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Krank zum Feuerwehreinsatz - was ist erlaubt?

Reizgas am Hamburger Flughafen freigesetzt – 68 Verletzte

Hamburg – Großeinsatz für die Feuerwehr Hamburg: Aus bislang ungeklärter Ursache wurde am Sonntag am Hamburger Flughafen Reizgas freigesetzt. 68 betroffene Personen klagten über Husten, gerötete Augen und ein Kratzen im Hals. Die Feuerwehr räumte den Flughafen komplett. Der Flugverkehr am Airport musste vorübergehend eingestellt werden.

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Foto aus der Reportage über die Flughafenfeuerwehr Hamburg im Feuerwehr-Magazin 3/2017. Foto: Timo Jann

Vermutlich durch Hantieren mit Pfefferspray ist in der Flughafenhalle des Hamburger Airports am Sonntag Reizgas ausgetreten. 68 Personen klagten über Reizhusten, gerötete Augen und ein Kratzen im Hals. Angaben des Flughafens zur Folge soll das Reizgas durch die Klimaanlage des Flughafens zusätzlich verwirbelt worden sein.

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Für die Rettungskräfte der Stadt Hamburg lief ein Großeinsatz an. Über 100 Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren damit beschäftigt, die so genannte Plaza (Haupthalle) des Terminals zu evakuieren und die Verletzten zu versorgen. Betroffene Personen wurden an Behandlungsplätzen vor Ort untersucht. Neun Menschen kamen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser.

Der Flugbetrieb am Hamburger Flughafen wurde zeitweise komplett eingestellt. Flugzeuge im Landeanflug wurden auf andere Airports in der Umgebung umgeleitet. 13 Flüge waren betroffen. Nach einer kurzen Unterbrechung konnte der Flugverkehr wieder aufgenommen und die Haupthalle wieder freigegeben werden.

Wie es zu der Freisetzung des Reizstoffes kam, ist bislang unklar, jedoch wurde eine entsprechende Reizgaskartusche im Terminalbereich gefunden. Hinweise auf einen terroristischen Anschläg gibt es keine.

Text: Philipp Jasper

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