L32A-XS 3.0 von Rosenbauer

Neue Generation: Drehleiter mit Gelenk

Karlsruhe (BW) – In Karlsruhe präsentierte Rosenbauer unlängst die neue L32A-XS 3.0. Die Gelenkdrehleiter der dritten Generation weist einen vergrößerten Aktionsradius auf. So konnte die Ausladung gegenüber dem Vorgängermodell um 1,5 Meter gesteigert werden. Wir nennen die wichtigsten Fakten zur Baureihe.

Die neue L32A-XS 3.0 von Rosenbauer. Seit der Markteinführung im April/Mai dieses Jahres sind bereits mehr als 50 Fahrzeuge davon verkauft worden. Foto: Hegemann

Markteinführung der Gelenkleiter

Im Jahr 2007 überraschte die Firma Metz Aerials die Fachwelt mit der L32 A: einer Drehleiter mit absenkbarem Korbsegment. Das L in der Typbezeichnung steht für Ladder, das A für Articulated (beweglich), die 32 für 32 Meter Arbeitshöhe. Bis dahin hatte nur Magirus Gelenkleitern (umgangssprachlich auch als Knickleiter bezeichnet) angeboten.

1. Generation XS

Sechs Jahre später präsentierte Metz die L32A-XS. XS ist das Kürzel für extra small. „Ziel war es, den Aktionsradius der Drehleitern deutlich zu verbessern“, verkündete der zuständige Konstruktionsleiter damals. Seit 2013 produzierte Metz/Rosenbauer (auf der Interschutz 2015 verkündete Rosenbauer, dass die Drehleitern des Tochterunternehmens Metz ab sofort unter dem Namen der Muttergesellschaft verkauft werden) rund 400 XS-Drehleitern. 

2. Generation XS

2015 überarbeitete Rosenbauer die XS zum ersten Mal. Seitdem war die L32A mit einem 500-Kilogramm-Korb erhältlich. Ein Abstand von 5,35 Metern von der Fahrzeugaußenkante zur Hausfassade genügte, um die Drehleiter vom Fundament bis zum Dach anleitern zu können. Für einen horizontalen Schwenk um 180 Grad benötigte die L32A-XS 2.0 eine Straßenbreite von lediglich 8,80 Meter.

3. Generation XS

Der aktuelle Verkaufsschlager ist die neue L32A-XS 3.0. Rund 50 Fahrzeuge dieses Typs sollen in diesem Jahr bereits ausgeliefert werden. Alleine die BF Frankfurt am Main hat zehn L32A-XS 3.0 auf Mercedes Dreiachser bestellt. „Klassische Leitern, also ohne abwinkelbaren Korbarm, werden kaum noch geordert“, berichtet Michael Kristeller, der Geschäftsführer von Rosenbauer Karlsruhe (in Karlsruhe befindet sich das Kompetenzzentrums Hubrettungsfahrzeuge im Rosenbauer-Konzern). Geschätzte 90 Prozent der Feuerwehren wählten in den letzten Jahren die Gelenkvariante, in Deutschland sogar 98 Prozent. 

Durch einen optimierten Leiterpark und den 30 Kilogramm leichteren Korb konnte die Ausladung letztlich um 1,5 Meter gesteigert werden. Bei einem Steigwinkel von Null Grad werden nun maximal 23,2 Meter Ausladung erreicht. „Im Vergleich zum Vorgängerfahrzeug kann bei gleicher Ausladung jetzt eine Person mehr im Korb befördert werden“, erklärt Produktmanager Sven Lindenfelser.

Das Vorführfahrzeug ist mit einer Hinterachs-Zusatz-Lenkung (HZL) ausgestattet. Foto: Hgemenann

Die neue Gelenkdrehleiter benötigt 5,35 Meter Abstand zwischen Fahrzeugaußenseite und Anleiterobjekt (wie auch schon bei der XS 2.0). Den 180-Grad-Schwenk mit angewinkeltem Korbarm schafft die neue XS jetzt aber bereits ab einer Straßenbreite von 8,70 Meter. Und um den Korb vorm Fahrzeug absetzen zu können, wird eine 2,50 Meter lange Freifläche benötigt.

In der Oktober-Ausgabe 2018 des Feuerwehr-Magazins stellen wir die neue Baureihe und die neue Fertigungstechnologie ausführlich vor. Hier kann das Heft (gedruckt oder als download) ganz bequem Online bestellt werden. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren: