Erste Einsätze für Mensch und Tier

Eisrettung: Jetzt beginnt die Hochsaison

Berlin – Wenige frostige Tage, dünne Eisdecken auf Teichen und Seen – und schon kommen die ersten Meldungen über Unfälle auf Eisflächen auf. In Geesthacht (SH, Herzogtum Lauenburg) ging ein solcher Unfall am Montag noch glimpflich aus. Ein 12-jähriger Junge war in das Eis eines Teiches eingebrochen. Der Junge stand nach Polizeiangaben bis zur Hüfte im Wasser und konnte sich selbstständig zum Ufer retten. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Auch in Braunschweig (NI) war die Feuerwehr am Sonntag zu einem Eisrettungseinsatz gerufen worden. Dort sollten zwei Frauen ins Eis eingebrochen sein. Wie sich herausstellte waren die Frauen lediglich in den ufernahen Schlamm eingesunken und konnten mit der Hilfe von Passanten wieder ans Ufer geleitet werden. 

Für Feuerwehren und Wasserrettungsorganisationen dürfte – bei anhaltend frostigen Temperaturen – in den kommenden Tagen die Eisrettungs-Hochsaison anbrechen. Vielerorts warnen Pressestellen vor der Gefahr, die vom Betreten nicht freigegebener Eisflächen ausgeht. 

Obendrein beschäftigen auch Einsätze wegen festgefrorener Wassertiere die Feuerwehren. In Nordkirchen (NW, Kreis Coesfeld) musste am Sonntag ein Löschzug ausrücken, weil zwei Enten auf einer Eisfläche festsaßen. Mithilfe eines Einreißhakens versuchten die Kameraden zunächst das Eis zu durchlöchern um die Enten wieder ins Wasser zu bringen. Aufgrund der Breite des Kanals gelang dieses nur bei einer der Enten. Kurzerhand wurde mit Hilfe eines Strahlrohrs und Wasser aus dem Tank des Hilfeleistungslöschfahrzeuges die Eisfläche geflutet. So konnte auch die zweite Ente zurück ins Wasser gelangen.

Tipps für Übung und Einsatzdienst:

Bereits am Samstag war die Freiwillige Feuerwehr Werne wegen zwei angeblich festgefrorener Schwäne im Einsatz – ein Fehlalarm wie sich herausstellte. Beide Tiere bewegten sich selbstständig davon. Der Pressesprecher der Wehr, Tobias Tenk, teilte dazu mit, dass gesunde Tiere ohnehin nur äußerst selten auf Eisflächen festfrieren würden. “Wenn die Wasservögel auf dem Eis ruhen, verhindert ein Trick der Natur, dass ihre Füße festfrieren: Venen und Arterien in den Beinen und Füßen liegen so eng beieinander, dass Sie wie ein Wärmeaustauscher im Inneren funktionieren. So kühlt das Tier nicht aus und friert auch nicht fest”, hieß es in einer Pressemitteilung. 

Aber auch das Training der Eisrettung ist vielerorts bereits Thema. Die Feuerwehr Mönchengladbach nutzte beispielsweise am Montag die Gelegenheit, die Eisrettung zu üben. 

Die Feuerwehr Mönchengladbach (NW) trainiert das Vorgehen bei einem Eisrettungseinsatz.

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