Enge Bebauung sorgt für rasche Brandausbreitung

Sechs Wohnhäuser bei Brand zerstört

Hohberg-Diersburg (BW) – Dienstagabend, kurz vor 18 Uhr in der Talstraße im Hohberger Ortsteil Diersburg, bricht in einem Wohnhaus ein Feuer aus. Hier gibt es eine enge Bebauung mit vielen historischen Gebäuden, zum Teil über 100 Jahre alt und mit viel Holz gebaut. Als die Feuerwehr eintrifft, steht ein Anwesen mit einem Anbau in Flammen. Das Feuer breitet sich extrem schnell auf umliegende Gebäude aus und bedroht sogar einen angrenzenden Wald. 

Feuerwehrleute in Diersburg bekämpfen einen Großbrand. Sechs Wohnhäuser sind dort Dienstagabend in Brand geraten und völlig zerstört worden. (Bild: Christina Häußler/Einsatz-Report24)

Rund 180 Feuerwehrleute aus Hohberg, Friesenheim, Lahr, Offenburg, Schutterwald und Ohlsbach nehmen mit 30 Fahrzeugen den Kampf gegen den Großbrand auf. Auch für eine ausreichende Wasserversorgung ist schnell gesorgt. Unterstützt werden sie von Rettungskräften, Polizeibeamten sowie Vertretern der Gemeinde Hohberg und Bürgermeister Andreas Heck. Ihnen gelingt es, in der eng bebauten Siedlung ein Übergreifen der Flammen auf weitere Häuser sowie angrenzende Grünanlagen zu verhindern. Alle Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie kamen zunächst in der Gemeindehalle und der Kindertagesstätte unter. Von dort wurden sie auf private Unterkünfte und Hotels verteilt. Ein Feuerwehrmann erlitt eine leichte Rauchvergiftung und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

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Wegen der engen Bebauung stellte die Anfahrt der Feuerwehrfahrzeuge ein Problem dar. Die ohnehin anspruchsvolle Arbeit der Feuerwehrleute wurde durch die hohen Temperaturen noch zusätzlich erschwert. Für ausreichend Getränke war aber gesorgt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung war in dem betroffenen Gebiet sicherheitshalber ein Messfahrzeug unterwegs. „So einen Brand hat es in den letzten 30 Jahren nicht gegeben“, sagte der Bürgermeister in einem Interview. „Der Ort steht unter Schock.“ Das Feuer sei mittlerweile unter Kontrolle, aber unter den Trümmern seien immer noch Glutnester versteckt.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Etwas vergleichbares hatten wir in Siegburg am 7. August 2018: Die Ursache konnte nicht geklärt werden. Es war an einem sehr heißen Tag, wir wurden von Anwohnern mit Getränken versorgt.

    Inferno in Siegburg
    Böschungsbrand greift auf acht Wohnhäuser über
    von Michael Klöpper, 8. August 2018
    Siegburg (NW) – Dienstagnachmittag entwickelte sich in Siegburg ein Böschungsbrand zu einem echten Flammeninferno. Der Flächenbrand an einer Böschung entlang der ICE-Strecke im Siegburger Ortsteil Brückberg griff auf acht Häuser über. Die Gebäude konnten gerade noch rechtzeitig geräumt werden. Rund 550 Kräfte kamen zum Einsatz.

    Zunächst brach ein Brand an der Böschung entlang der Bahnstrecke Frankfurt am Main-Köln im Siegburger Ortsteil Brückberg aus. Nach Augenzeugenberichten breitete sich das Feuer noch vor Eintreffen der Feuerwehr rasant aus. In nur wenigen Minuten erfassten die Flammen die Böschung großflächig und schlugen auf Wohnhäuser über. Bereits auf der Anfahrt hatten die ersten Kräfte der Feuerwehr Siegburg Unterstützung nachgefordert.

    Im zweiten Abmarsch wurden die Feuerwehren aus Sankt Augustin und Troisdorf alarmiert. Mit der Zeit kamen immer weitere Einheiten dazu. Zwischenzeitlich waren 550 Einsatzkräfte vor Ort.

    Es brannten sechs Wohnhäuser, bei zwei weiteren Gebäuden hatten die Flammen Bereiche auf dem Grundstück erfasst. Die Häuser konnten glücklicherweise noch rechtzeitig geräumt werden. 32 Personen erlitten Verletzungen, eine Person wurde schwer verletzt. Insgesamt 100 Anwohner wurden in einer Schule betreut und durch Rettungskräfte versorgt.

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