MV: Bargeld zum Feuerwehrjubiläum

Schwerin (MV) – Angehörige der freiwilligen Feuerwehren in Mecklenburg-Vorpommern sollen für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement künftig nicht nur das Brandschutz-Ehrenzeichen als symbolische Anerkennung erhalten, sondern zusätzlich auch eine finanzielle Anerkennung. Die Landesregierung hat am Dienstag auf ihrer Kabinettssitzung einem entsprechenden Gesetzentwurf aus dem Ministerium für Inneres und Sport zugestimmt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass bei ehrenamtlicher Tätigkeit die Verleihung des Brandschutz-Ehrenzeichens für 10-, 25- und 40-jährigen aktiven Dienst in der freiwilligen Feuerwehr mit einer Jubiläumszuwendung verbunden wird. Die Zuwendung soll 100 Euro für 10 Dienstjahre, 200 Euro für 25 Dienstjahre und 250 Euro für 40 Dienstjahre betragen.

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“Die Frauen und Männer in den Feuerwehren müssen sich immer wieder bei Einsätzen physischen und psychischen Ausnahmesituationen stellen und leisten dabei Hervorragendes. Hinzu kommen unzählige Stunden für Übungen und Ausbildung. Diese besondere Einsatzbereitschaft im Dienste der Gemeinschaft soll auch besonders anerkannt werden”, sagte Innenminister Lorenz Caffier . Doch es geht nicht alleine um eine Anerkennung. Caffier: “Wir stoßen heute aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung und sinkender Bevölkerungszahlen auch im System des flächendeckenden Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung zunehmend an Grenzen. Dieser Herausforderung müsse wir uns gemeinsam stellen. Die Landesregierung hat deshalb auch in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Ehrenamt weiter zu unterstützen.”

Maßnahme kostet 300.000 Euro pro Jahr

Um eine gesetzliche Grundlage für die Gewährung einer Jubiläumszuwendung zu haben, muss das Brandschutz-Ehrenzeichen-Gesetz aus dem Jahr 1993 geändert werden. Finanziert werden die Jubiläumszuwendungen über den Landeshaushalt, dafür sollen jährlich rund 300.000 Euro in den neuen Doppelhaushalt eingestellt werden.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hallo Sven, habe nach den Komentaren die Medaille an den Feuerwehrverband zurück geschickt, mit einem Schreiben auf Verzicht diese Medaille zu tragen und wir älteren Kameraden so abgeschoben werden. Pompt bekam ich einTelefonanruf vom Landesbrandmeister ,mit der Bitte, die Medaille wieder anzunehmen und in Ehren zu tragen. Weiterhin teilte er mir im Gespräch mit, diese Angelegeheit der Jubiläumsprämie für 50 jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr, zur Diskussion in den landespolitischen Gremien einzubringen. Weiterhin verwies er darauf, für wem wir uns mit unseren freiwilligen Einsatz eingesetzt haben.
    Für die Bürger und Bürgerinnen jener Gemeinde. Deshalb sollten die Gemeinden auch darüber nachdenken, wie diese langjährigen Kameradinnen und Kameraden ehren könnten.
    Soweit in groben Auszügen aus unseren Gespräch. Sei zu hoffen, daß alle Beteiligten erwachen werden.
    Gruß von Manfred

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  2. Hallo Sven, vielen Dank für deine Antwort. Hat mich sehr gefreut. Wenn das alles hingenommen wird, von der Politik, dann müssen wir kämpfen bis wir älteren Kameraden zu unser Recht kommen.
    Kameradschaftlichen Gruß
    Manfred

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  3. Hallo Manfred.
    In den meisten Bundesländern gibt es für so eine Ehrung keine Vergütung. Mecklenburg-Vorpommern, wie im Text beschrieben, ist bisher eher die Ausnahme.
    Schöne Grüße aus der Feuerwehr-Magazin-Redaktion.
    Sven

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  4. Hallo, bin vor kurzem für 50 jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt worden. Gibt es dafür keine finanzielle Zuwendung?
    Bitte um eine Antwort.
    Manfred Engelbrecht Sellin

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  5. Was ist mit den Kameradinnen und Kameraden welche vor ein paar Monaten ein Jubeläum hatten? Bekommen diese rückwirkend eine Prämie?

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  6. Hallo gibt es für 50 Jahre feuerewehrzugehötigkeit keine finanzielle Zuwendung mehr?

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