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Wie Feuerwehren bei Einsatz und Übung das Trinkwasser schützen können und müssen.
Recyclinghof in Vollbrand: 650 Kräfte im Einsatz

Flammeninferno in Diez

Diez (RP) – Am Mittwoch gegen 20 Uhr brach in einem Recyclingbetrieb für Papier im Industriegebiet Diez (Kreis Rhein-Lahn) ein Feuer aus. Als die ersten Kräfte eintrafen, stand eine komplette Halle in Vollbrand. Das Feuer breitete sich rasch auf einen angrenzenden Produktionsbetrieb für Folien aus. Zur Brandbekämpfung waren rund 650 Einsatzkräfte aus zahlreichen Feuerwehreinheiten aus den Kreisen Rhein-Lahn, Westerwald, Limburg-Weilburg, Neuwied sowie von den Berufsfeuerwehren Koblenz und Wiesbaden im Einsatz.

Eine rund 10.000 Quadratmeter große Fläche brannte gestern im Industriegebiet in Diez (RP). Die eingesetzten Kräfte standen vor einer Flammenwand. Foto: Wiesbaden112.de / Heiko Hahnenstein

Den Begriff “Flammeninferno” verwenden wir nur sehr selten. Bei diesem Einsatz trifft er tatsächlich einmal zu. Insgesamt brannte eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern. Ganze Halden aufgetürmter Recyclingstoffe sowie zahlreiche Hallen standen in Vollbrand. Auf manchen Bildern von der Einsatzstelle ist außer Flammen fast nichts anderes zu sehen. Die Rauchwolke, die über Diez in den Abendhimmel aufstieg, soll bis zu 50 Kilometer weit zu sehen gewesen sein.

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Um 21.20 Uhr gab der Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz Limburg-Weilburg eine Warnung an die Bevölkerung heraus. Die Anwohner von Diez und Umgebung sollten in den Gebäuden bleiben, die Fenster, schließen und die Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten.

Kaum zu glauben: Feuerwehr konnte angrenzende Gebäude halten!

Wie hoch der Schaden ist und was den Brand auslöste, steht aktuell noch nicht fest. Den eingesetzten Kräften gelang es aber, drei Gebäude auf dem Gelände durch Riegelstellungen zu halten. Auch eine Brandausbreitung auf einen angrenzenden Baumarkt und einen Supermarkt konnten die Feuerwehren verhindern. 

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Im Laufe der Löscharbeiten wurde der Wasserbedarf so groß, dass die Wassernetze aus Limburg und Diez nicht ausreichten und eine Wasserleitung bis an die Lahn in Limburg verlegt werden musste. Das hatte zur Folge, dass es in Limburg im Bereich der Südstadt zu massiven Verkehrseinschränkungen kam.

Wegen der enormen Hitzeentwicklung mussten die eingesetzten Kräfte immer wieder ausgetauscht werden. Letztlich waren rund 650 Feuerwehrleute aus der gesamten Region eingesetzt. Der Einsatz dauerte bis zum Mittag des Folgetages.    

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    kennt man mittlerweile die Brandursache? Dies würde mich interessieren.
    Wenn Sie mir dazu etwas mitteilen könnten.

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. ein großes Lob an die Feuerwehrkräfte
    wenigstens lief hier alles reibungslos ab , was man von den Kräften der Polizei nicht sagen kann . Da wurde die August Horch Str. zur B54 mit Kräften gesperrt , das keiner reinfahren kann und die Zufahrt Limburgerstr.-Industriestrasse war voll befahrbar . Koordination sieht anders aus . Vielleicht sollte man das mal in einer Einsatzbesprechung mit allen Beteiligten ansprechen . Vielleicht wäre es auch hilfreich gewesen , über Radio bekannt zu geben das das Industriegebiet voll gesperrt ist .
    Hätte allen weniger Ärger eingebracht .
    Trotz alledem . Gute Arbeit !!

    Auf diesen Kommentar antworten

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