Notfalleinsatz behindert

Drohne verzögert Start eines Rettungshubschraubers

Greifswald (MV) – Ein Drohnenpilot hat am Samstag den Start eines Rettungshubschraubers (RTH) verzögert. Die zu einem Notfalleinsatz alarmierte RTH-Besatzung musste mehrere Minuten warten, bis sich der Multicopter entfernte.

Durch die Sogwirkung der Hubschrauberrotoren wäre die Drohne angesaugt worden und hätte den Hubschrauber beschädigen können. Symbolfoto: DRF Luftrettung

Laut DRF Luftrettung befand sich die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 47 in Bandelin (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Sie hatte gerade einen Einsatz beendet, als die Leitstelle den Hubschrauber zu einem Notfall auf die Insel Rügen alarmierte. Während der Pilot den Startvorgang einleitete, bemerkte er plötzlich einen Multicopter. In etwa 10 Meter Höhe kreiste er über dem Hubschrauber. Der RTH-Pilot brach den Startvorgang unverzüglich ab.

“Der Überflug einer Drohne über drehende Rotorblätter ist äußerst gefährlich”, warnt  Petra Hentschel von der DRF Luftrettung. “Durch die Sogwirkung der Rotoren kann die Drohne angesaugt werden, so dass es womöglich zu einer Beschädigung des Hubschraubers kommt.”

Die Crew musste mehrere Minuten warten, bis der Multicopter sich entfernte und Christoph 47 abheben konnte. “Auch wenn es am Samstag zu keinem Schaden kam, wurde unser Start zu einem Notfalleinsatz behindert”, sagt Petra Hentschel. Dabei zähle jede Minute.

Ein Kommentar zu “Drohne verzögert Start eines Rettungshubschraubers”
  1. Immer diese leute die meinen Lebensretter bei ihrer Arbeit zu behindern…
    Müsste das nicht sogar schon unter:
    StGb
    § 323c
    Unterlassene Hilfeleistung; Behinderung von hilfeleistenden Personen

    (1) Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet,…
    wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer in diesen Situationen eine Person behindert, die einem Dritten Hilfe leistet oder leisten will.

    Und

    StGb
    § 315
    Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr

    (1) Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, Schwebebahn-, Schiffs- oder Luftverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er
    1. Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,
    2. Hindernisse bereitet,
    3. falsche Zeichen oder Signale gibt oder
    4. einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt
    und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. ….

    (In diesem fall Absatz 1 [2.])

    Fallen?

    Ich bin zwar kein experte, aber ich denke Schon,
    Weil der Drohenpilot hat ja,

    a) den Start des RTHs verzögert, und somit den Notarzt daran gehindert schell am Patienten zu sein (behindern von personen die einer dritten hilfe leisten oder Hilfeleisten wollen)

    und b) durch der über dem Hauptrotor kreisenden Drohne, den RTH ein unüberwindbares (jedenfalls wenn man dabei nicht den Rotor beschädigen will) Hindernis gestellt.

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