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Alle Typen, alle Fahrgestelle - die Fahrzeugtechnik der Feuerwehren in der DDR - teils bis heute im Einsatz - wird hier umfassend vorgestellt.
Neues Fahrzeugkonzept

List/Sylt: Pflichtfeuerwehr auf dem Weg zur FF

List/Sylt (SH) – Ein LF 16/12, ein TLF 16/25 und ein TSF-W hat die Pflichtfeuerwehr List auf Sylt (Kreis Nordfriesland) durch ein HLF 20 und ein TLF 4000 ersetzt. „Das ist einer der Bausteine, um wieder zu einer Anerkennung als Freiwillige Feuerwehr zu kommen“, erklärt Wehrführer Matthias Stahl.

Neue Fahrzeuge der PF List/Sylt: TLF 4000 (links) und HLF 20 (rechts). (Bild: Timo Jann)

Hintergrund: Gemäß dem Feuerwehrbedarfsplan reicht es aus, wenn die Gemeinde ein HLF und ein TLF vorhält. Anhand der Sitzplätze in den Einsatzfahrzeugen berechnet sich die erforderliche Personalstärke.

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Diese war angesichts des höheren alten Fahrzeugbestands über Jahre zu niedrig, was letztlich zur Einführung der Pflichtfeuerwehr geführt hatte (siehe Feuerwehr-Magazin 3/2010). Jetzt stehen mit den beiden Neufahrzeugen sowie einem KdoW und einem MTF weniger Sitzplätze, aber eine größere technische Leistungsfähigkeit zur Verfügung.

Das HLF 20 wurde kurzfristig beschafft, nachdem am alten LF die Pumpe nicht mehr einwandfrei funktionierte. Rosenbauer lieferte ein Vorführfahrzeug mit 17.000 km auf dem Tacho. Als Basis dient ein MAN TGM 13.290.

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Die Löschmitteltanks fassen 2.000 l Wasser und 180 l Schaummittel. Zur Beladung gehören unter anderem ein hydraulischer Rettungssatz von Lukas, eine Rettungsplattform, ein 14-kVA-Stromerzeuger sowie ein Lichtmast.

Nach einer Ausschreibung erhielt Rosenbauer auch den Zuschlag, ein TLF 4000 in die nördlichste Gemeinde Deutschlands zu liefern. Aufgebaut wurde das Fahrzeug mit Staffelkabine auf einem MAN TGM 18.340. Es führt 4.000 l Wasser und 500 Liter Schaummittel in Tanks mit. Löschschaum wird per Zumischer erzeugt, beim HLF ist der Einsatz über die Pumpe steuerbar.

Steckleiter aus Holz

Besonderheit bei der TLF-Beladung: eine vierteilige Steckleiter aus Holz. „Bei uns brennt es ab und an auch mal an Reetdachhäusern, da legen wir die Leitern dann auf das Dach. Und bei einer Holzleiter erkennt man mögliche Beschädigungen einfach besser“, erklärt Stahl.

Das TLF (rechts) basiert auf einem MAN TGM 18.340, das LF auf einem MAN TGM 13.290. Rosenbauer fertigte bei beiden Fahrzeugen den Aufbau. (Bild: Timo Jann)

In beiden Fahrzeugen hat Rosenbauer eine Feuerlöschkreiselpumpe N35 (3.500 l/min, 10 bar) verbaut. Beim HLF 20 befindet sich die Pumpe hinter einer getönten Scheibe, beim TLF 4000 lässt sich das Bedienfeld durch ein Rollo öffnen. Beide Pumpenbedienstände können auch durch eine nach oben öffnende Klappe erreicht werden, die dem Maschinisten Wetterschutz bietet.

Kurios beim HLF: Die Möglichkeit, per Heckwarneinrichtung auch Texte zur Warnung vor Ölspuren oder Unfallstellen anzuzeigen, musste von Rosenbauer abgeschaltet werden. In Schleswig-Holstein darf die Feuerwehr solche Systeme nicht einsetzen.

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