellen. Bis zur Besetzung der Stelle will nun Innensenator Mäurer die Leitung der Feuerwehr übernehmen.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. ….. und als “Nestbeschmutzer” geraten Mitarbeiter dann in die
    “Mobbing-Schiene” aus dem es keinen Ausweg gibt, besonders wenn es keine qualifizierte Hilfe innerhalb einer Behörde gibt die auch neutral ist. Das Thema Mobbing in der Feuerwehr ist immer noch so ein verschwiegenes “….. bei UNS doch nicht” -Thema.
    Krankheitsstände und Suizidraten zeigen allerdings das Gegenteil auf.

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  2. Ich bin pensionierter Berufsfeuerwehrmann.Ich und eigentlich sehr viele bei der Berufsfeuerwehr kennen die entsprechenden Leute,die besonders in Chatgruppen ihre rechte Gesinnung,frauen- und ausländerfeindliche
    Sprüche und Bilder offen mitteilen,in der
    Annahme,dass jeder,der sich kritisch dazu äussert,als Nestbeschmutzer angesehen wird.

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  3. Also jeder feuwehr Mann hat einen Eid geschworen wo ist der hin ich wäre für ein lebenslanges Berufsverbot und sowas hat kein Recht eine Uniform zu tragen.

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  4. Grauenhaft!
    Nach einem Punkt folgt ein Leerzeichen. So ungefähr.

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  5. So gravierend die Vorwürfe gegen den Feuerwehrmann sind, es ist eben auch bei der Feuerwehr nicht zu vermeiden, dass sich unter den Kameraden/innen auch Nazis, Rassisten oder andere Ärsche tummeln.
    Viel schlimmer ist doch, dass Vorgesetzte von den Vorgängern gewusst haben sollen und nix unternommen haben.
    Ich hoffe hier wird gründlich untersucht und ggf. auch die Mitwisser diziplinarische Massnahmen zu spüren bekommen.

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  6. Beschämend!
    So etwas geht gar nicht u.ich hoffe die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen.Ich bin davon über zeugt das die Mehrheit nicht so ist.Leider sind es wenige die das Ansehen der FW beschmutzen u.es wird dauern das wieder gerade zu biegen.Gut das es endlich bekannt wurde u.ich hoffe der faule Kern wird entfernt.

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  7. Das geht gar nicht! Feuerwehr ist für ALLE Menschen gleichermaßen da! Wer nicht zum demokratischen Grundgesetz steht und dafür eintritt, hat bei der Feuerwehr, egal ob BF oder FF, NICHTS verloren!

    Ob deutsch oder nicht-deutsch, Homo- oder Heterosexuell, schwarz oder weiß, das ist völlig egal! Wir alle sind Menschen und auf dieser Erde nur zu Gast! Dementsprechend müssen wir uns benehmen! Wir Feuerwehrleute garantieren, für alle Menschen gleichermaßen da zu sein und JEDEM zu helfen. Wir sind bekannt für eine klasse Kameradschaft untereinander. Dies müssen wir offen leben und “Otto Normalverbraucher” mit einbinden. Glücklicherweise ist die Mehrheit von uns demokratisch eingestellt. Jedoch die kleine MInderheit rückt uns alle in ein schlechtes Licht.

    Wenn solche Dinge an die Tagesordnung kommen, kann man sich nur noch schämen. Ich wünsche der betroffenen Kollegin ganz viel Kraft, diese schlimme Zeit ohne Spätfolgen zu überstehen!

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